Von wegen postfaktisch – Über die Herren der Lüge

Kategorie MedienSeit Wochen geistert ein Modewort durch die Medien. Sogar Frau Merkel kennt es schon und sagte: „Es heißt ja neuerdings, wir lebten in postfaktischen Zeiten. Das soll wohl heißen, die Menschen interessieren sich nicht mehr für Fakten, sie folgen allein den Gefühlen.“
Im Fernsehen zerrt man einen Hilflosen vor die Kamera und lässt ihn etwas Idiotisches von sich geben, wovon der Bildungsbürger glaubt, es besser zu wissen, und kräht dann zur Erklärung für den Quatsch: „Wir leben im Postfaktischen. Es zählt nicht mehr, was ist, sondern die gefühlte Wirklichkeit.“

Abgesehen vom philosophischen Problem, dass über die Art der Wirklichkeit, über „das, was ist“ nur eine verlässliche Aussage möglich wäre, wenn man die Wirklichkeit von außen betrachten könnte, verschiebt sich hier die Perspektive. Der Bedeutungsgehalt des Wortes ist nämlich etwas anders, als Frau Merkel und die intellektuell schwachbrüstige Journaille meinen. Weiterlesen

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