Zur Erinnerung an Eugene Faust

Manchmal versendet mein Smartphone von mir unbeabsichtigt eine leere Mail. Es ist nicht weiter tragisch. Tragisch war, dass mein Smartphone im September 2013 meine todkranke Blogfreundin Eugene Faust angerufen hat, obwohl ich jemand anderes sprechen wollte. Ich war so überrascht, als sie abnahm, dass ich nichts weiter tat als mich für die Störung zu entschuldigen. Kurze Zeit später war sie tot. Dass unser letztes Gespräch so verunglückt ist, lastet mir noch immer auf der Seele.

Heute vor vier Jahren starb diese wunderbare Frau, und wäre nicht meine Fehlleistung vor ihrem Tod, wäre ich glücklich, dass ich mich ihr Freund habe nennen können. Bald nachdem ich mit dem Teppichhaus Trithemius von der Plattform Blog.de zu twoday.net umgezogen war, im Juni 2010, lernte ich Eugene Faust kennen. Sie kommentierte freundlich und zurückhaltend, und es hat eine Weile gedauert, bis ich mich auch auf ihrem Blog umgesehen habe und mehr über sie erfuhr.

Eugene Faust war als junge Frau an Multiple Sklerose erkrankt, hatte spät ein Studium der Psychologie aufgenommen und mit Diplom abgeschlossen. Ihre Diplomarbeit ist eine Fallstudie von Frauen, die in Swingerclubs verkehren, nachzulesen hier. Sie muss auf dem Campus eine auffällige Erscheinung gewesen sein, weil sie sich damals bereits mit Rollator fortbewegte. Als sie 2006 zu bloggen begann, saß sie schon im Rollstuhl. Es ist ein besonderer Effekt des Internets, dass in ihm derlei Beeinträchtigungen keine Bedeutung haben. In der Twoday.net-Blog-Communtity bezauberte sie durch ihre kluge, liebenswürdige Art und ihren Witz. Legendär ihre Gif-Animation vom Skifahrer im Treppenhaus. Als eine Mittlerin, ein Medium im Wortsinne, verstand sie es, den Kontakt zu vielen Menschen zu knüpfen und im großen kalten Internet mit ihrem Blog ein belebendes, wärmendes Herdfeuer zu bieten, an dem man sich gern zu gemeinsamen Aktionen versammelte. Eugenie Faust konnte zwischen den Zeilen lesen, hinter den Äußerungen in unpersönlicher technischer Schrift den Menschen sehen. Sie sah das Gute in ihrem digitalen Gegenüber und spiegelte es. Milde betrachtete sie die Schwächen, wusste aber auch zu tadeln ohne zu verletzen, wenn jemand sich nicht an die ungeschriebenen Gesetze des pfleglichen Umgangs hielt.

Mir war sie, wenn wir telefonierten, über Jahre eine aufmerksame Zuhörerin und kluge Ratgeberin, immer einfühlsam und voller Verständnis für die Wirrnisse in meinem Liebes- und Seelenleben. Einmal habe ich diese zauberische Frau in ihrer Wohnung im Hamburger Schanzenviertel für kurze Zeit besucht. Ich trank einen Kaffee mit ihr am Küchentisch und während dieser ersten Viertelstunde hat sie mich mit ihren schönen Augen betrachtet, und mir war, als würde sie meinen Seelengrund auslesen. Ich erinnere mich noch, wie sie sich aus ihrem Rollstuhl in den Schreibtischsessel schob und mir zeigte, dass sie ihre Bildcollagen und Gif-Animationen wie die witzige Telefonsex-Sequenz in ihrem Beitrag weiter unten – erstaunlicher Weise mit Windows Power Point erstellte, was ich als Photoshop-Adept nie für möglich gehalten hatte.

Als mich mal eine kreative Blockade plagte, heilte sie mich davon mit einer ganzen Reihe von Gif-Animationen, Therapiesitzungen wie der links, worauf ich dann das folgende psychedelische Video „Anklopfen bei Merkel“ machen konnte.

Danke, liebe Beate, du fehlst und bist auch nach vier Jahren unvergessen.

(Das Video stammt von 2010, weshalb aktuelle Bezüge nicht passen und unbeabsichtigt sind. Anzuklopfen bei Frau Merkel wäre aktuell beispielsweise wegen massenhafter Stromabschaltungen in Privathaushalten, über die kürzlich von der durchaus regierungstreuen Tagesschau berichtet wurde,  desgleichen wegen Pflegenotstand und Kinderarmut in Deutschland; die Liste der von ihr verantworteten Fehlentwicklungen ist lang.)

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20 Kommentare zu “Zur Erinnerung an Eugene Faust

    • Danke, liebe Mitzi, für deine gewohnt einfühlsamen Worte. Ich hoffe, nicht noch einmal erleben zu müssen, dass ein übers Bloggen liebgewordener Mensch verstirbt. Selbst rein digitale Kontakte sind ja Teil unserer Realität. Schön ist, dass liebe Menschen dafür gesorgt haben, dass wenigstens das Blog weiterhin existiert. Ab und zu schaue ich dort nach.

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      • Ich finde es auch schön, dass die Seite noch besteht. Ein Ort an den man zurück kehren kann, wenn man sich an diesen lieben Menschen erinnern möchte.
        Und ja…ich möchte es auch nicht erleben. Bleib mir also gesund und munter. Du und die anderen, die ich hier gefunden und gern habe.

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  1. Lieber Jules,
    ich habe beim Lesen Deiner gefühlvollen Erinnerung an diesen wirklich wunderbaren Menschen eine Gänsehaut bekommen. Beate, die sich im Blog Eugene Faust nannte, und dieses auch mit einer herrlichen Geschichte ihrer Namensfindung beschrieb, strahlte eine so besonders wohltuende, richtig spürbare menschliche Wärme aus im Umgang mit den Bloggern um sie herum. Sie klagte nicht, sondern sie gab, obwohl selbst körperlich geschwächt, anderen Trost und Zuversicht, wie andere, die sie ebenfalls kannten, mir später nach ihrem Tod schrieben.
    Ich hatte auch persönlichen, telefonischen Kontakt zu ihr, weil wir uns gern darüber austauschten, wie man Bildchen bastelt. Und als ich ihr einmal ein Fotobearbeitungsprogramm schickte, erhielt ich nach wenigen Tagen ein Päckchen mit vielen süßen Leckereien nach Hause geliefert.
    Sie war für mich etwas, was man als einen besonders wertvollen Menschen bezeichnet.
    Und sie bleibt mir wirklich unvergessen.
    Ihre privaten Menschen um sie herum haben einen großen Verlust zu verschmerzen.
    Lieb, dass Du Beate heute mit Deinen Erinnerungen bedacht hast.
    Liebe Grüße
    Lo

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    • Lieber Lo,
      es lag mir schon lange auf der Seele, einmal an Eugene Faust zu erinnern, zumal sie uns allen viel bedeutet hat. Ich erinnere mich, dass du irgendwann mal ihr prächtiges Osternest wieder gezeigt hast, worin jedes Ei mit dem Namen einer Blogfreundschaft versehen war. An die kuriose Geschichte Ihres Nicknamen wollte ich im Text auch erinnern, habe den Link dann wieder heraus genommen. Aber hier ist jetzt Platz dafür: Was es mit dem Namen auf sich hat.

      Manchmal, wenn Kollege Noemix eine Beitrag aus alten Zeiten wieder auf die Startseite holt und dann ein Kommentar von Beate darunter steht, ertappe ich mich bei dem kindliche Wunsch, der möge neu sein. Schön ist, dass ihr Ehemann sich für das Weiterbestehen ihres Blogs entschieden hat. Ich habe das bei der Recherche für diesen Text sehr geschätzt und bin allen dankbar, die ein Fortbestehen ermöglichen.

      Lieben Gruß,
      Jules

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  2. Danke für diesen Eintrag zur lebendigen Erinnerung an Eugene Faust, liebes Teppichhaus. Ja, 4 Jahre ist das jetzt her und damals ist für mich das Virtuelle endgültig zum Analogen geworden. Wie im richtigen Leben eben. Ich hatte irgendwann – vor 2 Jahren? – in meiner Blogrolle ein kleines Kreuz hinter ihrer Verlinkung eingefügt, welches irgendwann dann einfach wieder verschwunden war. Zumindest kann ich es nicht mehr sehen. Das hat mich sehr gefreut, und ich werde einen Teufel tun, dies kleine Zeichen rückgängig wieder einzusetzen. Vielleicht war’s ja sie, die das wieder entfernt hatte? Wir haben uns einmal zum Kaffee in Hamburg in ihrer Wohnung getroffen, ach viel zu kurz, in der Nachschau. Beide hatten wir 2006 das Bloggen angefangen und uns stets begleitet. Nochmals Danke! – und herzlich, Schneck

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    • Freut mich, lieber Schneck, mit Ihnen einen weiteren Weggefährten im Teestübchen Trithemius begrüßen zu können. Viel zu kurz ist auch mein Besuch bei Beate gewesen. Immerhin habe ich damals ihren von ihr so geliebten Ehemann kennen gelernt.

      Das verschwundene Kreuzchen in Ihrer Blogrolle, auch dass man bei Noemix öfters auf Eugenes Kommentare treffen kann, das Weiterbestehen des Blogs, das alles sind die Hinweise darauf, dass eine digitale Existenz über den Tod hinausragen kann. Es tröstet, solange der Memsch uns nur digital begegnet ist oder man sich Gedanken wie den Ihren erlaubt.
      Herzlich,
      Trithemius

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  3. Ich war inzwischen in Frau Faustens bloghaus und fühlte mich dort auf Anhieb pudelwohl. Ja, es gibt solche zauberischen Menschen, die andere Menschen auslesen wie ein Computer-Spezi die Daten einer Festplatte. Blogfreundschaften können sich zu echten tiefen Verbindungen auswachsen, es gibt einige sehr sehr wenige in meinem Leben. Nur dafür, solche Menschen überhaupt kennenlernen zu können, lohnt sich die bloggerei schon, denn es reißt die Grenzen der Realität ein und tut gerade so, als sei die Welt ein kleines Dorf. Warum denke ich bei bloghausen bloß immer an Asterix? Letztens kam irgendwo die Frage auf, ob bloghausen eine „Gemeinschaft“ sei. Zweifler behaupteten, dies sei nur eine Illusion. Doch mein Gefühl ist da ganz anders. Am schönsten finde ich, wie manche blogger erst schüchtern sind und sich dann trauen, aus sich herauskommen und tolle Texte schreiben, befeuert und mutbeflügelt durch die anderen. Wer meint, dass dies keine Gemeinschaft sei oder nur ein Verein von Selbstdarstellern, liegt meines Erachtens falsch. Manchmal gibt es Menschen, die sich dafür einsetzen, dass andere sich besser vertragen können. Sie haben eine Art „diplomatisches Geschick“. Das ist auch eine Gabe, oder? Diese Menschen können wirklich wie wärmende Herdfeuer sein, das ist ein wunderbarer Vergleich. Eugene Faust bleibt darin als ein leuchtendes Beispiel mit ihrem blog präsent und sie verdient Aufmerksamkeit, denn von so etwas lässt sich prima lernen.

    Hab Dich wohl und viele liebe Grüße,

    Stefanie

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    • Hallo Stefanie, schön wieder von dir zu lesen! Und schön, dass du dem Anlass für meine Erinnerung auf den Grund gegangen bist und meine Worte in Eugene Fausts Blog bestätigt gefunden hast. Ehrlich gesagt, war mein Text eine Art Beichte. Mir lag nämlich seit vier Jahren der verunglückte Telefonanruf auf dem Gewissen. Nachdem ich das im Text bekannt habe, bin ich seltsamer Weise erleichtert. Was du über den Wert von Blogfreundschaften und mithin das Bloggen sagst, finde ich auch nach wie vor. Man hat intensiven geistigen und zuweilen emotionalen Kontakt zu Menschen, denen man im Alltag nie begegnet wäre. Ich fühle mich dadurch bereichert und immer wieder angetrieben zu bloggen. Tatsächlich hat ja das ganze Geschehen etwas Dörfliches. Vom eigenen Herfeuer aus weiß man um andere Feuerstellen im Dorf, verirrt sich auch schon mal über die Grenzen hinaus und wirft einen staunenden Blick auf das riesige digitale Utgard, freut sich, Bezüge zu entdecken, traut sich gar, sich dort draußen zu äußern, ich glaube, die komplexen Sozialbezüge einer Blogcommunity sind noch gar nicht richtig erfasst. Man gibt mit eigenen Texten und bekommt unfassbar viel zurück. Ich bin schon oft in den 12 Jahren meines Bloggens glücklich und zufrieden zu Bett gegangen, war auch schon oft traurig, wenn Kontakte sich verflüchtigt haben, wie ich jetzt sehr froh bin, dass unser Kontakt wieder aufgelebt ist.
      Danke für deinen guten Kommentar und herzliche Grüße,
      Jules

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      • Lieber Jules, ich kann Dich verstehen. So eine Sache wie mit dem Telefonanruf kann schon verfolgen. Vor allem, weil hier nun wirklich endlich mal das Adjektiv „unglücklich“ hinpasst wie sonst wenig. Manches im Leben läuft einfach unglücklich. Aufgrund der Umstände, der Unkenntnis oder Unwissenheit und das obwohl man es sich ganz anders gewünscht hätte. (Ach lieb so lang du lieben kannst, ach lieb so lang du lieben magst, die Zeit sie kommt, die Zeit sie kommt, die Du an Gräbern stehst und klagst…) Ich weiß gerade nicht, von wem das Gedicht ist, meine Großmutter zitierte es immer wieder, es war eines ihrer Lieblingsgedichte, doch besonders diese Zeile und weil sie so wahr ist. Die Sozialbezüge des Bloggens sind wahrhaft komplex, ich stimme Dir zu, da die Verbindungen durch die zwangsläufige Unpersönlichkeit, die entkörperlichte Kommunikation längst nicht so unmittelbar erlebt werden können wie eine Begegnung im „real life“. Ich meine, dass ich meine virtuelle nicht von der körperlichen Persönlichkeit trennen könnte. Einige Blogger können das. Und das erschwert eine Authentizität, das Einfühlen in eine vielleicht tatsächlich schwierige Lebenssituation. Oh ja, ich ging auch schon oft glücklich und zufrieden in mein Bett, wenn mir jemand eine Freude bereitete oder ich umgekehrt es für jemanden konnte. Denn Bloggen schenkt viel, vor allem jedoch Spaß, Freude, Austausch und Lernen. Das Spielerische kommt im Alltag oft zu kurz. Dabei lernt der Mensch am liebsten spielend und ganz leicht nebenbei und noch toller zusammen mit anderen. Ich lerne über die Bloggerei selbst noch sehr viel, auch die Menschen noch mehr zu hinterfragen, auch, meine Scheu immer wieder neu zu überwinden und auf sie zuzugehen. Ich hab mich gestern wirklich sehr gefreut, dass Dir auffiel, dass ich schon so lange „besinnlich“ in meiner Künstlerklause hockte und keinen Mucks mehr von mir gab. Was passieren kann, wenn mir ein Schreck irgendwohin fährt oder eine Erkenntnis die Sicht verblendet. Oder einfach der Herbst mich müde und traurig auf ex ausgluckert bis ich vor mich hin scheppere wie ein leerer Mineralwasserflaschenkasten. Ich lernte gestern: Da ist ja doch noch Pfand drauf. Da zickzacke ich natürlich gleich wieder beflügelt los und hab schon wieder viel geschrieben jetzt. Herzlich zu Dir und Danke, sagt Stefanie

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        • Das Gedicht ist von Ferdinand Freiligrath, liebe Stefanie, https://de.wikipedia.org/wiki/O_lieb,_so_lang_du_lieben_kannst
          Passt gut, vielen Dank dir und deiner Großmutter. Und wieder habe ich was gelernt. Die unterschiedlichen Verhaltensweisen von Bloggern kann ich verstehen. Manche mögen dem Internet nicht viel von sich anvertrauen. Mir ist immer der persönliche Bezug wichtig, und darum achte ich auch gut auf den mir lieben Kreis der Teestübchen-Besucherinnen und Besucher. Mein Grundsatz ist, möglichst jedem so zu begegnen wie man mir begegnet.
          Natürlich war mir schon vor einiger Zeit aufgefallen, dass du dich still zurückgezogen hattest. Du hast so oft schon vom verregneten Teuto geschrieben, dass ich schon fürchtete, er hätte dich mit herbstlichem Wetterweh niedergedrückt. Aber jetzt spüre ich schon, dass deine Phantasie wieder hüpft. Wie hübsch!
          Schönen Abend,
          Jules

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          • ..und ich zitiere es noch so falsch…*shameshameshame*…und danke! Ich kann verstehen, warum es ihr Lieblingsgedicht war. Deinen Grundsatz teile ich grundsätzlich, lieber Jules. Allerdings wurde ich ihm auch schon untreu, in dem ich unhöflichen Menschen höflich begegnete und freundlich blieb obwohl sie es nicht waren. Es hat sich immer nur für mich gelohnt. Und ich habe kein Problem damit, wenn ein Künstler nicht so viel von sich „outen“ mag. Wir leben in einer Zeit, in der Dispositionen oder Schwächen gesellschaftlich ausgrenzen. Darum verstehe ich gut, wenn mancher blogbetreiber sich bedeckt hält. Andere hingegen wieder lesen sich wie offene Bücher und erlauben tiefe Einblicke in ihr Menschsein. Ich betrachte dies stets als einen großen Vertrauensbeweis mir Fremden gegenüber und so behandele ich das. Und ja. Durch mein Herbstweh musste ich hindurch, befindet mich auch in einem Schaffensumbruch, der mir oft schlaflose durchschriebene Nächte beschert, ohne dass ich jemals zufrieden bin. Diese Unzufriedenheit ist es, die mich umtreibt. Dieser Teuto kann ganz schön nieselpriemen. Das ist echt hardcore! Nebelkapuze über den Bergen, tagelang dieses dunstige Gewabbele und jetzt wird es obendrein auch noch lausekalt, denn die Luft roch heute morgen nach arktischer Strömung, da war etwas Schneereines und Kaltes drin. Ein paar Stunden später hauen die Kraniche ab. Ich hingegen bin sehr dankbar für meine bullernde Heizung. Meine Phantasie hüpft wie ein Powerflummi herum. Schrecklich, das Ding….aber „hübsch“? Hm….darüber muss ich noch einmal nachdenken. Hübsch ist irgendwie niedlich. Meine Phantasie ist nicht niedlich, das passt irgendwie nicht richtig. doch eine Beschreibung für dieses „Ding“ habe ich auch noch nicht gefunden. Ist aber hübsch bunt. Also doch hübsch. oder…? Ach, egal. Ich wünsche Dir ein buntes Herbstwochenende und grüße herzlichst übern Knapp Richtung Niedersachsen.

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            • Kein Grund sich zu schämen, liebe Stefanie. Ich kannte das Gedicht gar nicht. Außerdem kannst du stolz auf deine Großmutter sein. Ich kann mich nicht erinnern, von meiner je eine Gedicht gehört zu haben. Durch deine Erinnerung habe ich auch profitiert.
              Wie sich der Teuto dir präsentiert, kann ich mir gut vorstellen. Das Weserbergland zeigte sich oft genauso. Und dann fuhr ich mit dem ICE vorbei, einmal jedoch mit dem Fahrrad, derweil es ununterbrochen regnete. Trotzdem war es ja ein Vorbei- und wieder Wegfahren. Du hast die Höhenzüge vor deiner Haustür, wenn ich mich gut erinnere. So schön Berg und Wald im Sonnenlicht sind, bei bedecktem Himmel und feuchtem Nebel.können sie ziemlich aufs Gemüt drücken. Jetzt lese ich von nächtlichem Schaffensdrang, und dass du nicht zufrieden bist mit den Ergebnissen. Manchmal fehlt einfach LIcht. Licht und heller Klang steckt für mich in „hübsch“, in deiner Assoziation „niedlich “ auch, ich mag das Wort, denn es hat etwas Beschwingendes, ist wie ein kleiner Hüpfer. Mir sagte mal ein Schüler, er wolle „seine Phantasie ein bisschen hüpfen lassen.“ Das hat mir sehr gefallen. Das ist Schaffensdrang ohne Bedenken, aus purer Lust am Tun. Den wünsche ich dir auch und …
              Schönes Wochenende, meine Liebe,
              Jules

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    • Das Irritierende am Internet, Menschen tauchen immer wieder auf. Bei noemix lese ich plötzlich einen Kommentar von ihr und ertappe mich bei der kindlichen Hoffnung, er möge neu sein, dabei ist’s nur ein wieder nach oben geholter Text.
      Erstaunlich, wie viele von uns sie persönlich gekannt haben.

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