Teestübchen Kultur – Querelen um die traditionelle Nürnberger Weiberhatz

Kategorie Humor neuVor einiger Zeit berichtete ich von einem Video von 1977/78, das ich mit anderen Kunststudenten gedreht habe und das jetzt digitalisiert worden ist. Leider konnte ich der öffentlichen Aufführung nicht beiwohnen. Freund Nebenmann hat mir die CD über meine Tochter in Aachen zukommen lassen. Von dort hat sie mein ältester Sohn mit nach Hamburg genommen. Weihnachten habe ich ihn besucht und konnte das Video jetzt 38 Jahre nach seiner Entstehung wiedersehen. Es war eine seltsame Erfahrung wie eine Zeitreise in eine mir unbekannte Welt. Zunächst weckten die Videobeiträge keine Erinnerung. Erst nach und nach kehrte sie zurück. Aus urheberrechtlichen Gründen (wegen der einigen Beiträgen unterlegten Musik) kann ich nicht das ganze Video zeigen, sondern zeige hier einen der Magazinbeiträge, für den ich das Skript geschrieben habe und worin ich den Interviewer mime.

Der Beitrag hat Querelen um eine reizende folkloristische Tradition zum Inhalt. Wie es scheint, sind sie nicht wirklich beigelegt, denn von einer Neuauflage der Nürnberger Weiberhatz hat man nie wieder gehört. Und nun viel Vergnügen beim Anschauen.


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Der letzte Gast ist dem Tode geweiht

Am 1. Januar 1990 um 20 Uhr hörte ich im Radio auf WDR I das Hörspiel „D’r letzte Gass“ in kölscher Mundart von Theo Rausch, das im 19. Jahrhundert angesiedelt ist. Es hat mir so gut gefallen, dass ich mich hernach hingesetzt und eine Inhaltsangabe in mein Tagebuch geschrieben habe. Das WDR-Hörspielarchiv listet das Hörspiel zwar auf, aber leider gibt es keine Tondatei. Daher kann ich zum anstehenden Jahreswechsel nur meine Aufzeichnungen bieten.

dr-letzte-gass-11. Szene
Aufwartefrau und Stadtrat Fröschlein am Silvesterabend. Aus der Unterhaltung ergibt sich, dass Fröschlein sehr abergläubisch ist. Die Aufwartefrau näht ihm noch rasch einen Knopf an, bevor sie geht. Da fällt ihr die Schere zu Boden und bleibt mit der Spitze darin stecken. Der Stadtrat ist außer sich: Die Schere im Boden, das bedeutet späten Besuch, und ihm ist klar, wer das nur sein kann, die gestrenge Erbtante. Um ihr zu entgehen, beschließt er, in das Mattesbildchen zu gehen.

2.Szene
Im Mattesbildchen wirft der Wirt gerade den letzten Gast hinaus, einen Maurer. Der will aber noch rasch im alten Jahr reinen Tisch machen und fordert den Wirt auf, die Schröm seiner Bierdeckel zusammenzurechnen. Der Wirt fragt verwundert, ob er denn etwa seine Schulden bezahlen wolle. Daran sei kein Denken, sei er als Maurer im Winter doch zahlungsunfähig, denn: „Im Winter müsse mir Mürer uns zu zehn Mann de Fengere an enem Perdsköttel wärme!“ (Im Winter müssen wir Maurer uns zu zehnt die Finger an einem Pferdeapfel wärmen.)

dr-letzte-gass23. Szene
Der Wirt will die Kneipe schließen, denn er ist bei seinen zukünftigen Schwiegereltern eingeladen zwecks Verlobung. Gerade ist der Maurer gegangen, da kommt der Stadtrat und verkündigt leutselig, er werde Silvester mit ihm, dem Wirt feiern. Der ist ratlos, wie soll er den Herrn loswerden? Seine Bediente ist im Aufbruch begriffen und lässt sich nicht zum Bleiben überreden. Sie erzählt nur noch, dass gerade eben die zukünftige Verlobte zum Küchenfenster hineingeschaut habe und außer sich vor Zorn gewesen sei. Sie lasse ihm ausrichten, wenn er jetzt nicht unmittelbar komme, sei die Verlobung geplatzt. In seiner Not erzählt der Wirt dem Stadtrat, auf der Kneipe laste ein Fluch. Jeweils der letzte Gast am Silvesterabend müsse im kommenden Jahr sterben. Fröschlein ist entsetzt und bricht sofort auf. Gerade will der erleichterte Wirt die Kneipe abschließen, da kommt Fröschlein aber zurück und ruft: „Wat, do wills zomache? Wills de misch ömbrenge?“ Natürlich muss dafür gesorgt sein, dass nach ihm noch ein weiterer Gast die Kneipe besucht. Es werden zwei Kandidaten von der Straße hereingerufen, doch der eine hat neun Kinder, und der andere, ein Bäckerjunge, ist erst 16 Jahre alt. Da hat der Stadtrat doch zu große Gewissensbisse, beiden will er das Verhängnis nicht aufbürden. Der Wirt schlägt vor, er könne jemanden holen, der sei ohnehin so krank, dass er froh wäre, vom Tod erlöst zu werden. Er holt also den Maurer und verspricht ihm Geld. Beide amüsieren sich köstlich über den dummen Stadtrat. Der Maurer spielt ihm seine Szene vor und erhält von Fröschlein 500 Taler. Dann geht der Stadtrat, den Maurer als vermeintliches Opfer zurücklassend. Wirt und Maurer freuen sich königlich. Für beide ist die Sache gut ausgegangen.

dr-letzte-gass3Letzte Szene
Kurz vor dem Silvesterläuten dringt der Stadtrat mit Gewalt in die geschlossene Kneipe ein. Er will trotz des bezahlten Geldes nicht, dass ein anderer statt seiner dem Schicksal ausgeliefert sei. Das Hörspiel endet mit einem herrlich philosophischen Schlusswort vom ihm. Ich habe es leider nicht behalten.

Mensch im Mantel – Etwas über drinnen und draußen

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Cartoon: JvdL, abgedruckt in Aachener Prisma 1978

Diesen Strip von mir aus grauer Vorzeit, der mal Saturday Night Fever hieß, habe ich letztens wiedergefunden. Ich nahm mir vor, dazu eine Textcollage zu verfassen über den Kontrast, in der warmen Stube zu sitzen und unterwegs sein bei Eiskälte, und die Einzelbilder des Strips als Vignetten zu nutzen. Frostknackende Kälte vermissen wir derzeit noch, aber ich  wollte die Collage nicht länger zurückhalten.

mensch-im-mantel1„Hyggelig“ ist das dänische Wort für Gemütlichkeit. Die Entsprechung im Deutschen wäre „heimelig“, aber anders als heimelig ist hyggelig ein nationales Stereotyp der Dänen. Man möchte die Nordleute fast beneiden, denn hyggelig lebt vom Kontrast zwischen warmen Stuben und einer ungestüm kalten Natur. Man muss sich beeilen, die Tagesgeschäfte zu erledigen, denn derzeit geht die Sonne noch früh unter. Wenn die Dämmerung aufzieht, mache ich es mir hyggelig, hülle mich in eine bequeme Hose, schlüpfe in eine flauschige Hausjacke, entzünde freundliche Lichter, schaue an den Heizkörper gelehnt schaudernd aus dem Fenster und freue mich am Kontrast zwischen drinnen und draußen. Zwischen den beiden Umständen steht grammatisch nur die Konjunktion „und“ und physikalisch eine Fensterscheibe aus Isolierglas. Unsere germanischen Vorfahren nannten das Fenster „Windauge“, was noch weiterlebt im engl. „Window“. Das Fenster war also die erste Erweiterung des menschlichen Auges. Doch wenn der Wind kalt wurde, kam Zug auf das Auge und es musste verhängt und durch Läden verschlossen werden. Die Sitte, den eisigen Wind mit transparentem Glas fernzuhalten, kannten schon die Römer, kam aber nördlich der Alpen erst im Mittelalter auf. Weiterlesen

Unten blank, oben Pelz

kategorie Mensch & Natur„Ich mache mal ein bisschen Platz“, sagte die Dame und räumte auf dem Stehtisch Tassen und Unterteller zusammen, die gedankenlose Menschen von der Latte-Macciato-Fraktion stehen gelassen hatten. „Mich störts nicht“, sagte ich, denn ich hatte Platz für meinen Teller Linsensuppe gefunden. Ihr Teller hatte schon vorher dort gestanden. Jetzt standen wir uns an diesem kalten Samstagmittag auf dem Lindener Markt gegenüber und löffelten Linsensuppe. Inmitten des Marktrubels war das beinah eine intime Situation. Ich musterte sie unauffällig. Sie war attraktiv, nicht zu jung und mir sympathisch genug, dass ich Lust auf ein Gespräch hatte.

„Die Suppe ist lecker!“, eröffnete sie, was ich sogleich bestätigte. „Linsen-Kürbis, und mit Curry abgeschmeckt!“, hatte der Suppenverkäufer die vegetarische Suppe angepriesen. „Wenn Sie den Klacks Sauerrahm weglassen, ist sie sogar vegan.“ „Das muss nicht sein, mit Sauerrahm bitte!“, hatte ich gesagt. Und ein dummer Mensch neben mir hatte eingeworfen: „Die andere Suppe ist auch vegetarisch, wenn das Schwein Vegetarier war.“ „Aber Schweine sind Allesfresser!“, hatte der Suppenverkäufer eingewandt. Ich hatte keine Lust verspürt, mich an dem törichten Gespräch zu beteiligen und war mit meiner Suppe zur Seite gegangen. In meiner Tischnachbarin sah ich für kurze Zeit eine Seelenverwandte und überlegte, wie ich das Gespräch weiter führen sollte. Mein Blick ruhte dabei auf dem Feinkost-Verkaufsstand, wo reges Treiben herrschte. Gerade hatte ich mich entschieden, etwas zu sagen, sah sie an und stutzte. Was um Himmels Willen hatte sie da auf dem Kopf?! Das ist ja schlimmer als hätte sie ein dickes schwarzes Haar auf der Nase, wie ich mal bei einem Bauern im Rheinland sah. Immerhin konnte er darauf verweisen, dass das Haar von selbst gewachsen war und jeder Gewaltakt, es zu kürzen oder entfernen wäre ein Vergehen wider die Natur. Ich fühlte mich getäuscht. Vegetarische Suppe essen, aber einen Pelzpuschel auf der Mütze herumzutragen, so einen wirren Kopf möchte ich ja lieber nicht haben. Und das in ihrem Alter. Eine Weile war ich versucht, sie auf den Pelzpuschel anzusprechen.

„Über das, was Sie da auf dem Kopf rumtragen, habe ich gestern geschrieben.“
„Ach ja, über meine Mütze?“
„Den Puschel. Das ist Marderhund, nehme ich an. Selbst geschlachtet oder bei lebendigem Leib gehäutet?“

Keine Chance, die Sache in gute Bahnen zu lenken. „Auf dem Markt wollte ich nicht arbeiten“, sagte sie. „Nicht um diese Jahreszeit“, sagte ich lahm, „und dann muss der Marktstand ja schon morgens um fünf aufgebaut werden.“ Sie schauderte unter ihrem Pelzpuschel. Ja, dachte ich, so ein Puschel wärmt nicht mal. Die Tiere sterben für nichts, Ihres nur, damit sie sich eine Jungmädchenexistenz vorgaukeln können. Ich hätte noch sagen können, dass ich über das Internet eine junge Frau kenne, die voller Begeisterung auf dem Markt arbeitet. Denn sie verkauft Produkte vom Biohof, packt gerne mit an und liebt den Kontakt mit den Kunden. Aber mir kam das verschwendet vor, und ich wusste nicht, ob eine Frau mit Pelzpuschel oben auf dem Kopf sowas überhaupt versteht.

Frauen rasieren sich die Beine. Nach Auskunft von Gynäkologen haben 90 Prozent der jungen Frauen keine Schambehaarung mehr. Alles verleugnet das Tierische an der menschlichen Existenz. Unten rum blank, aber Pelz vom Marderhund auf dem Kopf – seltsam.

Volontär Schmock plaudert über Schönheitspflege

„Ich kenne einen Schriftsteller, der, nachdem er sich Wochen hindurch vergeblich abgemüht hatte, einen geeigneten Stoff aufzutreiben, endlich auf den possierlichen Gedanken kam, eine Entdeckungsreise unter seine Bettstelle zu veranstalten. Das Ergebnis des waghalsigen und gefährlichen Unternehmens war jedoch, wie jedermann ihm, der es bewerkstelligte, zum voraus hätte sagen können, gleich Null.“
(Robert Walser, Das Zimmerstück)

schmocks-rundumblickGibt es eigentlich noch die Avon-Beraterin? Früher sah ich sie manchmal in der Werbung. Leibhaftig ist mir allerdings niemals eine Avon-Beraterin begegnet. Aber ich habe einmal eine aus der Ferne gesehen, wie sie im Begriff war, in ein Haus zu gehen. Bin extra schneller gegangen, um sie betrachten zu können. Doch als ich auf ihrer Höhe war, fiel gerade die Haustür hinter ihr ins Schloss.

In den Fernsehspots war zu sehen, wie es drinnen weiter ging. Freundliche Begrüßung durch die Dame des Hauses im Flur, gemeinsam ins Wohnzimmer hinüber, dort Kosmetikdemonstrationen am lebendigen Objekt. Vermutlich hat sich das Heer der Avon-Beraterinnen selbst überflüssig und somit arbeitslos gemacht. Dank ungezählter Hausbesuche durch die Avon-Beraterinnen stieg das bundesdeutsche Schminkniveau nach und nach auf internationale Höhe. Es kam aber auch von weit unten. In den 1960-er Jahren war das Schminken allgemein noch unüblich, ungelenk, schlecht gemalt, wie Malen nach Zahlen. Ein mit Make-Up bemaltes Gesicht und darunter stach weiß ein ungeschminkter Hals ab, diesen groben Schminkfehler haben die Avon-Beraterinnen den deutschen Frauen nachhaltig ausgetrieben.

Dafür ging Frau noch in den 5o-ern auf die Straße -

Dafür ging Frau noch in den 5o-ern auf die Straße – „Nein, niemals nie! Keine Schminke auf den Hals und unters Kinn! – Gif-Animation: JvdL

Wen ich auch schon lange nicht mehr gesehen habe, ist der Vorwerk-Mann. Das Wuppertaler Unternehmen Vorwerk setzt seit den 1930-er Jahren erfolgreich auf Direktvertrieb seiner Staubsauger. Es muss aber den Vorwerkmann noch geben. Der Vorwerk-Konzern schreibt fette schwarze Zahlen. Ein Vorwerkmann muss immer picobello sein. Dem Vorwerkmann als Hausfrauentröster hat Loriot mit einem wunderbaren Hoppenstedt-Sketch ein Denkmal gesetzt. „Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann“, ist inzwischen Volksgut. Wie oft es in der Entbindungsklinik auf die Frage „Junge oder Mädchen?“ heißt „Es ist ein Vorwerkmann!“, ist leider nicht bekannt. Ob der Vorwerkmann stets eine Pinzette zum Zupfen der Nasenhaare mit sich führen muss, weiß ich leider auch nicht. Bei den Managern von McDonalds gehörte diese Pinzette zur Grundausstattung. Das verlangte der McDonalds-Gründer Ray Kroc. So ein Manager bei McDonalds muss ja die Nase in alles stecken, und es wird gemeinhin als unappetitlich empfunden, wenn die Nasenhaare aus den Naslöchern wuchern.

Schon die alten Römer haben die Nasenhaare gezupft. Nach neusten Berichten ist das lebensgefährlich. Und die Römer wusstens nicht! Vermutlich ist mancher Centurio nicht in der Schlacht gefallen, sondern an einem gezupften Nasenhaar verröchelt. Man kennt ja die Inschriften entlang alter Römerstraßen:

„Es starb die ganze Heldenschar am ausgerupften Nasenhaar.“ und
„Der Held litt lang am bösen Schnupfen. Er fiel beim Nasenhaare zupfen.“

Vermutlich ist das Römische Reich daran untergegangen. Als nächstes Imperium ist McDonalds dran. Mir würde nichts fehlen.

Ein hübsches Sammelgebiet sind alberne Fiseurnamen. Einmal unterhielt ich mich mit einer Freundin über einen Friseurladen, der sich “Haarlekin” nennt. Sie sagte, es sei ja nur ein Wortwitz, so einer, der einem einfällt, wenn einem nichts einfällt. Und plötzlich ist da dieser winzige Fast-beinahe-nichts-Einfall, und alle am Tisch rufen: “Ja! Das ist es!“ Später dann, wenn sich alle von der gewaltigen Durchschlagskraft dieses Einfalls erholt haben, erweist er sich dann doch als ein lauer Name, denn es verbindet sich keine anregende Vorstellung damit. „Haarlekin“. Wird man vielleicht von einem Possenreißer rasiert und sieht nachher aus wie ein Horrorclown? Das wird aber Ärger geben beim Personalchef von Vorwerk.

Wider die doofen Pelzpuschel auf dem Kopf

pimmelmuetzeEin Naturgesetz unserer Moden: Je grotesker eine Erscheinung, desto hartnäckiger. Das war schon mit den unsäglichen Hüfthosen so. Nach jetzt gut 15 Jahren klingt diese visuelle Pest gerade ab. Nun ist es schon vier Jahre her, dass mich meine damalige Freundin auf die albernen Puschel aufmerksam machte, die manche Frauen auf den Mützen tragen, womit die alte Plümmelmütze wiederauferstanden ist. Doch die Plümmel waren aus Garn geformt. Obs ein Hörfehler war oder ein lokale Lautverschiebung? Meine Mutter nannte die Plümmelmütze ganz arglos „Pimmelmütze.“ Nennen wir die mit Fellpuschel auch Pimmelmütze, schon um sie von der Pudelmütze abzugrenzen. Gestern sah ich in der Mensa einige Pimmelmützen. Junge Frauen trugen sie auf dem Kopf umher. Es war nicht grad ein Pimmelmützentreffen, doch ich fragte mich, welchem Tier hierfür der Schwanz abgeschnitten worden war. Manchen reicht das nicht. Sie tragen auch Puschelbesatz an der Kapuze. Derweil ich in der Essensschlange anstand, querte eine Pelzbesetzte den Raum, zwängte sich vor meiner Nase durch und streifte mich mit ihrem Pelzkragen im Gesicht. Widerlich!

Für alle, die bepelzt herumlaufen und eventuell glauben, das Fell wäre Kunststoff. Ist es meistens nicht. Dafür wird einem Pelztier die Haut abgezogen. Aber das ist nur gerecht. Waschbären rücken in manchen deutschen Städten den Menschen gar unangenehm auf die Pelle. (Hallo Kassel!)  Da wirken die stolz daher getragenen Puschel und Krägen wie Drohungen: Seht her, das machen wir mit euren Kleinen! Wir schlachten sie auch für nichts, nur um einen disfunktionalen Puschel auf dem Kopf tragen zu können. Aber meistens stammt der Pelz ja gar nicht vom Waschbären, sondern der ähnliche, aber unschuldige Marderhund musste dran glauben.