Die Welt ist Hammer und du bist Amboss

Grafik: JvdL

arum sollte ein Ufo nicht die Form eines Containers haben? Was wissen wir schon darüber. Jedenfalls zieht ein Container unter den sich ballenden Kumuluswolken dahin und kreist über der fernen Stadt. Mal blitzt er silbrig im Sonnenlicht, mal verschmilzt er mit dem Schatten einer Wolke, verschwindet und taucht wieder auf. Die Sicht ist gut, am südöstlichen Horizont erhebt sich blaugrau die Eifel, doch die Stadt selbst ist nicht zu sehen. Sie liegt ja in einem Kessel, und ich schaue von der deutsch-niederländischen Grenze vergeblich nach ihren Türmen aus. Eigentlich sollte man sich nicht dauernd umsehen, wenn man vorwärts will. Das gilt beim Radfahren wie im Leben überhaupt, denn man neigt in die Richtung zu lenken, in die man schaut. Außerdem ist das hier keine gute Gegend, und ich bin fremd. Da gilt es vorauszuschauen. Doch jetzt führt die Straße eine Weile an der Grenze entlang. So kann ich während des Fahrens sehen, dass der außerirdische Container gerade den Lousberg überfliegt. Das gibt mir einen Größenvergleich. Demnach wäre der Container etwa 75 Meter lang. Das ist nicht viel für ein außerirdisches Flugobjekt. Es ist damit nicht länger als ein modernes Uboot.
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Das Familiengeheimnis – Die Wahrheit über die Familie Oberberg

Ich verrate das Familiengeheimnis jetzt, ohne Rücksicht auf den Rest meiner weitverzweigten Familie, auch wenn meine Verwandten alles ableugnen, sogar alles als erfunden abtun werden. Das gehört natürlich dazu, ist quasi ein tragendes Element der Lügengebäude, die in meiner Familie errichtet sind. Also: Meine Mutter ist eine geborene Oberberg. Unter den Oberbergs kursiert in der Familie ein Hochstapler- und Schwindler-Gen. Damit meine ich nicht die bei Menschen übliche Flunkerei, sondern schon eine pathologische Sucht, falsche Tatsachen vorzuspiegeln. Mein Onkel Johannes beispielsweise behauptet, in unserer Ahnenreihe habe es einen Oberberg gegeben, der Kämmerer beim Sachsenkönig August gewesen sei. Da auch bei Onkel Johannes das Schwindler-Gen nachweislich wirksam ist, glaube ich die Geschichte nicht. Vermutlich war dieser Oberberg bei August nicht Finanzminister, sondern hat nur die Nachttöpfe geputzt. Weiterlesen

Speed Dating, Teil 3

Speed Dating Teil 1

    O Gott, welch ein Stress! Andere Frau, und wieder der gleiche Schmarrn. Und das Schlimmste, diese gefällt mir, gefällt mir sogar sehr mit ihren glatten grauen Haaren, dem Bob mit Männerfanglocken und den klugen Augen. Und wie sie die Lesebrille zwischen den Fingern baumeln lässt, nachdem sie die Karte studiert hat. Hätte dieses aparte Weib mal bei mir geklingelt. Aber hier in dieser Situation werde ich es gewiss versieben.

„Hallo, ich bin Franz, und wer sind Sie?“

„Gina.“

    Upps! Beinah das Bierglas umgekippt.

„Gina? Das ist beinah hübsch.“

„Beinah hübsch? Haben Sie je gehört oder gelesen, wie ein Mann einer Frau sagt, ihr Name sei beinah hübsch?“

„Gina ist eben nur eine Kurzform, irgendwie rausgeschnitten aus dem eigentlichen Namen. Und in Ihrem Fall sind vorne zwei Buchstaben abgehackt, nämlich Re. Das ist bekanntlich der ägyptische Sonnengott. Sein Name durfte bei Nacht niemals ausgesprochen werden. Vielleicht haben Ihre Eltern das Re der Bequemlichkeit wegen gestrichen, denn es wäre doch lästig, Sie tagsüber Regina zu rufen, nachts aber Gina.“

„Glauben Sie, meine Eltern hätten sich gesagt, ach, wir nennen das Kindlein Gina, damit wir es in tiefer Nacht aus dem Bett rufen können? Was unterstehen Sie sich, meine guten Eltern zu beleidigen?“

„Wenn kleine Kinder einen Alptraum haben, dann schrecken sie hoch und rufen, so dass die Eltern mitten aus den süßesten Träumen gerissen werden. So wäre es nur ausgleichende Gerechtigkeit, wenn die Eltern es umgekehrt auch machen dürften.“

„Eine solche Barbarei nennen Sie Gerechtigkeit? Ich habe den Eindruck, dass Sie die Sache immer schlimmer machen. Ihre Antwort ging daneben. Sie hätten sagen können: ‚Gina, bitte verzeihen Sie mir. Als ich Ihren hübschen Namen hörte, stieß ich versehentlich an unseren Tisch, und beinah wäre mein Bierglas umgefallen. Dabei ist mir dummerweise das ‚beinah’ in den Satz gerutscht. Eigentlich wäre es aber überaus schade gewesen, wenn ich meine Gesprächspartnerin mit Bier übergossen hätte. Und ‚überaus’ müsste in den Satz hinein, nicht ‚beinah’. ‚Der Name Gina ist überaus hübsch.’ Das hätten Sie sagen können.“

„Ich …“

„Stattdessen rufen Sie den altägyptischen Sonnengott zur Hilfe, dessen Name bei Nacht niemals genannt werden darf. Schauen Sie doch mal zum Fenster hinaus, da IST finstre Nacht. Nun haben Sie es an Ehrfurcht fehlen lassen, ein Tabu gebrochen, die Majestät dieses Gottes geschmäht, wodurch Sie gegebenenfalls der göttlichen Bestrafung anheim fallen.“

„Wohl kaum! Wenn ich Sie anschaue, ist es taghell. Ihre Schönheit überstrahlt alles. Und überhaupt, wieso kennen Sie sich in ägyptischer Mythologie aus? Zufällig habe ich am Nebentisch mitgehört, wie Sie meinem Vorgänger gesagt haben, Sie wären Professorin für Visuelle Kommunikation.“

„An eine solche Aussage kann ich mich nicht erinnern. Ich bin Ethnologin und nie etwas anderes gewesen.“

„Als Kind schon.“

„Und übrigens, Ihre Spekulationen über meinen Namen sind eitle und ungeschickte Wissenschaft. ‚Regina’ ist Latein und bedeutet ‚Königin’. Gina ist demnach eine Prinzessin. Das ist Ihr Glück, Franz. Sie genießen meinen Schutz, sonst hätten Sie soeben den Zorn des Sonnengottes auf sich gezogen, und er würde Sie rachsüchtig verfolgen von hier bis in die Steinzeit und zurück. Ihre Ausflüchte sind nämlich nur Wortgeklingel. ‚Ich habe mich leider versprochen’, hätte zwar auch nicht geholfen, aber es wäre kürzer gewesen, und wir hätten das Thema wechseln können. Ich fürchte, unsere Zeit ist gleich um, und ich muss gehen.“

„Ich hatte mich sowieso schon über Ihre Anwesenheit beim Speed-Dating gewundert.“

„Warum?“

„Ich dachte, dass eine aparte, überaus kluge Frau wie Sie es nicht nötig hat. Aber wenn Sie Ethnologin sind, dann ist das für Sie eine Sorte Feldforschung, oder?“

    Beim alten Knigge gelesen: ‚Sag einer schönen Frau, dass sie klug ist und einer klugen, dass sie schön ist.‘ Zur Sicherheit beides, hehe. Himmel! Jetzt legt sie ihre Hand auf meine und dieses Lächeln! Ich bin hin und weg. Meine Ataraxie schiebt sich verstohlen zur Tür, um sich polnisch zu verabschieden.

„Sie hätten das auch nicht nötig, Franz. Eigentlich sollten Sie zu Hause sitzen und warten, bis das Glück bei Ihnen klingelt. Wu wei, verstehen Sie?“

„Ja, ein daoistisches Prinzip. Aber ich wohne auf der 5. Etage.“

„Was soll’s? Die Klingel ist unten.“

Speed Dating, Teil 2

„Ich heiße Johanna und bin Cellistin im Rundfunkorchester des NDR. Was machst du beruflich, Franz?“
„Ich bin wissenschaftlicher Autor.“
„Cool! Ich kannte noch nie einen Schreiberling.“
„Ich auch nicht. Wer will schon einen Schreiberling kennen?“
„Was ist schlimm an einem Schreiberling?“
„Ich sage ja auch nicht über dich, du wärst Musikantin. Die von der Straße wie einst die Kelly-Family, das sind Musikanten. Und Boulevardjournalisten wie die Schmocks von der Bildzeitung sind Schreiberlinge.
„Oh! Tut mir leid, ‚Schreiberling‘ hatte ich freundlich gemeint.“
„Schreiberling“ ist leider abwertend. Überhaupt sind die meisten Wörter mit dem Suffix -ling abwertend.“
„Ach ja? Das ist mir neu.“
„Feigling, Finsterling …“
„Und was ist mit Liebling, Säugling, Schützling?“
„Fiesling, Fremdling, Günstling, Häftling.“
„Jüngling, Sprössling, Winzling, Lehrling, Sperling?“
„Lüstling, Naivling, Primitivling, Schönling, Schwächling, Sträfling.“
„Beinling, Bratling, Bückling, Däumling, Steckling, Täufling, Zögling?“
„Weichling, Wüstling, Eindringling, Emporkömmling, Frechling, Mischling, Rohling, Schädling, Sonderling, Schreiberling.“
„Du machst mich schwindling! Fäustling, Fingerling, Findling, Frischling, Frühling, Häuptling, Keimling, Pfifferling, Riesling… äh … mir fällt kein Positiv-Beispiel mehr ein.“
„Mir keine negativen mehr.“
„Das wäre schon mal eine Übereinstimmling. Ach Herrjeh, ich bin ganz verwirrt! Ein Glück, dass uns der Gong gleich erlöst. Was schreibst du eigentlich, Franz?“
„Sachthemen.“
„Beispielsweise?“
„Über die Gaumenform der alten Inkas und wie sie das Wort Rasierpinsel ausgesprochen hätten, wenn sie es gekannt hätten.“
„Uff!“
„War nur Spaß, hehe.“

Fortsetzung

Speed-Dating, Teil 1

„Du kannst Lisette nicht ewig nachtrauern.“
„Mach ich ja gar nicht. Langsam kommt meine Ataraxie zurück.“
„Ataraxie?“
„Die Seelenruhe.Warum sollte ich sie für eine neue Frau aufs Spiel setzen? Ich kenne die ja nicht mal, hehe.“
„Allmählich wirst du kauzig. Du bist doch gerade erst 55 und viel zu jung für ein Leben als Einsiedler. Und du kannst nicht erwarten, dass eines Tages eine passende Frau bei dir klingelt, sich bis zur fünften Etage hinauf quält, um dich kennenzulernen.“
„Warum nicht?“
„Weil man dem Schicksal schon mal auf die Sprünge helfen muss.“
„Sagst du.“
„Ja, sage ich als deine Schwester. Weil ich mir Sorgen mache. Und deshalb habe ich dich zum Speed-Dating angemeldet.“
„Speed-Dating. Schon vom Wort kriege ich Herpes. Speed-Dating gehört für mich zur Prollkultur wie Essen vom Bringdienst und das „Manni“-Schild hinter der Windschutzscheibe eines LKW. Und das Geschehen erst. Da sitzen langweilige Menschen, krampfhaft darauf bedacht, ihre Einsamkeit zu verbergen und reden Blabla. Ich heiße Franz und du? Blablabla. Wohnst du auch in Münster? Blablabla. Warum bist du beim Speed-Dating? Blablabla.“
„Ist dir aufgefallen, dass nur die Antworten bei dir aus Blablabla bestehen? Man muss sich schon für sein Gegenüber interessieren.“
„Ich muss mich überhaupt nicht für wildfremde Frauen interessieren.“
„Du sollst sie ja auch kennenlernen.“
„Nervensäge!“
„Lieber Franz, bitte tu mir den Gefallen und geh da hin!“

„Ich heiße Franz und du?“
„Ich bin die Gundula.“

„Du schreckst zurück. Gefällt dir mein Name nicht?“
„Doch! Gundula. Warum nicht? Aber ‚Ich bin die Gundula‘ verstößt gegen mein Sprachgefühl.“
„Warum?“
„Das willst du nicht wissen.“
„Doch! Sags mir!“
„Aber nicht, dass es nachher Beschwerden gibt“
„Ich beschwere mich nicht. Wir müssen die Zeit ja irgendwie rumkriegen.“
„Also: Die Konkreta des deutschen Substantivs haben zwei Untergruppen: Name und Klassenbezeichnung. Klassenbezeichnungen wie: Frau, Bömmelmütze, Marderhund, Pelztierfarm können mit einem Artikel versehen werden. Personennamen jedoch bezeichnen Einzelwesen und keine Klasse von Wesen. Deshalb benötigen sie keinen Artikel. Es ist irreführend, wenn eine Frau sich vorstellt: „Ich bin die Sandra.“ Gehört sie also einer Klasse der Sandras an? Was kennzeichnet diese Klasse? Sind alle Sandras blond, aufgebrezelt und arbeiten in einem Fingernagelstudio?“
„Klingt, als hättest du heute Morgen den Duden gefrühstückt.“
„Besser als einen Clown.“
„Aber du bist schon ein komischer Kauz, gell?“
„Sagt meine Schwester auch. Ihretwegen bin ich überhaupt hier. Wenn sie mich nicht so gedrängt hätte …“

    Es gongt.

„Unsere Zeit ist um, Franz. Machs gut. Und vielen Dank an deine Schwester für die spezielle Erfahrung.“
„Hast du Lust, dass wir uns wiedersehen? Ich soll das fragen, hat sie mir aufgetragen.“
„Sag ihr einen schönen Gruß, bevor ich mich mit dir treffe, lackiere ich mir lieber mal in Ruhe die Fußnägel.“

Fortsetzung

Herr Kaspar missbilligt

Eine Freundin war zu Besuch, meine Freundin, wie ich dachte. Am Abend gingen wir aus. In der Stadt wurde gefeiert. Auf dem Marktplatz waren Tischreihen mit langen Bänken aufgestellt. Ich sah Herrn Kaspar mit Gattin auf einer Bank Platz nehmen. Herr Kaspar grüßte huldvoll, als er mich sah. Er winkte uns nicht heran, aber vermutlich erwartete er, dass wir uns zu ihnen setzten. Mir schien das verdrießlich, aber ich wagte nicht, Herrn Kaspar zu enttäuschen, bugsierte die Freundin in die Bank und stellt sie vor.

Es dauerte nicht lange, da wurde die Tischreihe vor uns von zwei Bischöfen besetzt, die als Matrosen verkleidet waren. Sie wandten dem Markt den Rücken zu, so dass sie zu uns herüberschauen konnten. Natürlich fand die Freundin die Gesellschaft von Herrn Kaspar und Gemahlin langweilig. Sie nutzte einen Augenblick meiner Unaufmerksamkeit und wechselte zu den Bischöfen hinüber. Wie das flatterhafte Weib das angestellt hatte, ohne sich an mir vorbei zu zwängen, war mir ein Rätsel. Ich rückte zu Herrn und Frau Kaspar auf und musste mit ansehen, wie die Bischöfe, ihre Matrosenverkleidung ausnutzend, sich gegenüber der Freundin allerlei lose Gesten und Reden erlaubten. Es schien ihr zu gefallen, denn sie lachte aufreizend und amüsierte sich prächtig. Das vor meine Augen zu veranstalten, fand ich nicht nett. Warum musste sie mich so brüskieren? Ohne es zu wollen, beobachtete ich das enthemmte Juckjacken. In mir keimte Eifersucht. Anders als seine Gattin, die dem Geschehen den Rücken zuwandte, konnte auch Herr Kaspar alles mitansehen. Er sagte missbilligend: „Dass Sie aber auch immer so lose Frauenzimmer anschleppen müssen. Wieder eine Schauspielerin?“
„Nein, sie steht gemeinhin auf dem Rummel in der Schießbude und lädt die Gewehre“, sagte ich nicht ohne Stolz, denn sie war augenscheinlich die Schönste von allen.

Es kam der Moment ihrer Abreise. Ihr Zug würde bald fahren, und sie musste noch in meine Wohnung, um ihren Koffer zu holen. Ich blieb stur neben Herrn Kaspar sitzen. Sollte sie alleine gehen. Ich musste ja nicht wegfahren. Erst spät fiel mir ein, dass sie mir ihren Schlüssel zurückgegeben hatte. Wohl oder übel musste ich ihr folgen. Zu Herrn Kaspar sagte ich: „Sollte ich die junge Frau verpassen und sie zurückkommen, sagen Sie ihr bitte, sie möge hier bei ihnen warten. Ich komme wieder.“ Als ich ging, feixten die Bischöfe. Die sollten sich was schämen.

Anstiftung zum Zweifel

Ich wünschte, die Orthographie wäre vom Himmel gefallen. Oder irgendein Moses wäre vom Berg Sinai herabgestiegen und hätte orthographische Gesetzestafeln herangeschleppt, worauf Gott mit roter Kreide allerlei Fehler angestrichen hatte. Moses hätte sieben Jahre auf dem Berg Sinai gesessen und mit einem putzigen Meißel und desgleichen Hämmerchen die ehernen Gesetze der Rechtschreibung in die Gesetzestafeln geschlagen, und am Ende hätte Gott einen flüchtigen Blick drauf geworfen und dann mit roter Kreide darüber gesaut.

Jeder vernünftige Mensch wird einsehen, dass es so nicht gewesen sein kann, auch anders nicht. Wäre es so oder ähnlich gewesen, hätte Gott ebensogut für die Korrektur Sprühlack statt Kreide nehmen können, oder Edding oder Tipp-Ex flüssig. Jede Festlegung auf ein Verfahren ist eine blasphemische Verleugnung von Gottes Allmacht.

Als erklärter Heide kann ich Gottes Allmacht leugnen und sagen, dass mir die Tipp-Ex-Variante am besten gefällt. Wie Moses die ehernen orthographischen Gesetzestafeln den Berg herunter schleppt, sind sie übersät mit weißen Tipp-Ex-Flecken.

Leider muss ich vor den Kindern tun, als wäre es so oder ähnlich gewesen. Da ihr Glaube daran und die Einhaltung der Gesetze für eine erfolgreiche Schullaufbahn unerlässlich sind, weil ihr Lebensweg davon abhängt, fügen sie sich und wagen nicht zu zweifeln. Denn wer zweifelt, bekommt zur Strafe ein Scheißleben und muss bei RTL II  den  Deppen machen.

Dabei ist doch alles Menschenwerk. Die ganze Wissenschaft ist Menschenwerk. Irgendwo hat irgendeiner einen Pflock eingeschlagen und bestimmt: „Ab hier teile ich die Erscheinungen der Welt, benenne und vermesse sie. Zwar hat jede Wissenschaft ihren eigenen Pflock, aber auf der Metaebene menschlicher Erkenntnis geht alle Wissenschaft von nur einem Pflock aus. Zieht man den heraus, ergibt eins plus eins nicht mehr zwei, sondern irgendeine andere Zahl. Einige Äpfel fallen vom Baum, einige kreisen um den Erdball, und einige steigen in den Himmel auf.