Teestübchen Humorkritik zum neuen Jahr

Silvester habe ich gemütlich zu Hause verbracht, habe mich nach Kräften bemüht, die schon nachmittags einsetzende Knallerei zu ignorieren. Es sind ja namentlich die Jungmänner, denen die Raketen viel zu früh abgehen. Wegen dieser pubertierenden Last den ganzen Abend über habe ich mir also das unsägliche Silvester-Fernsehprogramm angeschaut. Die Privatsender habe ich wie immer gemieden. Man will sich ja nicht in den letzten Stunden des alten Jahres noch die guten Sachen schmantig machen.

Neben den nur Minuten erträglichen Silvestershows des ersten und zweiten Programms gab es auf den 3. Kanälen die obligatorischen Wiederholungen von Dinner for One sowie die Silvesterausgabe von Wolfgang Menges „Ein Herz und eine Seele.“ Diese Jahr um Jahr mehrfach und zeitversetzt gesendeten Konserven rühren an die kindlichen Seelen der Deutschen, wie einst im Kinderzimmer Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg bis zum Erbrechen gehört wurden. Das Kindische Hören und wieder Hören des immer Gleichen rührt an eine anthropologische Konstante überhaupt, die ihren Urgrund in der ständigen Wiederkehr von Ebbe und Flut hat und deren Echo wir im lustvollen Hin und Her des Geschlechtsakts finden.

Sind die parallel zu den Silvestershows gesendeten Zusammenstellungen von Sketchen aus 50 Jahren TV-Geschichte darum verzeihlich? Wie die tätowierten Unterarme von Kassiererinnen in einigen Supermärkten Einstellungsvoraussetzung zu sein scheinen, so werden in den Unterhaltungsabteilungen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nur Redakteure mit bestimmten geistigen Defekten Präferenzen eingestellt. Man darf sich derlei Bewerbungsgespräche etwa so vorstellen: Der Bewerber sitzt beim Einstellungsgespräch arglos in einem leeren Raum, und dann kommt jemand herein, der eine Brille aus Glasbausteinen trägt und katastrophal schiefe Zähne im Maul hat, gerne auch vorstehend und mit beachtlichen Lücken. Beim Sprechen offenbart sich ein Sprachfehler. Wenn der Bewerber darob spontan in Gelächter ausbricht und vom Stuhl fällt, hat er sich qualifiziert; er hat die Grundzüge öffentlich-rechtlichen Witzes verstanden. Später lernt er eine weitere Grundlage, dass bei Sketchen zur Krönung der Pointe der Protagonist saublöd in die Kamera gucken muss, damit auch der dümmste Zuschauer versteht, das wars jetzt.

Großgewachsene Frauen tragen, um nicht größer als ihr Mann zu sein, gerne Unterbodenschuhe, solche, deren flache Sohlen die Erdanziehung verstärken und die Füße stets etwas unter die Grasnarbe zu ziehen scheinen. Das ist auch das Niveau der meisten Sketche. Es kann schon sein, dass derlei Unterbodenwitz massentauglich ist, jedenfalls in den Augen verantwortlicher Redakteure, die ihre gesamte Zuschauergemeinde für strunzdoof halten.

Ich habe nur ein einziges Mal herzlich lachen müssen, und zwar geriet ich bei diesem Lachanfall in Atemnot, so dass ich das neue Jahr beinah nicht mehr erlebt hätte. Da bekanntlich die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten mit der Überalterung ihres Publikums zu tun haben, könnte die liebevoll im geistigen Kleingarten gehegte Flachheit der Witze auch fürsorgliche Gründe haben.

Alles in allem ist’s ein Hinweis darauf, dass auch das Jahr 2018 nur mit einer guten Portion echten Humors zu ertragen sein wird.

Ich wünsche Ihnen und euch ein frohes neues Jahr!

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33 Kommentare zu “Teestübchen Humorkritik zum neuen Jahr

  1. Lieber Jules,
    ich kann Dir nur beipflichten, und so, wie ich Dich wahrnehme, bist Du ein Mensch mit ordentlich Humor und bestimmt nicht daran interessiert, einen nörgeligen Jammerzirkel zum Fernsehprogramm aufzumachen.
    Es ist, wie Du es beschreibst: anstatt, wie geplant, Silvester mit lieben Freunden zu begehen, mussten wir zu Hause bleiben, weil meine Frau plötzlich krank wurde. Und so kamen wir in den „Genuss“ des von Dir beschriebenen TV-Silvesterprogramms. Wohin man auch zappte: olle Filme oder alter Klamauk zum wiederholten Kaputtlachen oder knallbunter Schlagermischmasch mit Luftschlangen und Z-Promis.
    Eine Ausnahme allerdings: die Aufzeichnung eines Live-Konzerts von Udo Lindenberg. Ich mag nicht immer so alles von ihm, aber das Konzert hat mich richtig begeistert. Der Knabe hat ja noch richtig was drauf.
    Danach wieder Klamauk und Konserve von der Resterampe.
    Ich wünsche Dir, dass Du am Ende dieses neuen Jahres statt in die TV -Röhre glücklich auf 2018 zurückblicken kannst.
    Alles Gute für Dich, lieber Jules!
    Lo

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    • Lieber Lo,

      das war ja kein schöner Start ins neue Jahr für deine Frau und dich. Ich wünsche gute Besserung. „Olle Filme“ hatte ich vergessen zu erwähnen, wo sich mal wieder zeigte, dass Schwarzweiß nicht ausreicht die hundserbärmliche Spießigkeit zu vertuschen, die da aus allen Ritzen quillt. An Lindenbergs Konzert habe ich mehrfach vorbeigezappt, konnte mich aber wegen des dümmlichen Titels „Stärker als die Zeit“ nicht darauf einlassen. „Resterampe“ ist ein passendes Wort. Manchmal ist es bedauerlich, dass die Archive der Anstalten diesen Resten die Gnade des Vergessens nicht erlauben.
      Dankeschön für den wirklich feinen Wunsch, lieber Lo. Das wünsche ich dir ebenso und die nötige Gesundheit dir und deiner Frau, um beim nächsten Jahreswechsel , etwas Besseres tun zu können,
      Jules

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  2. „Das Kindische Hören und wieder Hören des immer Gleichen rührt an eine anthropologische Konstante überhaupt, die ihren Urgrund in der ständigen Wiederkehr von Ebbe und Flut hat und deren Echo wir im lustvollen Hin und Her des Geschlechtsakts finden.“ Herrlich! Jetzt weiß ich endlich, warum das wiederholte Anhören meiner Hörbücher vor dem Einschlafen so eine entspannende Wirkung auf mich hat. Es liegt an Ebbe und Flut und … na, du weißt schon. Das ist ja wirklich gottvoll! Danke, Du hast mich sehr erheitert.

    Ein prachtvolles Jahr voller Ideen wünsche ich dir, lieber Jules.

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    • Freut mich, liebe Christa, dass meine Gedanken dich erheitert haben. Ich habe schon oft darüber nachgedacht, woher wohl das Schwingen in der (menschlichen) Natur stammen könnte. Der Mensch jedenfalls liebt die Wiederholung, sie ist aufregend oder beruhigend, je nach Disposition. Das Wiegen des Kleinkinds, das Streicheln auch sind ja nichts anderes als die ständige Wiederholung der gleichen Bewegung.

      Dankeschön für die prächtigen Wünsche; das wünsche ich dir auch.

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      • Mir geht Dein Ebbe-und-Flut-Vergleich gar nicht aus dem Kopf. Eben überlegte ich, ob er auch auf den Reim im Gedicht zutrifft. Moderne Gedichte reimen sich ja kaum noch. Reimen ist out, könnte man sagen – sieht man mal von Liedtexten ab. Die Erklärung, warum überhaupt gereimt wurde, ist oft, dass ein Text dadurch merkbarer wurde. Tatsächlich frage ich mich, ob moderne Gedichte noch auswendig gelernt werden. Auch das Auswendiglernen scheint ja inzwischen verpönt zu sein, obwohl es eine höchst sinnvolle Übung ist. – Um aber beim Gewiegtwerden und bei Ebbe und Flut zu bleiben: Es scheint mir als Grund für das Reimen weit naheliegender als die Eselsbrückenfunktion. Schließlich war der Esel früher da als die Brücke, derer es bedurfte, damit er über den Fluss kam.

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        • Ohne Ebbe und Flut wäre das Leben nicht an Land gekrochen. Daher dürfen wir spekulativ vieles damit in Zusammenhang bringen. Zum Endreim: In oralen Kulturen hatte er gewiss eine mnemotechnische Funktion. Nach Erfindung der Schrift nimmt er u.a. die Funktion des Sinnstifters an. Möglicherweise hat er aber auch eine andere, ältere Funktion. Peter Rühmkorff ist in seinem wunderbaren Buch „agar agar – zaurzaurim: Zur Naturgeschichte des Reims und der menschlichen Anklangsnerven“ der Frage nachgegangen und spricht auch die von ihm so genannten „Kloninge“ an wie Berber, Barbar, Bonbon, bye bye, Dada, haha, hihi, hehe, Hummel hummel, Husch husch, Jojo, Kuckuck, Mama, Meme, Popo, Pipi, Pinkepinke, Tamtam, Tutu, Toto, Wauwau – diese Wörter oder Wortpaare haben gemeinsam, dass sie aus zwillingshaften Silben bestehen. Die eindeutigen Fremdwörter unter ihnen lassen ahnen, dass es Kloninge, die silbische Verdoppelung in allen Sprachen gibt. Auffällig ist die Nähe zu kindlichen Lautäußerungen, manchmal, so scheints wird durch die Verdopplung etwas bekräftigt.

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          • Das ist alles hochinteressant. Das Peter-Rühmkorff-Buch sollte ich mir mal vornehmen. Was ich aus unserer jetzigen Konversation aber auf jeden Fall mitnehme ist „Ohne Ebbe und Flut wäre das Leben nicht an Land gekrochen“. Ein wunderbarer Immer-wieder-Denkanstoß. Außerdem werde ich das nächste Mal daran denken, wenn ich über den Vollmond fluche und unseren Erdtrabanten am liebsten abschießen würde.

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  3. Lieber Jules,
    willkommen im Neuen Jahr und was lese ich bei Dir? Du hast Silvester also mit der Volksdudelkiste Nr. 1 verbracht. Als ich gestern bei meinen Erzeugern zu Besuch einschneite, lärmte die Rappelkistd die ganze Zeit mit einem Uraltschinken herum, so lang bekannt wie inzwischen weilig. Vor ein paar Jahren silvestergammelte ich im stillen Kämmerlein mit allerlei Nichtsgetue und Böllergelausche. vor mich hin. Um Schlach zwölfe dröhnten mir schon so die Ohren von dem präkoxischen Sprengstoffejakulat vor elfe, das da munter auf den Straßen funkte, während ich damit beschäftigt war mein Verständnis zu suchen, dass mir irgendwo bei der Krawummserei abhanden gekommen war und mit meiner Feierlaune längst den Saal wegen Knalltrauma verlassen hatte.
    Ich mag es, Raketen zuzuschauen. Wieder gab ich gestern jeder fremdgezündeten den Namen eines Menschen, den ich mag und wurschtelte so richtig nach Feemanier um die Geisterstunde die Lichtliebegedanken in das Gewirbele mehrerer mir die Finger verpritzelnder Wunderkerzen.

    Wie so oft führst Du uns aus einem eulalischen Silvestergehirnwäsche- und Feierertüchtigungsprogramm auf eine Reise, die sich quer durch die Kanäle zappt und mir grimmige Fröhlichkeit, fein gewürzt mit Hintergrundhumor beschert.
    Einen lieben Neujahrsgruß von der Fee🧚‍♀️

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    • Liebe Fee,
      leiderleider versacke ich an einigen Abenden vor dieser Kiste. Hat Zeiten gegeben, da ich an den Abenden produktiver war, namentlich als ich noch wie du im Kreis meiner Familie lebte. Auch in den ersten Jahren meines Bloggens habe ich lieber den „Nachtschwärmer geschrieben als Fernzusehen.
      Raketen habe ich zuletzt zum Jahreswechsel 2013 gestartet. Seither bin ich sozusagen cleen. Auf die Idee, fremde Rakten mit eigenen Wünschen zu versehen, bin ich noch nie gekommen. Derlei funktioniert nur im Feenreich, vermute ich. MIt Wunderkerzen habe ich es zuletzt 2015 versucht, aber leider haben wir uns allesamt falsch herum aufgestellt. (Ich bin der mit der Fünf)

      Liebe Neujahrsgrüße auch dir,
      Jules

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      • …ach, Jules, wieso denn „leider“? Der Fernseher, so es nicht ein ohrenzerfetzend fiepender wie meiner ist, kann ja auch ganz nett und entspannend sein. Ich wünsche mir die Erfüllung meiner Wünsche. Wenn man eine Fee ist, ist das schon ein recht sinniger Wunsch, damit die anderen Wünsche für alle weiteren Personen überhaupt funktionieren können. Notfalls auch per Fremdrakete oder natürlich noch lieber in Wunderkerzenfunken. Jetzt, in der Zeit zwischen den Jahren, kam ich kaum zum Schreiben. Das ist immer so eine Zeit, in der ich mich bei Freunden melde oder mich nach ihnen erkundige. Kontaktpflege im besten Sinne. Den Fernseher benutzte ich vor seinem Rausschmiss kaum noch. Zum einen, weil er hochfrequent penetrant fiepte, zweitens weil ich ihn entsetzlich hässlich und klotzig fand und drittens, weil ich mich so schlecht beim Schreiben konzentrieren kann, wenn er läuft und „nebenbei“ kucken kann ich nicht gut. Ich vermisse ihn nicht. Dokus und Filme schau ich via Laptop, das genügt mir. Lieber Kino, wenn es klasse Filme sind…
        Natürlich bist Du der mit der Fünf, was denn sonst? Ich war Silvester auch wieder voll die Sieben, wunderkerzelnd, orakelnd und den Mond bewundernd, der später im neuen Jahr zwischendurch strahlend zwischen Wolken hervorleuchtete.
        Hab dich wohl und
        liebe Neujahrsgrüße von Stefanie

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  4. Das Fernsehprogramm am Silvesterabend ist als Strafe für alle gedacht, die sich den öffentlichen oder privaten Feierlichkeiten entziehen. Da spielt das Motiv für das Fehlen keine Rolle. Wer keinen Spaß am Mitmachen hat, soll auch keinen Spaß am Nichtmitmachen haben.
    Ich wünsche Dir ein gutes neues Jahr!

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    • Das klingt leider plausibel, lieber Manfred. Aber sollte da in keiner Anstalt jemand ein bisschen Mitgefühl haben? Zum echten NIchtmitmachen, müsste man an entlegene Orte entfliehen können, um der ständigen Knallerei zu entgehen.
      Danke für deinen guten Wunsch. Das wünsche ich dir auch!

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  5. Moin Jules

    Ja, das Problem hatte ich auch. Aber da gibt’s ja immer noch Mediathekview, wo man sich die Berieselung ein wenig besser aussuchen kann. Gelacht habe ich gestern ebenfalls – sogar gleich mehrfach. Beim Tatort »der wüste Gobi«. Nicht daß ich ein Freund der gepflegten Leiche wäre, aber den sollte man gesehen haben. Nicht nur wegen der sehr hübschen Kommissarin, sondern wegen toter Eichhörner, blödsinniger Löschversuche und ausgefallener Heizungen. Selten bei einem Tatort so gelacht.

    Dir aber so oder so ein gutes, produktives neues Jahr. Liebe Grüße,

    das Pantoufle

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  6. Ich gehöre zu den begnadeten Fernsehschläfern, was den Vorteil hat, dass ich trotz ewiger Wiederholungen im öffentlich rechtlichen Fernsehen doch hin und wieder etwas nie Gesehenes entdecken darf, weil ich grundsätzlich nicht nur kurze Phasen einer Darbietung verschlafe, wobei der Schlafrhythmus verständlicher Weise nicht immer gleich ist.

    😉

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    • Einmal schlief ich während eines Spielfilms über Lance Armstrong ein. Der Film handelte überwiegend in Paris. Als ich wach wurde, war noch immer Paris, man sah ein Paar, das sich gerade kennenlernte. Etwa fünf Minuten wartete ich vergebens, dass Armstrong wieder auftauchte, bis ich realisierte, dass ich den kompletten Film verschlafen und im nachfolgenden Film aufgewacht war. Handlungsort und Filmsprache waren sich zum Verwechseln ähnlich. Und ich war buchstäblich im falschen Film. So kanns auch gehen 😉

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  7. Ja, das mediale Angebot zu Silverster in den rechtlich-öffentlichen lässt sich nur unter dem obligatorischen Einfluss des Alkohols bewältigen. Ich habe jedoch versucht, zwischen den Ländern zu zappen – und weder in Russland, noch in Japan fand ich etwas wirklich spannendes. Ich vermute, die Programme werden hergestellt mit der Voraussetzung, dass die Rezipienten ihre Hirne irgendwo im Flur auf dem Hut-Regal ablegen.

    Aber nichtsdestotrotz wünsche ich auch Dir Frohes Neues! Vielleicht sehen wir uns in diesem Jahr!

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    • Ein Wiedersehen würde mich sehr freuen, mein Lieber! Danke für deinen Erfahrungsbericht. Er lässt vermuten, dass das Fernsehen weltweit als Verblödungsmaschine wirkt. Ich wollte schreiben „eingesetzt wird“, klang mir aber zu sehr nach Verschwörungstheorie. Wahrscheinlicher ist, dass die TV-Programme die Blödheit der Menschheit spiegelt, und wer sein Hirn nicht auf Hutregalen deponieren will, muss damit leben, nicht wirklich dazu zu gehören.

      Danke für die frohen Neujahrswünsche, dir ebenso!

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    • Liebe Dorothea,

      Man glaubt es nicht, aber die besten Sketche kamen aus Bayern. Die Kabarettisten Christian Springer, Andreas Giebel und Michael Altinger haben einen fast surrealen Humor. Toll war ein Sketch aus einer ganzen Reihe „Das Kofler Horn“ Zitat Wikipedia: „Michael Altinger und Christian Springer zelebrieren enthusiastisch und im Stil alter Luis-Trenker-Filme wiederholt die Erstbesteigung des Berges „Kofler Horn“. Schier kaputtgelacht habe ich mich über den hier:

      Viel Vergnügen!

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    • Lieber Dilletant, das ist sehr freundlich von dir. „reicher Fundus“ klingt, als wäre alles schon da und ich müsste mich nur bedienen. Tatsächlich sammelt man in einem langen Leben einiges an, fügt täglich Neues hinzu und muss es nur in sinnvolle Zusammenhänge bringen, getreu der Erkenntnis: Der Schriftsteller erfindet nichts, er findet.
      Danke für die guten Neujahrswünsche. Das wünsche ich dir auch!

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  8. Sollte ich jemals Silvester alleine vor dem Fernseher sitzen, lieber Jules, werde ich ihn ausschalten und lieber diesen Text lesen. 😉
    Eine Schande, dass an diesem Tag ein besonders grausames Programm läuft.
    Guten Start in dieses Jahr. Ich freue mich, es hier lesend mit dir zu verbringen.

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  9. Pingback: Serien machen süchtig | Schreibmans Kultbuch

  10. Dir ein Froheres Neues Jahr als der Jahreswechsel dir vor dem Fernsehempfangsgerät vorgaukelte. Wie heißt es bei den Bremer Stadtmusikanten, die damals mal zwei Stunden zu viert an einem Silvesterabend vor einem Prototypen einer TV-Glotze hingen und dann mit Schaumwaffeln vor dem Mund zusammen einen weisen Satz sagten? „Etwas besseres als den Tod finden wir überall.“
    Wer das Silvester-Programm als Ausblick auf das Jahr anschaut, der stellt fest, dass nicht unbedingt ein innovativer Wille im Hirn der Fernsehschaffenden liegt. Wir Alten, wir erinnern uns noch an das Silvesterprogramm wie „Schimpf vor Zwölf“ wie auch andere Programme, welche noch live ausgestraht wurden. Warum gibt es das nicht mehr? Jedes Mal nach Neujahr höre ich in meinen Gesprächen heraus, dass der Silvesterabend recht dröge ist: Restaurant oder Kneipe, gemeinsames Warten auf 24:00/0:00 Uhr, Sekt-Saufen (vorher darf man nicht), knallen und dann um 1:00 gen Bett, um der Langeweile und Silvesterroutine ein Ende zu bereiten. Und dazu dann immer die Bemerkung, dass es im Fernsehen auch nichts mehr interessantess zu Silvester gebe. Tja. Aber das hören die Fernsehschaffenden und Programmdirektoren wohl nicht. Denn die liegen vom Silvesterkomasaufen wohl noch in ihren Skiparadiesen und nüchtern ihren Rausch aus …

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    • Dankeschön, dir auch! Ja, von „Schimpf vor zwölf“ gibts nicht mal mehr Konserven. Und unsere gefeierten TV-Satiriker gehen ja schon in der 2. Adventswoche in Weihnachtspause, um erst Ende Januar wieder aufzutauchen. Man macht es sich einfach bequem und überlässt uns irren Eventshows mit Johannes B. Kerner oder Jörg Pilawa, welche ein Elend.

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      • Ja, diesen Jahreswechsel gab es weder auf 3Sat oder Phoenix kabaretttaugliches. Oder ich habe es diesmal komplett übersehen. Die Vorjahre gab es wirklich noch gute Dinge oder Zusammenschnitte zu sehen. Zwar alt, aber gut. Ich glaube, das Aktuellste war eine Spielshowsendung mit der Merkel, oder nicht? Eine Variation des Beamtenmikados: wer sich zuerst bewegt (Kamera oder Merkel), hat verloren. Ich hab’s mir nicht angesehen, weil zum Schluss verliert immer der Zusschauer …
        Alles andere vom Abend war nur aufgewärmter Muckefuck.
        Und heute, da kriegen so Nasen wie Dobrindt und Co. Sendezeit, um sich an Dinge abzuarbeiten, die es schon lange nicht mehr gibt, damit Zuschauer sich mit Dingen beschäftigen, die ohne Belang sind. Es geht weiter, im gleichen Trott und Schrott.

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