Einiges über Edelfedern und seltsame Metaphern

Kategorie Medien„Endlich wieder mal eine Kurzgeschichte aus deiner Feder!“, wollte ich in einem Kommentar an den Kollegen Manfred Voita schreiben, besann mich dann aber und setzte „Feder“ in Anführungszeichen, weil mir die Metapher so unzeitgemäß vorkam. Es ist schon eine Weile her, dass ein Autor vor dem Schreiben sich eine Gänsefeder besorgen und zuschneiden musste. Seltsam, dass ausgerechnet das Gefieder eines Vogels, dem wir gerne das Attribut dumm anhängen, dass ausgerechnet die Federn der dummen Gans bei uns mit der Idee von Literatur verknüpft sind.

Wie der Gänsekiel zurechtzuschneiden war, damit er zum Schreibgerät wurde, zeigt die Anleitung aus dem Lehrbüchlein des barocken Schreibmeisters Wolfgang Fugger, erschienen 1553 (zum Vergrößern anklicken). Weiterlesen