Nachrichten aus der Ferne

In der Zeit vor Internet und Mobilfunk war Fernkommunikation abseits von Briefpost nur eingeschränkt möglich. Als Kind konnte ich über Wiesen hin das 200 Meter weiter weg liegende Haus eines Freundes sehen. Wir verabredeten eine Uhrzeit am Abend und sandten uns Lichtzeichen mit der Taschenlampe. Faszinierend fand ich auch, dass ich mal einen Luftballon mit angehängter Adresse gefunden habe. Die Anschrift war leider unleserlich, weil das Kärtchen zu lange im Regen gelegen hatte. Ausgefeilter war die Fernkommunikation meines ältesten Sohnes. Mit 16 wurde er Funkamateur, wozu er eine Prüfung bei der Post ablegen musste, die damals noch das Fernmeldemonopol hatte. Über eine 20 Meter hohe Antenne in unserem Garten funkte er nächtens um den Erdball. War ein Kontakt zustande gekommen mit einem Funkamateur am anderen Ende der Welt, sandten sie sich gegenseitig eine sogenannte QSL-Karte, mit der der Kontakt bestätigt wurde.


Die Zugriffe aus anderen Ländern sind auch hübsch.

Was mich weiterhin fasziniert, sind die Länderangaben in der WordPress-Statistik. Seit dem 15.08. verzeichnet meine Statistik „Sonderverwaltungszone Hongkong.“ Auf irgendeinem Bildschirm, Computer, Tablet oder Smartphone erscheint mitten in Hongkong das Teestübchen. Ist doch irre. Schade, dass es keine QSL-Karte dafür gibt.

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