Zauberspiegel, Aliens und graue Haare

Nach etwa meinem 40. Lebensjahr sichtete eine Nachbarin graue Haare bei mir. „Herr van der Ley, was sind Sie grau geworden“, sagte sie und machte mich unfroh, denn mir war das nicht aufgefallen. Jahre später im Aufzug eines Berliner Hotels mit Licht von oben sagte ein mitfahrender Hotelpage: „Es sieht schön aus, wie im Licht einige Ihrer Haare silbrig glänzen“, was ich irritierend fand, denn ich wusste nicht, dass es zu den Aufgaben eines Hotelpagen gehört, den Gästen Komplimente zu machen. Im selben Aufzug fuhr ich auch mal mit einer Japanerin. Obwohl ich höflich Abstand gehalten hatte, sagte sie beim Verlassen des Aufzugs etwas, das klang wie: „Fuck you!“

JvdL mit 47 im Hotel Berlin – Foto privat – größer: Klicken

Bald darauf hat mich eine schwierige Beziehung ziemlich rasch ergrauen lassen, was meine Spiegel zu Hause mir aber nicht zeigten. Im Spiegel sah ich braune Haare. Einmal saß ich beim Friseur und fragte erstaunt: „Was sind denn das für graue Löschen, die hier runter fallen?“ Der Friseur sagte mitleidlos: „Die sind von Ihnen.“ Die Haare wurden also erst grau, wenn sie nicht mehr auf meinem Kopf waren.
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Typisch Lügenpresse: Schuld ist mal wieder der Darm

Zuerst war es nur ein Verdacht. Doch nach gründlichen Studium der bundesweit durch die Deutsche Post AG in einer Auflage von 17,6 Millionen Exemplaren vertriebenen Gratispostille „EINKAUFAKTUELL“ will ein Rechercheverbund von NDR und Süddeutscher Zeitung unter Leitung von Ex-Spiegel-Chefredakteur Georg Mascolo herausgefunden haben, was tatsächlich hinter allem steckt. Mascolo: „Da stecken Fürze quer, und jetzt entschuldigen Sie mich, ich habe einen Termin beim Proktologen.“ Inzwischen sind die sogenannten Nachrichtenmagazine Spiegel (Pups) und Focus (Pupsi) sowie der sattsam bekannte Stern (Hitlertagebücher) auf den Zug aufgesprungen und prangern allesamt den Reizdarm an. Derweil hat der namhafte Medienjournalist Stefan Niggemeier enthüllt, dass es sich bei den Titeln um versteckte Werbung für ein rezeptfrei in Apotheken erhältliches Medikament handelt. Dass die sich nicht schämen:
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Reizdarm am Arm ist das neue „Scheiße am Fuß“ – Montagen und Gif: Trithemius