Vogelbach-Schlosschädiggeschädigigigge oder VG

Guten Tag, glauben Sie an Orthographie?

„Ein Orthograph und eine Gouache sind eine naheliegende Wahl, denn der Unterschied zwischen einem Orthographen und einer Gouache besteht darin, dass erstere eine starre Struktur und nicht nur ein Kleingedrucktes ist. Sie sind nützlich, wenn Sie den Buchstaben oder die Phrase in einem einzigen Kontext anzeigen möchten, aber auch, wenn Sie verschiedene Versionen derselben Phrase in separaten Versionen anzeigen (das deutsche Rechtschreibsystem), oder wenn Sie nicht nur einen einzelnen Buchstaben in Ihren Dokumenten, sondern mehrere Versionen wünschen, wie die berühmte Abbildung oben.

Doch damit nicht genug. Vor kurzem stieß ich auf eines dieser Bücher von Gerhard Schloss, in dem er über Orthographie und Gouache spricht. Er spricht von einigen aufwändigeren und komplexeren Versionen, die als Vogelbach-Schlosschädiggeschädigigigge oder VG bekannt sind. Ich denke, es geht nur darum, was auf dem Cover steht, aber wenn nicht, gibt es hier mehr Informationen zu diesem Thema. Das Buch enthält eine interessante Beschreibung ihrer Funktionsweise: http://www.gutenbergbücher.de/index.php?book_id=1355. Aber es gibt einen Haken! Es ist für Leser geschrieben, die neu in diesem Fach sind, und es gibt nur zwei Seiten: eine der englischen Übersetzungen, die in englischsprachigen Lehrbüchern verwendet werden soll. Der andere ist der …“

Bevor jemand denkt, jetzt ist er völlig übergeschnappt, einige Bemerkungen zur Entstehung dieses Textes, der bedauerlicher Weise, andere werden sagen „zum Glück“ mitten im Satz abbricht. Es trug sich zu am besagten Abend mit Freund Merzmensch im Biergarten der Ständigen Vertretung. Auf der Suche nach einem profanen Ort betrat ich das weiträumige Lokal und fand mich bald wieder in einem surrealen Gang, schmal, aber hoch und so lang, dass ich glaubte, ganz leicht die Erdkrümmung wahrzunehmen. Über viele Schritte fürchtete ich, mich verirrt zu haben.

Die linke Wand dieses Gangs ist bis hoch hinauf mit Porträts bekannter Personen aus der alten Bundesrepublik tapeziert. Unter vielen anderen sah mich Josef Beuys an, und wenn sein Porträt bedeutete, dass er auch schon einmal hier gewesen war und den Ort gesucht und gefunden hatte, war ich getröstet, dass auch ich ihn finden würde und mir keine Irrfahrt durch den NordLB-Glaspalast drohte, der ja wohl einen ganzen Häuserblock einnimmt. Wegen dieses Toilettengangs musste ich lange unterwegs gewesen sein.

Als ich zurückkehre, hatte Vladimir in „Buchkultur im Abendrot“ geblättert, das ich ihm geschenkt habe, die Abbildung oben gefunden, das KI-Programm „Talk to Transformer“ auf seinem Smartphone aufgerufen und eingegeben: „Guten Tag, glauben Sie an Orthographie?“, worauf das Programm blitzschnell den obigen Text verfasst hat, leider auf Englisch. Er hat ihn vom ebenfalls auf KI beruhenden Übersetzungsprogramm DeepL übersetzen lassen.

Wir erheiterten uns über das verrückte Wort „Vogelbach-Schlosschädiggeschädigigigge.“ Bei „oder VG“ schwingt eine subtile Komik mit, dass man vermuten könnte, die KI-Software hätte einen Witz gemacht. Die Behauptung, im [fiktiven] Buch von einem Gerhard Schloss gebe es „nur zwei Seiten“, ist ziemlich ulkig. Der tote Link zu einem nicht existierenden Buch erinnert an Texte des Magischen Realismus. Rätselhaft ist auch das „Ich“ im Text. Wo kommt es her? Wer ist dieses Ich? Und warum schreibt „ich“ nicht weiter? Hat Gerhard Schloss seine Finger im Spiel? Ein neuer „Fall Karl Waldmann?“

Es lässt sich in diesen KI-Text einiges hinein interpretieren. Trotzdem steht dahinter kein planender Geist, keine Identität. Weil wir wissen, dass Sprechen und Schreiben menschliches Handeln ist, ist Sprachproduktion ohne einen bewusst handelnden Verursacher schwer vorstellbar. Die KI-Software scheint erkannt zu haben, dass der Satz „Glauben Sie an Orthographie?“ witzige Zusammenhänge herstellt zwischen Glauben, wie er an der Tür verkauft wird, und dem blinden Glauben an die amtlich geregelte Rechtschreibung. Deshalb produziert sie ihrerseits einen absurdistischen Zusammenhang, hier Orthographie und Gouache. Die Verbalphrase „scheint erkannt zu haben“ verleitet wiederum, an einen verstehenden, planenden Geist zu denken.

Ein Gegenbild wäre die mechanische Registrierkasse. Wir nehmen nicht an, dass sie mit den Summen, die sie registriert, zusammenzählt und als Ergebnis ausdruckt, irgend etwas anfangen kann. Sie muss nicht wissen, was sie tut, um zu können, was sie kann. Vergleichbar registriert die KI-Software bestimmte Inhalte eines eingegebenen Textes, sucht nach Ähnlichkeiten mit Millionen anderen Texten und produziert etwas Neues ohne Sinn und Verstand. Wäre es anders, müssten wir uns ernsthafte Sorgen machen. Wie es sich mir darstellt, ist die Beschäftigung mit KI-Textproduktion vorrangig intelligente Spielerei. In engen Sachbereichen, beispielsweise Sport- Wetter- oder Börsenbericht, aber auch bei juristischen Schriftsätzen kann sie menschliche Verfasser ersetzen.

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Linden backt – Linden denkt

Bei Rewe am Kassenband wendet sich der Mann vor mir um und sagt: „Ich habe nur diesen Bon, nicht dass du dich wunderst, warum ich hier stehe.“
„Kein Problem“, sage ich, „ich wundere mich schon lange nicht mehr.“
„Warum auch?“, meint er einvernehmlich, „ist ja alles logisch so.“
Logisch grad nicht, denke ich, aber plausibel. Zur Kassiererin sagt er: „Ich gucke mal, ob ich einen Cent habe.“ Tatsächlich findet er einen im Portemonnaie. So bekommt er für seinen Pfandbon ein 50-Cent-Stück. Mir gefällt, dass die Kassiererin freundlich auf den Cent gewartet hat.

Während ich noch überlege, welches Pfandgut in der Summe auf 49 Cent auskommt, beschließe ich, die belebte Limmerstraße entlang zu gehen und mich irgendwo hinzusetzen. Ah, zum Kopfrechnen ist es zu warm. Wenn ich mich setze, sollte ich was zu lesen haben. In den Bücherregalen vor dem Antiquariat entdecke ich einen Roman von Robert Walser, von dem besseren, dem wunderbaren Walser also, und kaufe ihn unbesehen. Vor der ehemaligen Biobäckerei „Doppelkorn“ beschattet die Markise einen leeren Tisch. Doppelkorn wurde vor Jahren insolvent und war lange Zeit geschlossen. Wiedererstanden ist die Bäckerei als Genossenschaft „Linden backt.“ Die Schweizerin Hazel Brugger, bekannt aus Funk und Fernsehen, ist kürzlich hier gewesen und hat ein YouTube-Video über das Experiment der Genossenschaft gemacht. Früher nannte ich sie bei mir: „Schweiz gewordener Sauertopf“, aber in letzter Zeit finde ich sie ganz witzig. Ihr Video kommt fast ohne Spitzen aus und wirkt durchaus wohlmeinend.

Vor gut sechs Jahren habe ich oft an diesem Ort gesessen, Milchkaffee getrunken, geraucht und Leute geschaut. Das Rauchen habe ich mir abgewöhnt, und aus dem Lesen wird’s nichts. Ich bin derart abgelenkt durch die Passanten, dass ich nicht über fünf Sätze hinaus komme. Lichtenberg sagt: „Die unterhaltendste Fläche auf der Erde für uns ist die vom menschlichen Gesicht.“ Gegen die Vielzahl dieser Flächen kommt keine Buchseite an. Eigentlich müsste Lichtenbergs Befund erweitert werden auf die menschliche Gestalt.

Von einem Balkon in Bad Godesberg hatte man den Blick auf das Siebengebirge. Mein Zimmergenosse erklärte mir, er habe das Siebengebirge lange betrachtet, wegen „Drachenfels“ und sei zum Beschluss gekommen, dass da und dort die Kuppen des Höhenzugs an einen Drachen gemahnen. So kann man sich den immer gleichen Blick auf eine statische Landschaft interessant machen, auch wenn’s falsch ist, denn der Drachenfels heißt vermutlich so nach dem Mineral Trachyt. Ich sah jedenfalls keinen Drachen, finde auch, dass der alltägliche Blick auf eine Landschaft und sei sie noch so schön, rasch langweilig wird. Anders die Landschaft der menschlichen Gestalt. Ich staune über die Vielzahl der Erscheinungsformen.

Wenn die Adepten der Künstlichen Intelligenz (KI) davon schwärmen, das menschliche Gehirn übertrumpfen zu können, vergessen sie, dass menschliches Denken nicht auf das Gehirn beschränkt ist. Was ein Mensch denkt, kommt aus seinem ganzen Körper, wie er ihn bekleidet und wie er ihn bewegt, wie es ihn bewegt. Das in Reaktion auf Kontext und Situation ist mehr als simple Schaltungen im Gehirn. So dachte ich vor Linden backt, wo ich überaus freundlich bedient wurde – von der Frau im Video, die noch nie „Game of Thrones“ gesehen hat, was ich sehr sympathisch finde. Ich nehme mir vor wiederzukommen.

Nächtlicher Plausch mit Frau Nettesheim


Trithemius

Raten Sie mal, wer heute Nacht im Bett geschlafen hat, Frau Nettesheim!

Frau Nettesheim

Ich und vermutlich Millionen andere Deutsche.

Trithemius
Unter anderem auch ich, von 1 Uhr 30 bis 3 Uhr 50.

Frau Nettesheim

Die Nacht ist deutlich länger.

Trithemius
Ja, aber, ich habe mich um 23 Uhr etwa in den Sessel gesetzt und bin dann eingeschlafen. Als ich um halb zwei Uhr wach wurde, konnte ich nicht mehr sitzen und habe mich mutig ins Bett gelegt, zum ersten Mal seit zwei Wochen.

Frau Nettesheim

Sind aber bald schon aufgewacht.

Trithemius
Nach einem interessanten Traum.

Frau Nettesheim

Interessant? Was für ein nichtssagendes Wort. Was träumten Sie denn?

Trithemius
Ich traf ein bei einem Doktoranden-Seminar. Es fehlte noch die ominöse Frau Vivaldi. Einige junge Frauen erzählten dem Professor, die Vivaldi habe draußen aus dem kiesbedeckten Flachdach ihren Modeschmuck, einen Armreif im Wert von 10.000 Euro, verloren. Der Professor stöhnte auf: „Die Vivaldi schon wieder!“
Derweil ich mir an den ringförmig aufgestellten Tischen einen Platz suchte, traf Frau Vivaldi ein, begleitet von einer schönen, etwa kniehohen Androidin.

Frau Nettesheim

Die Vivaldi mal wieder! Immer muss sie von sich Aufhebens machen. Können Sie nichts Besseres träumen?

Trithemius
Na erlauben Sie mal, Frau Nettesheim. Wie soll das gehen? Soll ich das Seminar etwa von einer Einheit der Traumpolizei stürmen lassen, um Frau Vivaldi rauszuwerfen aus meinem Traum? Weil Sie Ihnen nicht passt? Reiche haben auch Rechte. Und außerdem vermittelt Frau Vivaldi eine Idee, für die man sie und mich als ihr Chronist dereinst loben wird.

Frau Nettesheim

Das wüsste ich aber.

Trithemius
Weil Sie eine Ignorantin sind, Frau Nettesheim.

Frau Nettesheim

Pah! Welche Idee denn?

Trithemius
Kleine Androiden. Wenn man demnächst lebensechte Androiden bauen kann, die mittels KI auch noch viel klüger sind und alles viel besser können als Menschen, wird man weltweit ein Gesetz erlassen, eine Erweiterung von Isaac Asimovs Roboter-Gesetzen, nämlich dass Androiden nur kniehoch sein dürfen.

Frau Nettesheim

Wozu?

Trithemius
Damit kein Android sich als Mensch tarnen kann und der Mensch seine Überlegenheit behält.

Frau Nettesheim

Gähn! Und dafür müssen Sie mich mitten in der Nacht wecken.

Uit de tijd gegleden – Aus der Zeit gerutscht

Zounds! Ik heb me verslapen. Ik moet uit de tijd zijn gegleden, omdat het overal rustig is. Hoewel ik een paar auto’s in de verte hoor rijden, tsjilpen er ook vogels. Maar het geluid zou een misleiding kunnen zijn. Zij zouden van de band kunnen loskomen. De akoestische illusie hoeft niet eens van de band te komen. Het is genoeg om mijn hoorzorgcentrum een beetje te stimuleren, zodat ik denk dat ik verafgelegen autogeluiden, vogelgeluiden en het stille ventilatieluid van mijn laptop kan horen. Als ik over het scherm kijk, zie ik drie ramen, twee frontale ramen, één diagonaal van opzij. Het linker venster van het frontale venster heeft twee vleugels. De witte gordijnen worden volledig opzij geschoven, zodat juist dit raam zicht biedt op het dichte gebladerte van verschillende bomen, die zich in schijnbaar verschillende diepten van de ruimte bevinden. Recht vooruit zie ik een meidoornstruik die in de bladeren van een eik is gegleden. Ik zie niet veel door het zijraam. Het gordijn wordt niet ver genoeg naar de zijkant geduwd. Ik herken tenminste een hoge, lichtrode gemetselde huisgevel en wat ramen erin. Ze zijn wit geschilderd en hebben een oud wit schietgat. Uit hun symmetrische rangschikking maak ik op dat er meer ramen in de voorkant van de bulk moeten zijn. Echter, het grootste deel van de voorkant van het huis is bedekt met de bladeren van een boom.

augadoro (oogpoort) was de naam die de Teuten aan hun ramen gaven. Net als bij de akoestische waarnemingen, alles wat de oogpoorten me konden laten zien en wat er allemaal in de kamer is. Dit alles zou kunnen worden voorwendseld als mijn visueel centrum. Mijn scherm en wat er schriftelijk op verschijnt bleef behouden wanneer ik bepaalde toetsen in een ordelijke volgorde indruk. Ervan uitgaande dat dat ook illusie zou zijn zoals de tastbare waarneming van de computer op mijn schoot, de knopen onder mijn vingers, zoals mijn linkervoet op de grond, mijn rechtervoet vrij zwevend in de lucht omdat ik dit been over het andere been raak en de computer op de dij van mijn rechterbeen houd, de druk van mijn lichaam op de rugleuning terwijl ik op de zitting weeg, mijn innerlijke waarnemingen, de afdronk van koffie in mijn mond enzovoort. Er is geen bewijs dat ik niet uit de wereld ben gegleden. Niets bewijst dat ik hier nog steeds ben. En je lieve lezer, je hebt nog minder aanwijzingen. U zegt: Ik lees uw tekst. Maar doen jullie dat überhaupt? Ik heb geen bewijs dat ik niet weet of alle percepties ook voor jou gespeeld zullen worden. Wat als ik de tekst helemaal niet schreef? Misschien zat het gewoon in je hoofd? Het ontstaat zeker in je hoofd op dat moment. Nederlands!

Goede dag!

Vertaald met http://www.DeepL.com/Translator – Mit Dank an Dieter Kayser

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