Leckere Champignoncremesuppe mit Soziolinguistik

Kategorie MedienSich auf eine höfliche Frage einen kalten, abweisenden Blick einzufangen, beleidigte sein Rechtsempfinden. Dabei sah sie aus wie die zehn Jahre ältere Schwester seiner Exfreundin Tina, was ihr schon mal grundsätzlich seine Sympathie eingetragen hatte. Von so einer zurückgestoßen zu werden, war doppelt übel. Es hätte durch umsichtige Planung verhindert werden können. Er hatte nicht bedacht, dass dienstags Markt ist. Dann ist auch das Lokal überlaufen. Im hinteren Raum gibt es hinter einer Säule einen langen Tisch, an dem sechs Personen bequem sitzen können.

Er war von drei Frauen besetzt. Er fragte aus reiner Platznot, ob er sich hinzusetzen dürfe. Die am Kopfende hätte sagen können, dass noch eine Freundin erwartet werde. Das tat sie nicht, denn ein anderer Gedanke hatte sich störend in ihr Bewusstsein geschoben, dass man keinen Zuhörer würde haben wollen, der vielleicht albern finden könnte, was man zu reden beabsichtigt. Vermutlich waren ihre Bedenken nicht ausformuliert, blockierten aber trotzdem oder genau deshalb ihr Sprachzentrum. So starrte Tinas Schwester den Frager nur starr an. Ihm blieb keine Wahl, diesen Akt der Unhöflichkeit zu ignorieren. Er hielt genügend Abstand und setzte sich einfach, aber der unerquicklichen Vorgang zog ihm einiges an Energie ab. Da war er froh, als Alexa, die junge Serviererin, ihm die köstliche Champignoncremesuppe brachte mit den Worten: „Ach, hier sind Sie! Ich habe Sie zuerst gar nicht gefunden.“ Es schwang darin „Dass Sie es wagen, sich mitten in den Hühnerhof zu setzen, hätte ich nicht gedacht.“ „Hm!“, sagte er und meinte „das kostet mich mehr Energie als ich mir mit der Suppe an Energie zuführen kann.“ Weiterlesen

Nikolaus, Hans Muff und wie der dicke Kalckmann meinen Glauben niederrang

flashbackMeine Großmutter Katharina hatte am 25. November Namenstag. Den feierte sie stets an einem Samstag im Dezember, und zwar im „guten Zimmer“ zur Straße hin, das nur für besondere Anlässe genutzt wurde. Da war kaum Platz genug für die Großfamilie, – Onkel, Tanten, Vettern und Kusinen. Doch diese drangvolle Enge hatte etwas ungemein Behütendes. Einmal fiel die Namenstagsfeier genau auf den 6. Dezember. Man saß bei Kaffee und Kuchen, später bei Heringssalat, Kartoffelsalat und Schnittchen, es wurde geschmaust und getrunken. Die Luft war voller Zigarrenrauch, Essensdüfte und dem Dunst von Körnchen. Das Stimmengewirr, ein einziger Chor des sozialen Geräuschs. Hatte einer eine gute Geschichte erzählt, dann hieben meine Onkel lachend ihre schweren Männerhände auf den weiß gedeckten Tisch, dass die Schnapsgläschen hüpften. Nur Großvater saß völlig unbeteiligt in seinem Lehnstuhl in der Ecke und trug zur fröhlichen Stimmung den Zigarrenrauch bei.

Mit einem Mal sagt meine Großmutter, sie müsse jetzt die Fensterläden schließen und geht hinaus auf die Straße. Alle verstummen, und in der plötzlichen Stille ist zu hören, wie meine Großmutter mit gespieltem Erstaunen ruft: “Guten Abend, Herr Nikolaus!“ Und schon bringt sie einen späten Besucher ins gute Zimmer. Der Nikolaus trägt einen mächtigen weißen Bart über dem Bischofsgewand, hält ein großes Buch mit Goldschnitt unterm Arm und eine Rute in der weiß behandschuhten Rechten. Das gebietet Respekt. Da hilft es nichts, dass die Mitra auf seinem Kopf verdächtig einem Kaffeewärmer ähnelt. Wir Kinder erstarren, allerdings nicht seinetwegen. Zu seinen Stiefeln kriechend drängt sich ein kohlschwarzer Unhold ins Zimmer, ein Wesen in Ketten, gleich einem Höllenhund. Hans Muff faucht wüst in die Runde, und es wäre gewiss um mein klopfendes Herz geschehen, spräche St. Nikolaus nicht ein Machtwort, das da lautet: “Still, Hans Muff!“ Da kriecht der schwarze Unhold unter den Tisch, weshalb alle die Füße zurückziehen. Ein ums andere Kind wird vor den Nikolaus gezerrt und muss sich vor allen Ohren die guten und schlechten Taten anhören, die der Nikolaus aus dem Buche liest. Und bei jeder verlesenen Übeltat schießt Hans Muff kettenrasselnd unter dem Tisch hervor und grabscht nach zitternden Beinchen. „Hier steht, dass du deinen Teller nie leer essen willst“, sagt der Nikolaus mir streng, worauf sich der Hans Muff kaum noch beruhigen will. Da gelobe ich, auf immer alle meine Teller leer zu essen, und an dieses Versprechen bin ich jetzt mein Leben lang gebunden. Solche Erfahrungen brennen sich ein in eine Kinderseele. Das wirst du nicht mehr los. Der Katholik wird mit Angst und Drohungen fromm gemacht.

Zerbrochener Kindertraum - Foto: JvdL

Zerbrochener Kindertraum – Foto: JvdL

Mein Glauben an den kirchlichen Mummenschanz wurde ein Jahr später nachhaltig erschüttert. Der Kindergarten wurde von strengen Nonnen geführt. Natürlich bestellten auch sie den Nikolaus mit Hans Muff ein, von ihnen „Knecht Ruprecht“ genannt. Der heilige Mann kam und las unseren verstockten Sünderherzen die Leviten, immer attestiert vom schrecklichen Hans Muff. Nachdem die beiden gegangen waren, drängten wir uns alle an den Fenstern zum Garten und sahen den beiden froh hinterher, denn solche Herrschaften sieht man lieber von hinten. Am Törchen unten warteten einige Schuljungen. Der dicke Kalckmann war auch dabei. Als der Nikolaus sich ihnen näherte, begannen sie zu feixen. Da klirrte Hans Muff mit der Kette und sprang den dicken Kalckmann an. Es geschah das Ungeheuerliche. Der dicke Kalckmann lief nicht weg, sondern blieb einfach stehen, packte sich Hans Muff, nahm ihn in den Schwitzkasten und rang ihn zu Boden. Dabei zog er ihm auch seine schwarze Verkleidung auseinander, und zum Vorschein kam eine Mönchskutte. Da wusste ich, es ist alles nur Mummenschanz und das nährte den Verdacht, der ganze Glaube wäre Mummenschanz. Trotzdem bekam ich gestern ein Päckchen zum Nikolaus. Das brachte der DHL-Paketbote.

Blick in eine frostige Nacht

kategorie Mensch & NaturFrühes Aufstehen ist mir immer schwer gefallen. Doch seit ich es nicht mehr muss, werde ich meistens Punkt sechs Uhr wach und bin dann ausgeschlafen, dass mich nichts mehr im Bett hält. Vorgestern ging ich ungewöhnlich früh zu Bett und war um kurz vor vier Uhr hellwach. An Schlafen war nicht mehr zu denken. Bevor ich mich sinnlos herumwälzte, stand ich lieber auf. Während ich Kaffee machte, schaute ich aus dem Küchenfenster. Die Straßenlaternen kamen kaum gegen die umgebende Finsternis an, und auf alle geparkten Autos hatte sich über Nacht Raureif gelegt.

Ich trug meine Kaffeetasse ins Wohnzimmer, lehnte mich mit den Oberschenkeln an den Heizkörper unterm Fenster und schaute wieder hinaus. Leise wiegten sich die Gerippe der Bäume im Wind, und zwischen den kahlen Ästen blitzten die Scheinwerferlichter vom nahen Schnellweg. Unfassbar, wer da so früh schon unterwegs ist. Und ein jeder hat mitten in kalter Nacht sein warmes Bett verlassen müssen, und die morgendlichen Verrichtungen nach einem gewohnten Zeitplan abgespult, bevor er die Scheiben seines vereisten Autos freigekratzt hat. So auch irgendwo in Flandern Linde Merckpoel, Moderatorin der Morgensendung auf Studio Brüssel. Ihr Wecker klingelte kurz nach drei. Sie ist hier erwähnt, weil wir sie später kurz bei der Arbeit sehen werden. Zurück auf vier Uhr. Es ist kein Vergnügen, in ein eiskaltes Auto zu steigen. Doch wenn der Motor läuft, wird moderne Technik ziemlich rasch Raumluft und Sitze aufheizen. Schaudernd erinnerte ich mich an meinen alten Ford, den ich in den 1980-er Jahren fuhr. Wenn ich da in Winternacht eingestiegen war, kondensierte meine Atemluft und setzte sich innen an die Frontscheibe, von wo das Gebläse sie mir als Schnee ins Gesucht pustete.

kaltIch öffnete das Fenster und steckte die Nase raus. Augenblicklich fiel mir die Kälte auf die Füße, biss mich am ganzen Körper, und der frostige Westwind brachte die Dröhnung des frühen Autoverkehrs. In der Nachtkälte wirkt es besonders trostlos, all die Lichter der Autos vorbeihuschen zu sehen und sich für einen Augenblick die unausgeschlafenen Insassen vorzustellen, jeder, jede mit einem Plan im Kopf, und obwohl mit all den anderen unterwegs, doch in seinem Universum mutterseelenallein. Ich schließe das Fenster und fahre zuerst den Rechner hoch, der mit meinem Soundsystem verbunden ist. Den nutze ich meist, um übers Internet Musik zu hören. Dann packe ich mir den Klapprechner auf den Schoß und schreibe diesen Text. Zwischendurch gucke hinüber auf den anderen Bildschirm. Die Webcam zeigt Linde Merckpoel, seit sechs Uhr auf Sendung. Sie hat sich die verschlafenen Äugelchen sorgfältig geschminkt. Aber es ist rein äußerlich. Gerade sagt sie „Paint It Black“ von The Rolling Stones an.

Als die Stones fertig sind, kommt die Nachrichtensprecherin ins Studio. Sie ist in eine dicke Strickjacke eingepackt und hat sich zusätzlich einen grob gestrickten gelben Schal umgewickelt. Um diese frühe Stunde hat sie dunkle Augenringe groß wie Untertassen. Sie liest ihre Meldungen vor. Der Aufmacher ist die kalte Nacht und wie Obdachlose sie verbringen. Eingespielt wird eine Reportage über eine hilfsbereite Gruppe von Menschen, die mit einem Kleinbus in der Stadt rumfährt und Obdachlose aufsucht, um ihnen einen Schlafplatz, ersatzweise Decken, warme Jacken, Heißgetränke und Obst anzubieten. Man hört einen Helfer auf Niederländisch fragen: „Sind Sie gesund?“ und wie der Obdachlose das mit „Jaja!“ bestätigt. Informationen über die Anzahl der Obdachlosen und wie viele Schlafplätze man anbieten könne, runden den Beitrag. Dann ein bisschen Weltpolitik, bei der ich weghöre.
stern
Zum Abschluss trägt die Sprecherin folgende Meldung vor: Die kanadische Polizei habe angedroht, wer über die Weihnachtstage mit Trunkenheit am Steuer erwischt wird, verbringe die Nacht nicht nur in Polizeigewahrsam, er müsse auf dem Weg zur Zelle im Polizeiauto auch noch Musik der kanadischen Rockgruppe Nickelback hören. Ob das nicht ein Verstoß gegen Menschenrechte sei, würden sich welche fragen, fuhr sie fort, andere schlügen vor, den Alkoholsündern stattdessen Justin Biber vorzuspielen. Trotz der Augenringe muss sie beim Verlesen der Meldung grinsen. Am Nachsatz ist abzulesen, dass im Hintergrund schon wache Nachrichtenredakteure daran gearbeitet haben, die Meldung aufzuhübschen. Das mache ich jetzt auch. In Deutschland soll die Polizei ganz brutal Helene Fischers „Atemlos“ dudeln. Mich würd’s schrecken, aber ich habe ja gar kein Auto.

Über die zwei Richtungen einer Hand

kategorie Mensch & NaturKeine Hand dem Patienten! Mit einer ähnlich lautenden Empfehlung seiner Standesorganisation begründete letztens ein mir bis dato unbekannter Orthopäde, dass er mir den Handschlag verweigerte. Ich war so befremdet, dass ich beim Abschied nachfragte, weil ich nicht mehr wusste, ob er die Ärztekammer oder die Kassenärztliche Vereinigung als Quelle genannt hatte. „Ja, ja, lieber keine Hand geben“, wiederholte er. Gestern erzählte ich das meiner Hausärztin, nachdem sie mir wie gewohnt die Hand gereicht hatte. Sie sagte: „Die Hand des Arztes ist natürlich das perfekte Übertragungsmedium, aber nicht, wenn man sie regelmäßig desinfiziert.“

Sie hatte noch nichts von der Empfehlung gehört, würde sich auch nicht daran halten wollen, denn am Händedruck des Patienten könne sie einiges ablesen, sei er schwach oder fest, sei die Hand heiß oder kalt, feucht oder trocken. Für mich könnte die Hand meiner Ärztin ebenfalls ein nonverbales Kommunikationsmittel sein, aber erstens könnte ich sie nicht deuten und zweitens geht es mir primär um die vertrauliche Geste. Die Rollen sind in dieser Situation klar verteilt. Wenn ein Patient zum Arzt kommt, geht es um sein Befinden. Demgemäß fragte die Ärztin mich: „Wie geht’s Ihnen?“, aber ich fragte nicht zurück: „Und selbst?“ Derweil wir über mögliche Schmerzmittel gegen meinen Hexenschuss sprachen, stellte ich hingegen fest, dass sie diesmal einen überaus feschen Kittel trug, und es drängte mich, es ihr zu sagen, bevor ich ging. Dass ich wieder Lust hatte, meine attraktive Ärztin ein bisschen anzuflirten, sagte ebenfalls etwas über meine Befindlichkeit, dass ich nämlich auf dem Weg der Besserung bin. Ganz sicher hat sie das auch so verstanden, als sie sich fürs Kompliment bedankte. Es lag quasi auf der Hand.

Vergesslich

kategorie surrealer-AlltagMein lieber Herr Gesangsverein, bin ich manchmal in Gedanken! Ich stehe in der Bäckerei an der Ladentheke, kaufe mir Brötchen, bezahle und will hinaus, da ruft die Verkäuferin: „Ihr Wechselgeeeld!“
Es gab eine Zeit, da passierte mir derlei immer wieder. Eigentlich hätte ich damals eine Armbinde gebraucht, wie die Blinden eine haben. Doch statt der drei Punkte hätten drei Sätze darauf stehen müssen:

1. Bitte erinnern Sie mich an mein Wechselgeld!
2. Sagen Sie mir auch, was ich hier will!
3. Und was und wer bin ich?

Die Bäckerin läse meine Armbinde und würde sagen: „Bittschön, Herr Trithemius, Ihre Brötchen und Ihr Wechselgeld!“ Das wäre in jedem Fall ein schöner Satz. Schade, dass man heutzutage dafür eine Armbinde tragen müsste. Da stehen ja auch keine wohlgerundeten Bäckerinnen mehr hinter der Theke, sondern schmale Bäckereifachverkäuferinnen. Aber eigentlich will man ja Brot und und nicht gleich ein ganzes Bäckereifach kaufen, weshalb die Bäckereifachverkäuferin oft schon durch eine ausgemergelte 400-Euro-Hilfskraft vertreten wird, die manchmal vor der Tür steht und hastig raucht.

Gestern hatte ich mal wieder meine Gedanken nicht bei mir. Ich stand im Supermarkt in der Schlange und dachte mir den Text hier aus. Da schubste mir von hinten eine kleine alte Frau ihren Einkaufswagen in die Beine, eine kleine, hastige Frau, die nicht warten konnte. Ich sagte nichts, denn ich war an der Reihe. Zahlte dann in Ruhe meine Sachen, sagte Tschüss und wollte gehen. Da rief die Kassiererin: „Hallo, Ihre Sachen, die Sie bezahlt haben!“

Mist. Und die kleine hastige Frau lachte hämisch: „Hehehe!“

Vorsicht! Ganz dünnes Eis!“, dachte ich, „denn in meinem Text kann ich mich grausam rächen.“ Zu ihrem Glück hatte ich das draußen schon wieder vergessen.

Drei Versuche über Ärzte – alles frei erfunden

Beim Orthopäden
Es zwackte was an dem Gerüst, das lebenslang schon meines ist.
Der Arzt versteht’s mit einem Blick und lehnt zufrieden sich zurück.
„Sind Ihre Schmerzen noch so wild. Ich brauche erst ein Röntgenbild.
Und tut’s dann weiterhin so weh, dann machen wir ein MRT.“
„Ich finde beides nicht so toll und weiß nicht, wie das helfen soll.“
„Wer hat von helfen denn gesprochen? Ich will ein Bild von Ihren Knochen.
Drum steigen sie schon aus der Hose. Denn mein Geschäft ist Diagnose.
Was Sie so zwackt, ist wunderbar. Mir winkt ein fettes Honorar.“

Weiterlesen

Herr Trittenheim sagt ab

ichAls ich Mitte der 1970-er Jahre zu studieren begann und ungefähr aussah wie auf dem Automatenbild, war an der Aachener Hochschule zu meinem Bedauern das Fach Psychologie völlig in Händen der Behavioristen. Diesen Reiz-Reaktions-Adepten war der menschliche Geist eine Blackbox. Sie bildeten mit den Verhaltensmodifizierern vom Fachbereich Pädagogik einen üblen Haufen, mit dem ich instinktiv nichts zu tun haben wollte. Denn wenn man das Verhalten von Schülern gezielt modifizieren will, muss man die Skrupellosigkeit haben, junge Menschen ohne ihr Wissen zu manipulieren. Das entsprach aber überhaupt nicht meinen Vorstellungen von einer emanzipatorischen Erziehung. Zur Verhaltensmodifikation ist die sogenannte Unterrichtsmitschau fast unerlässlich. Um Schüler im Unterricht beobachten zu können, hatte der Fachbereich Pädagogik ein komplett eingerichtetes Fernsehstudio mit Regie- und Schnittraum. Neben den festen Kameras im Studio gab es auch transportable Videokameras, zu einer Zeit, als die Videotechnik kaum verbreitet war. Etwa im Jahr 1977 fassten einige Kunststudenten, eine -studentin und ich den Entschluss, das Fernsehstudio und seine Geräte für etwas Anständiges zu nutzen, nämlich ein künstlerisches Video zu drehen. Es wurde daraus ein satirisches TV-Magazin. In einem Beitrag spiele ich mit, für zwei andere habe ich das Skript geschrieben.

Dieser Video ist kürzlich digitalisiert worden und soll zusammen mit anderen historischen Aufnahmen am 26. November in der Aachener Kultureinrichtung „Raststätte“ gezeigt werden. Natürlich hatte ich geplant, dabei zu sein. Denn wenn das Video wirklich 1977 entstanden ist, habe ich es 39 Jahre nicht gesehen, und von den Akteuren habe ich nur noch mit meinem Freund Nebenmann Kontakt, die anderen ebenso über 30 Jahre nicht getroffen. Ich war gespannt, was da noch an Wiedererkennen sein würde.

handschriftlicher Skriptentwurf (Auszug)

handschriftlicher Skriptentwurf (Auszug)

Textentwurf JvdL- zum Lesen bitte klicken

Textentwurf JvdL- zum Lesen bitte klicken

Zu meinem großen Bedauern musste ich meine Aachenfahrt absagen, denn wie bereits mitgeteilt, habe ich Rückenprobleme und wage die Fahrt nicht, vor allem nicht, mit Gepäck zu hantieren, weil ich noch recht unbeweglich bin und einen Rückfall befürchte. Eventuell gibt es das Video demnächst bei YouTube zu sehen, also nicht das vom Rückfall, sondern „Kurzschluss“ mit dem schrägen Humor der 1970er Jahre. Die beiden im Bild zu sehenden Manuskripte habe ich eben im Papierarchiv gefunden. Wenn ich mich recht erinnere, haben wir den absurden Text im TV-Studio aufgenommen, und einer, den ich so gerne wiedergetroffen hätte, hat es gesprochen. Schadeschade – ich weine.