Nachrichten aus der Ferne

In der Zeit vor Internet und Mobilfunk war Fernkommunikation abseits von Briefpost nur eingeschränkt möglich. Als Kind konnte ich über Wiesen hin das 200 Meter weiter weg liegende Haus eines Freundes sehen. Wir verabredeten eine Uhrzeit am Abend und sandten uns Lichtzeichen mit der Taschenlampe. Faszinierend fand ich auch, dass ich mal einen Luftballon mit angehängter Adresse gefunden habe. Die Anschrift war leider unleserlich, weil das Kärtchen zu lange im Regen gelegen hatte. Ausgefeilter war die Fernkommunikation meines ältesten Sohnes. Mit 16 wurde er Funkamateur, wozu er eine Prüfung bei der Post ablegen musste, die damals noch das Fernmeldemonopol hatte. Über eine 20 Meter hohe Antenne in unserem Garten funkte er nächtens um den Erdball. War ein Kontakt zustande gekommen mit einem Funkamateur am anderen Ende der Welt, sandten sie sich gegenseitig eine sogenannte QSL-Karte, mit der der Kontakt bestätigt wurde.


Die Zugriffe aus anderen Ländern sind auch hübsch.

Was mich weiterhin fasziniert, sind die Länderangaben in der WordPress-Statistik. Seit dem 15.08. verzeichnet meine Statistik „Sonderverwaltungszone Hongkong.“ Auf irgendeinem Bildschirm, Computer, Tablet oder Smartphone erscheint mitten in Hongkong das Teestübchen. Ist doch irre. Schade, dass es keine QSL-Karte dafür gibt.

19 Kommentare zu “Nachrichten aus der Ferne

  1. Die Zugriffe aus den USA könnte ich gewesen sein.
    Bei meinem letzten Blog war ja Kinder Teil des Namens. Die Zugriffe waren häufig erschreckend. Ich denke, die Besuche waren sehr enttäuschend. Ich hatte auch verschlüsselte Zugriffe.

    Gefällt 1 Person

      • Nein, das war ich dann nicht….
        Ja, für mich war der Blick auf die Zugriffe häufig unangenehm. Ich war mir damals nicht bewusst, wie wichtig der Blogname ist. Und ich habe gelernt, dass man auch innerhalb Europas verschlüsseln kann. Ein ungutes Gefühl war häufig dabei.

        Gefällt mir

  2. Ich habe auch einmal die Prüfung gemacht und um die Welt gefunkt. Mit einem Kumpel, der im bolivianischen Jungel in einem Krankrnhaus arbeitete. Ich habe dann aber auch wieder schnell das Interesse verloren. Die Unterhaltungen beim Amateurfunk sind schon sehr speziell. QSL Karten hatte ich auch einige. Auch von Radiostationen aus der ganzen Welt.

    Gefällt 1 Person

  3. Im Mai hattest du mal Zugriffe aus NL – das war ich 🙂
    Kennst du Postcrossing? die Adresse eines anderen wird online zugelost und man sendet eine Postkarte dahin. Hab ich ne zeitlang gemacht, sehr witzig und interessant, und kein Kettenbrief 🙂
    Schönen Tag dir, lieber Jules!

    Gefällt 1 Person

  4. Ich weiß, dass einer meiner Leser in Deutschland ist und die anderen Leser Google-Angestellte hirnlose Softwareprogramme auf der ganzen Welt sind. Globalisierung halt.
    Ist natürlich Quatsch. Weil die meisten Leser sich für meine Anmerkungen zum Karnevalslied der Westfalen interessieren. Und der Rest unkommentiert bleibt. Verdammich! Davertnickel zu sein ist wie ein Muttermal, man wird es nicht ohne Narben los. Und hat es meinem Leben geschadet? Nö. Genützt? Nö. Sonstwas? Lmaa, aber so was von. Die Statistiken von wordpress nehme ich zur Kentniss, aber entsprechend der DSGVO ist es mir auch egal,

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.