Last Exit – Erst der Spaß, dann das Vergüngen

    Andrea Heming hat hier das Fotografieren zur Dokumentation des eigenen Lebens thematisiert. Mir fiel ein, dass ich im August 2006 im alten Teppichhaus Trithemius bereits über das Phänomen der ständigen Knipserei geschrieben hatte. Vor gut 14 Jahren war mir das neu. Inzwischen habe ich auch ein Smartphone und knipse. Der Text vom Aachener Bahnhofsvorplatz zeigt also meinen noch unverfälschten Blick. Drum habe ich ihn unverändert ins Teestübchen gehoben:

Beton ist ja ein schöner Baustoff. Wenn man mich fragen würde, wie ein Bahnhofsvorplatz gestaltet werden sollte, und ich wäre gerade sturzbesoffen oder völlig bekifft, würde ich sagen: Gießt doch einfach eine große Betonplatte!

„Das Gebäude des Aachener Hauptbahnhofes aus dem Jahr 1905 ist für über 20 Millionen Euro modernisiert worden, zudem wurde auch der Vorplatz neu gestaltet“, meldet die Aachener Zeitung. Gestern habe ich mich dort eine Weile aufgehalten, und tatsächlich haben sie vor dem Bahnhof eine große Betonplatte gegossen, ganz ohne mich zu fragen.

Bereits den dritten Tag feierte man die Eröffnung des Hauptbahnhofes, und auf einer Bühne mühte sich eine Robbie-Williams-Coverband. Ein dickliches hässliches Männchen mit schwarzem ärmellosem Hemd und weißer Krawatte hat schön gesungen. Leider mochten die steifen Aachener nicht so recht Feuer fangen. „Kann ich euch da hinten mal haben!“, rief er nach dem ersten Lied und zeigte auch, wie man mit den Händen hoch über dem Kopf klatschen sollte, wenn er sang. Später rief er: „Aachen, wo seid ihr?!“ Da klang er schon ziemlich verzweifelt und hat überlegt, wann er denn endlich in Rente gehen kann.

Nun hat ja Alemannia Aachen gestern gegen Schalke 04 gespielt, und mit einem Mal strömten Fans aus den Bussen. Die in Schwarzgelb ließen die Nasen hängen und trollten sich zum Bahnhof. Die Blauweißen aber blieben und betanzten die Betonplatte. Ich glaube, wenn man auf relativ dünnen Beinen einen Schmerbauch mit sich trägt, kann man auf einer Betonplatte zur Musik einer Robbie-Williams-Coverband am besten tanzen, indem man tief in die Knie geht und so tut, als wollte man Kappes treten.

Da waren auch zwei Sängerinnen auf der Bühne. Vermutlich hatten sie sich zum Einstudieren ihrer Tanzbewegungen viele steinalte Videos der holländischen Frauenformation „Pussycat“ angeguckt. Jedenfalls habe ich so ein hölzernes Arm- und Hüftschwingen seit den 70ern nicht mehr gesehen. Dem mit der weißen Krawatte war es egal, und die Schalker Fans feierten sowieso sich selbst.

Ich saß ermattet auf der langen zweiseitigen Holzbank die die Betonplatte teilt. Bald hatte ich eine Gruppe Schalker Fans im Nacken. Sie standen über mir auf der anderen Bankseite und schwangen zur Musik ihre Schals und Flaschen. Manchmal strichen mir liebevoll die Fransen eines Fan-Schals über den Kopf. Doch ich rechne den Fans hoch an, dass sie mir weder Bier noch Alkopops in die Ohren gegossen haben. Ein Fan Ende zwanzig baute sich vor mir auf, um die Kumpels mit seinem Handy zu fotografieren. Das dauerte eine Weile, weil er zwischendurch angerufen wurde. Inzwischen versperrte er mir den Blick auf die Robbie-Williams-Coverband, und um mich für den entgangenen Genuss zu entschädigen, kam er anschließend zu mir und reichte mir die Hand. Er war ein stattlicher junger Mann, und deshalb habe ich erstaunt nachgeguckt, ob ich vielleicht einen toten Fisch angefasst hatte.

Mit dem Musikgenuss war es aus, denn er stellte sich seitlich von mir auf die Bank, beugte sich zu mir herunter und rief mir Sachen ins Ohr. Wie toll die Deutschen sind, so ein tolerantes und überhaupt das liebenswerteste Volk auf dem Erdball. Er musste es wissen, denn er kam aus Marl und studierte in Bielefeld. Grundschullehrer wolle er werden, denn es sei wichtig, schon den Lütten, den Stöpkes die richtige Weltsicht beizubringen. Bei denen geht die Botschaft noch voll rein in die Ganglien. Das Wort Ganglien hat er natürlich nicht benutzt. Sein Handy hat er mir auch in die Hand gedrückt und sich zu den anderen in Positur gestellt. Leider konnte ich auf dem kleinen Bildschirm nicht sehen, ob ich das Flaschen- und Schalschwingen gut festgehalten habe.

Schon vorher hatte ich darüber nachgedacht, was es mit dem ständigen Fotografieren auf sich hat. Es reicht offenbar nicht, Spaß zu haben, es muss auch ein Bildbeweis her, dass man wirklich Spaß hatte. Natürlich legt der Spaß vor der Kamera noch einen Zahn zu. Die eigene Wirklichkeit zu inszenieren, ist der eigentliche Sport der Massen.

Inzwischen hatte sich die Robbie-Williams-Coverband schon von der Bühne gemacht. Ein Spaßvogel rief „Zugabe!“, und prompt kamen sie noch mal zurück. Weiße Krawatte rief all die verstreuten Grüppchen zu sich nach vorn an die Bühne, denn er wollte mindestens einmal die pralle Action von Händeschwingen, Mitsingen und über dem Kopf Klatschen.

Ich bin auch nach vorn und weiter Richtung Last Exit gegangen. Hab ja kein Fotohandy.

Ein wenig Blog-Historie und Medientheorie

Das Internet vergesse nichts, wird gelegentlich behauptet. Das stimmt nur bedingt. Verschwundene Blogs, die auf einer versunkenen Plattform angesiedelt waren, sind höchstens über das Internet-Archiv „waybackmachine“ noch aufzuspüren, leider oft nur rudimentär – mit zerschossenem Layout und ohne Tondateien und Flash-Animationen. Ein Kommentar von Blog-Freundin Socopuk ließ mich nach einem Zweitblog stöbern, den ich neben dem Teppichhaus Trithemius bei Blog.de betrieben habe. Das Teppichhaus trug den Untertitel „Offene Bloguniversität, Cafeteria“, das Zweitblog war die Bibliothek, wo ich Faksimile von Tagebuchseiten, das von mir gezeichnete Kinderbuch und dergleichen veröffentlicht habe. Das Motto der Bibliothek, das mehrdeutige Wortspiel: „Nimm dir ein bisschen Zeit und gib sie dir“ gefällt mir noch heute.

In den Anfängen meines Bloggens im Jahr 2005 war ich noch enthusiastisch und glaubte, dass mit der Demokratisierung der Publikation eine neue Zeit angebrochen war – die Befreiung des Denkens von der Fremdherrschung durch die klassischen Medien. Im Internet sah ich die Chance für einen öffentlichen Diskurs in einer basisdemokratischen Universität, die keiner Zensur unterliegt und jedermann offen steht. Freilich hatte ich übersehen, dass die Menschen nicht darauf vorbereitet waren. Die klassischen Medien hatten Selbstdenken und Mitdenken nicht gefördert und stets nur eine geringe Teilhabe am Diskurs zugelassen – mit streng redigierten Leserbriefseiten. Unliebsame Meinungen landeten in Ablage P (Papierkorb). Die Zeitschrift Titanic dreht das Prinzip sogar um, indem das Magazin die Rubrik „Briefe an die Leser“ einrichtete, später schlecht kopiert von „Gossen-Goethe“ Franz Josef Wagner in der BILD mit „Post von Wagner.“

In diese geistige Landschaft der Einkanalmedien, hier Sender, dort stummer Empfänger platzten Facebook und Twitter, wo Leute das in die Welt setzen konnten, was zuvor nur mündlich an Stammtischen geäußert worden war. So haben denn Äußerungen im Mikroblogging eher den Charakter des unausgegorenen Mündlichen, rasch und unbedacht herausgehauen, ohne dass die natürlichen Filtermechanismen des Schriftlichen greifen: Gedanken zu Ende denken, Folgerichtigkeit beachten, Konsequenzen, mögliche Gegenpositionen erwägen und sich selbstkritisch zu befragen.

Was die neue Teilhabe am öffentlichen Diskurs betrifft, habe ich unterschätzt, dass viele Menschen der Anonymität des Internets emotional nicht gewachsen sind. Ich habe nicht vorausgesehen, dass eine Heckenschützenmentalität sich bahnbrechen würde, aus der heraus Hass und Morddrohungen verbreitet werden. Kurz: Ich habe mal wieder auf das Gute im Menschen vertraut und gedacht, dieses wunderbare Instrument Internet werde sich zum Nutzen der Menschheit entwickeln. Es würde eine Form der sozialen Energie sich breitmachen, die alle erfasst und sie zu verantwortlichen selbst denkenden Individuen macht.

Heute, 15 Jahre später, lässt sich das Gegenteil beobachten. Die oft gelesenen Nachdenkseiten untertiteln sich resignativ mit „Für alle, die sich noch eigene Gedanken machen.“ Dieses „noch“ erregt meinen Unwillen, als wäre es schon ausgemacht, dass die eigenen Gedanken eine vom Aussterben bedrohte Art sind. Wenn das so ist, dann bieten die gepflegten Netze der Blogcommunity eine Nische. Hier werden Gedanken zu Ende gedacht, hier findet eine freundliche Interaktion statt, ein Geben und Nehmen von Ideen. Hier fließt soziale Energie.

Botschaft aus der nur unscharf berechenbaren Randzone

Hannovers Wetter ist selten extrem, meistens irgendwas dazwischen. Wenn woanders das „Schneechaos“ Dächer zum Einsturz bringt, haben wir in Hannover so gut wie gar kein Wetter. Ein bisschen Schnee fiel vor Tagen, war sofort wieder weg und wich Regen. Regen? Mit richtigen Pfützen auf den Wegen? Hatten wir höchst selten in letzter Zeit. Der ich lange in Aachen gelebt habe, das als Regenloch verschrien ist, vermisse ich Wetter, so richtiges Wetter, bei dem die Naturgewalten zeigen, wer hier das Sagen hat. Ich mag kräftig durchgepustet werden, mag natürlich auch Regengüsse und mag es, mit dem Fahrrad nach schwerem Landregen unterwegs zu sein, wenn die Welt wie frischgewaschen ist. Einmal bog ich außerhalb Aachens nah der niederländischen Grenze leichtsinnig in einen Weg ein, der selbst für mein Alltagsrad ungeeignet war, denn er entpuppte sich zunehmend als unbefahrbar. Die schweren Reifen von Traktoren hatten im unbefestigten Feldweg tiefe Spuren hinterlassen, in denen das Regenwasser schlammig stand. Ein blauer Himmel und die Sonne hatten mich ganz vergessen lassen, wie sehr es in den Tagen zuvor geregnet hatte. Es war kaum zu verhindern, vom schlammigen Mittelstreifen in eine der unergründlich tiefen Pfützen in der Karrenspur zu schliddern, wo der Vorderreifen pratschend, gurgelnd und schmatzend eine trüb-lehmige Bugwelle vor sich her schob. Mensch, Hund und Pferd hatten schon vor mir die selbstverständliche Schönheit der Karrenspurpfützen zertrampelt.

Ich schilderte diese Tour 2006 im Teppichhaus-Blog, dem Stammhaus des Teestübchens und schrieb, dass die chaotischen Randzonen zertrampelter Pfützen mathematisch nur annähernd zu beschreiben sind, nämlich mit Rekursionsformeln, wie ich später erfuhr. Die Wendung „nur unscharf berechenbare Randzone“ hat ein damaliger Blogfreund, der Wiener Musiker Martin Kratochwil, alias Kurzweil, in einem Kommentar geprägt:

Das ist die Bedeutung des Bloguntertitels: „Nachrichten aus der nur unscharf berechenbaren Randzone.“ Als Bloggerinnen und Blogger schreiben wir meist über Dinge, die in den Mainstream-Medien unbeachtet bleiben, mal Privates, mal Politisches, manchmal Skurriles, Witziges, Erstaunliches, Nachdenkliches, auch Poetisches, Alltägliches, Wissenswertes, selten Subversives, doch immer Freigeistiges, insgesamt nichts Weltbewegendes, aber trotzdem ist’s Kultur im wahrhaft sozialen Austausch, wie das Hannöversche Wetter eben doch Wetter ist.

Weh! Unser gutes Vogelfrei hat zu!

Unsere Stammkneipe, das Vogelfrei, ist seit Wochen geschlossen. Zuerst hing ein Urlaubsschild da, dann wurde der Termin der Wiedereröffnung hinausgeschoben, und jetzt hört man, dass ein anderer Pächter das Vogelfrei übernehmen wolle. Derzeit trifft sich das Hannover Cünstler Kollektiv ( HaCK ) notgedrungen im Glüxkind, das leider auch schon nicht mehr so heißt, sondern Leinau 3. Über fünf Jahre haben wir uns im Vogelfrei getroffen, waren vertraut mit den Wirten, besonders mit der liebenswürdigen Janine, die unsere Präferenzen kannte und mir immer ein Bier zu wenig berechnet hat.
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Globuli, Gras und hart am Wahnsinn schrammen

Anfangs wollte ich die Tastatur zurückgeben, denn sie war mir nicht neutral genug. Man sollte doch von einer Tastatur erwarten können, dass alle Tasten gleich klingen und der Schriftsprache keine Melodie anhängen. Aber genau das tat meine Tastatur. Beim Schreiben hörte ich in der Tastatur eine Melodie, genauer meine Sprachmelodie. Schrieb ich eine Frage, konnte ich der Tastatur anhören, wie sich die Stimme gegen Schluss des Satzes hob, gab ich eine Erklärung ab, dann kam nachdrückliche Betonung in meine Tastatur. Genauer kann ich es nicht beschreiben. Jedenfalls schien mir, dass die Melodie sich in meinen Blogtexten vermittelte, auf geheimnisvolle Weise auch zu lesen war und meinen Aussagen eine Überzeugungskraft gaben, die mir unheimlich wurde. Ich ging zu Frau Dr. Horn und sagte: „Sie müssen mich dämpfen. Ich mache alle Leute verrückt.“ Sie gab mir wieder fünf Globuli. Dann wurde es besser. Allmählich verklangen die Melodien meiner Tastatur.

Mit Frau Dr. Horns Globuli hatte alles begonnen. Ich war nach der Trennung von Lisette mit höllischem Liebeskummer zu ihr gegangen und hatte gesagt: „Ich bin an einer Frau erkrankt. Ich selbst glaube nicht an Homöopathie, aber sie, und weil in der Homöopathie Gleiches mit Ähnlichem bekämpft wird, komme ich zu Ihnen.“ Frau Dr. Horn sah mich zweifelnd an. Dann erzählte ich ihr noch den Witz, wie die Homöopathen eine Hühnersuppe machen.

„Sie stellen einen Topf Wasser in die Sonne und scheuchen ein Huhn vorbei, und zwar so, dass der Schatten des Huhns auf das Wasser fällt. Aber sie müssen das Huhn schnell vorbeitreiben, damit die Suppe nicht zu kräftig wird.“

Dr. Horn schmunzelte und fragte: „Warum haben Sie sich nicht rasiert?“ „Äh?“ während ich nach einer plausiblen Antwort suchte, wurde mir klar, dass sie mit dieser Frage die Hierarchie wieder hergestellt hatte. Nachdem sie mich etwa eine Stunde befragt hatte, wusste sie genug, las in aller Ruhe in zwei dicken Büchern, klappte sie zu, ging zum Schrank, suchte ein Gläschen Globuli heraus und gab mir fünf Kügelchen. Ich fragte: „Und jetzt? Muss ich nochmal wiederkommen?“ „Nein, das reicht“, sagte Dr. Horn. An den folgenden Tagen litt ich wie ein Hund an der Erstverschlimmerung. Dann ging ich durch die Decke, und in meine Tastatur kamen die Melodien.

Im Sommer darauf sagte ich zu ihr: „Damals schrammte ich hart am Wahnsinn vorbei.“
„Ja,  ich hatte ein bisschen Schiss“, sagte Frau Dr. Horn.
Ich bin mir nicht sicher, aber es lag wohl an der Wechselwirkung zwischen den Globuli, Gras und Bloggen.

Plop! Auf dein Wohl – Ein Jahr Teestübchen Trithemius

Kategorie editorialMeine lieben Damen und Herren!
Mit „Wissenswertes über den Bloggerdutt“ startet heute vor einem Jahr Teestübchen Trithemius und bekam auf Anhieb elfmal das Prädikat „gefällt mir“ und drei Kommentare. Den guten Start verdanke ich Kollegin ohneeinander, die den Bloggerdutt freundlicherweise „rebloggte.“ Passend zum Untertitel wollte ich mich anfangs an den klassischen Themen einer Frauenzeitschrift orientieren. Im zweiten Text ging es um eine Kritik am geistlosen Bashing von Jugendlichen wegen ihres Vornamens, hier am Beispiel Kevin. Auch das Thema Kochen sollte nicht zu kurz kommen. Allerdings sind meine Fähigkeiten hier begrenzt, und es reichte nur für Buchstabensuppe. Thema Emanzipation „Wenn Frauen über Schultern schauen“ beleuchtete das stereotype Frauenbild in der Werbung. Zum Thema Reise gab es eine schwindelerregende Bildmontage „Lastminute New York.“

Schon bald gab ich das enge Konzept auf und widmete mich wieder den Themengebieten, die ich auch im Vorläuferprojekt „Teppichhaus Trithemius“ behandelt hatte.
Weitere Beiträge im August 2015:
– Weckerchen Holger und der Zauber des Schreibens
– Nur Ärger mit den schönsten Augen nördlich der Alpen
– Kein intergalaktischer Weltfriede für Friseure
– Das Flüchtlingselend ist unser Elend
plopp-auf-dein-wohlInzwischen sind im Teestübchen 285 Beiträge erschienen und insgesamt 5676 mal kommentiert worden. Die geistreiche Interaktion mit Leserinnen und Lesern ist das Beste am Bloggen. Sie ist sozusagen der Betriebsstoff des Mediums, nämlich soziale Energie. Die Besucher eines Blog sind in der Regel selbst Blogautoren. Indem man wechselseitig die Blogs besucht und Kommentare austauscht, entsteht ein gepflegtes Netzwerk. Seine Größe ist naturgemäß begrenzt durch die Zeit, die man zum Schreiben, Lesen und Kommunizieren aufbringen kann. Unerlässlich und quasi durch die Teilnehmer eines gepflegten Netzwerkes garantiert ist ein freundlicher Umgangston. Er gewährleistet die gegenseitige Inspiration, erleichtert es, sich auf andere Standpunkte einzulassen, sichert also eine Erweiterung der eigenen Perspektive, wobei der Wissenszuwachs nur ein Aspekt ist.

Für all das danke ich Ihnen und euch recht herzlich.
Trithemius

Editorial – Bildchen zum Anklicken

Kategorie editorialMeine lieben Damen und Herren,

kürzlich hat ein Heer von Technikern habe ich den Internetauftritt des Teestübchens benutzerfreundlicher gemacht. Wie jede anständige Zeitschrift hat auch Deutschlands erste Frauenzeitschrift für Männer verschiedene Rubriken, hier Kategorien genannt. Eine Liste aller Kategorien zum Ausklappen hat schon immer in der Seitenleiste gestanden und ist auch weiterhin dort zu finden. Darunter sind neuerdings die Vignetten der beliebtesten Kategorien zu sehen, wie sie als visuelles Signal oft am Anfang meiner Texte stehen. Wenn Sie eines der Bilder anklicken, flitzt der Teestübchen-Bürobote ins Archiv und rafft für Sie alle Texte einer Kategorie zusammen. Sie stehen Ihnen dann je nach Interesse hübsch nacheinander zur Verfügung. Das bietet sich besonders an, wenn der aktuelle Beitrag auf der Startseite Ihnen nicht zusagt oder wenn Ihr Interesse einer bestimmten Textsorte gilt. Leider ist das Layout der Seitenleiste ein wenig sperrig und erzwingt nach meinem Empfinden zu große Abstände zwischen den Vignetten. Ich bin aber zu blöd faul, in die Tiefen der CSS-Programmierung einzutauchen, um das zu ändern. Deshalb sind nicht alle Kategorien zu sehen.

Kategorie Humor neuNeu hinzugekommen ist die hübsche Vignette HUMOR. Böse Zungen behaupten zwar, ich hätte die verantwortlichen Humorexperten wegen chronischer Faulheit (diesmal nicht meiner, sondern deren Faulheit) und wegen ihrer bärtigen Witze vor Jahrhunderten längst schon gefeuert, rausgeschmissen, entlassen freigesetzt, aber das bestreite ich. Es  kann auch gar nicht sein, weil es das Teestübchen erst knapp ein Jahr gibt. Mit einem gewogenen Auge wird man also gelegentlich leise Anklänge von Humor finden. Leider ist der Versuch, Humor im billigen Ausland einzukaufen schon in meinem ersten Blog-Projekt Teppichhaus Trithemius gescheitert und hat mir wegen Anstiftens einer Straftat die Polizei ins Haus gebracht. Unter Vorbehalt zeige ich das Desaster aus dem Teppichhaus Trithemius hier noch einmal, zur Sicherheit aber die Fotos der Bankfilialen nur ganz klein. Und wichtig: Bankraub ist illegal, egal was dieser Herr Brecht meint.

kurva bankenLiebe Lesererin,

diese gut Teil von Text in dein teppichhaus trithemius ist gemacht in billig Land von Ost-Europa. Heute in: Schenes Polen. Kurva!!! Warum machen Witz in teuer Tepppichhaus, wenn hinter Grenz du billig Witz haben kannst. Wir machen billig wizz selbst und stehl gut wizz aus ganz welt. Und geben gut lebenshilf.
Heute Thema: Kain Geld. Jeder weiß, du auch, viel Geld prima gut, kain geld schlächt. Hier schön fotografia von bank, wo noch geld gibt. Hol dich das!  (Mehr Bild aus dein gägend, du gut baldowern in Internät)

Herzlich kurva!
Dein Stanislaus

Digitale Texte haben ein Gutes – sie verstauben nicht, sind quasi immer wie neu. Also viel Spaß beim Stöbern,
Ihr und euer,
Trithemius

(Chefredaktion)

Zehn Jahre Teppichhaus Trithemius

Glatte zehn Jahre gibt es jetzt das Teppichhaus Trithemius, mein paralleles Blogprojekt. Anfang November 2005 entdeckte ich für mich das Bloggen. Es gibt viele Gründe, ein Blog zu beginnen. Bei mir war es heftiger Kummer, der mich einen Ausgleich suchen ließ. Mein erstes Blog hieß „Wolfsburg-Notizen“. Obwohl ich meinen Kummer allnächtlich ins virtuelle Off geheult habe, hat der Name eine andere Bewandtnis. Vor Jahren bin ich einmal in Wolfsburg gewesen und habe das VW-Werk besichtigt. Bekanntlich ist das VW-Werk von den Nationalsozialisten gegründet worden. Der Name der Retorten-Stadt Wolfsburg erinnert noch daran. Vermutlich bin ich zu dünnhäutig, wenn ich sage, dass ich Reste dieses Ungeistes bei VW noch zu spüren glaubte. Gewiss geht die Wirkung überwiegend von der Architektur der alten Werksgebäude aus, doch mich haben dort auch andere Sachverhalte beeindruckt.

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Einladung zum digitalen Abendbummel

Liebe Besucherinnen und Besucher des Teestübchens.

Heute Abend würde ich gerne eine Tradition aus dem Teppichhaus Trithemius wiederbeleben, die leider eine Weile eingeschlafen war. Man braucht dazu nämlich eine lebendige, kommentierfreudige Community, wie ich sie in den wenigen Tagen meiner Anwesenheit bei Worpress.com schon erlebt habe. Daher diese Neubelebung und die Einladung dazu:

Abendbummel-Einladung

Das Blogformat Abendbummel online habe ich regelmäßig geschrieben, als ich noch in Aachen lebte. Aber es gibt auch einige Beispiele aus dem lebendigen Stadtteil Hannover-Linden. Wer schon mal schauen möchte:

Abendbummel online – Limmerlöckchen auf der Glatze
Abendbummel online – Der Teufel hat Kirmes
Abendbummel online – Prima Limmern mit Fischer und Putzig

Wer nicht pünktlich um 18 Uhr dabei sein kann, das macht nichts, denn der Bummel findet quasi zu jeder Zeit und bei jedem Wetter statt.

Bis heute Abend und viel Vergnügen!
TrithemiusUnterschrift