Was Unheimliches hinter unserem Rücken passiert


Wie schon mehrfach mitgeteilt, höre ich über Internetstream regelmäßig den flämischen Rock- und Pop-Sender Studio Brussel, aus mehreren Gründen:
– ich mag den Blick über die nationale Grenze und eine zu unseren Medien unterschiedliche Weltsicht zu erfahren,
– mir gefällt die Musikauswahl, auch abseits des Mainstreams,
– mir gefällt die reiche belgische Musikszene,
– ich höre gerne Flämisch und verbessere so meine Sprachkenntnisse.

Im Sommer letzten Jahres hielt ich mich zwei Tage bei meinem ältesten Sohn in Hamburg auf. Die Musik in der Wohnung wurde über den Streamingdienst Google Play Music eingespielt. Nach einer Weile wunderte ich mich, dass fast ausschließlich Musik flämischer Gruppen zu hören war. Woher wusste Google, dass ich mich in der Wohnung meines Sohns aufhielt?

Vorgestern musste ich mich bei Youtube (Google) neu anmelden, fand aber mein Passwort nicht mehr. Ich wählte die Option „Passwort vergessen.“ Den neuen Zugang bekam ich über die Zwei-Faktor-Authentifizierung, es wurde mir also von Google ein Code per SMS mitgeteilt, der mir erst ermöglichte, mein Passwort zu ändern. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet ein höheres Maß an Sicherheit gegen die feindliche Übernahme eines Accounts durch Hacker. Dass ich Google meine Mobilfunknummer je mitgeteilt hätte, ist mir nicht bewusst. Jedenfalls erklärt das, woher Google wusste, dass ich mich in Hamburg aufhalte und meine vermuteten Musikvorlieben bedienen konnte. Man hatte einfach mein Smartphone geortet.
Gerne weitere Beispiele …

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