Update Schreiben wie im Mittelalter – Seminar Theorie und Praxis der Handschrift – Gürtel enger

Nachtrag Schreiben wie im Mittelalter
Inzwischen ist mir auch der bislang fehlende Abschnitt von Jaelle Katz zugegangen. Ich habe ihn in unsere Galerie bereits eingepflegt und konnte meinen hingehunzten Abschnitt dafür entfernen. Jetzt ist das Werk vollständig. Ich bitte um Beachtung.

Seminar Theorie und Praxis der Handschrift
Unsere Gruppe umfasst derzeit 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Gelegentlich ist die Frage nach dem zu erwartenden Arbeitsaufwand gestellt worden. Das betrifft den Praxisteil des Seminars. Wir werden üben müssen, damit sich ein Erfolg für die eigene Handschrift einstellt. Wer allerdings schon mit seiner Handschrift zufrieden ist, erweitert durch die Übungen die eigenen handschriftlichen Möglichkeiten. Da alles freiwillig ist, hängt die Übungstiefe von jedem selbst ab. Doch ich kann versprechen, dass jede Übung von Schrift etwas Kontemplatives hat, bei dem die Gedanken spazieren gehen können und an deren Ergebnis sich das Herz erfreut. Was das Theoretische betrifft: Im Austausch mit euch möchte ich einen neuen Ansatz der Handschriftdidaktik entwickeln, denn mir ist bei der Vorbereitung unseres Seminars etwas klar geworden, was ich schon lange hätte klar sehen können, nur nicht bedacht habe. Manchmal hat man eben ein Brett vorm Kopf. Wer mit einem eigenen theoretischen Text etwas beitragen möchte, und sei es nur ein Erfahrungsbericht, ist natürlich herzlich eingeladen. Ich hoffe, morgen den ersten Seminar-Beitrag veröffentlichen zu können.

Gürtel enger schnallen
Was diese Wendung bedeutet, ist mir auch erst heute morgen aufgegangen. Ich dachte bislang, mit der Wendung, den Gürtel enger zu schnallen, wäre die Aufforderung zur Einschränkung, zum Verzicht gemeint. In Wahrheit ist der enger zu schnallende Gürtel eher das Ergebnis eines Verzichts. Indem ich den Januar über keinen Alkohol getrunken habe und das intermittierende Fasten praktiziere, habe ich bereits zwei Kilo abgenommen und musste heute meinen Gürtel enger schnallen, damit die Hose nicht rutscht. Es geht doch nichts über eigene Anschauung.

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Seminar „Theorie und Praxis der Handschrift“ – Interessenten gesucht

Grafik: JvdL

Möglicherweise herrschen in der Dingwelt Gesetze, die wir nicht kennen und zu denen wir keinen Zugang haben. Doch gewisse Alltagsphänomene lassen darauf schließen, dass dem so ist. Eines dieser Phänomene ist, dass gesuchte Dinge immer erst an dem Ort zu finden sind, wo man zuletzt nachschaut. Es hilft auch nicht zu mogeln und einfach an diesem letzten Ort zuerst zu suchen. Ein anderes Phänomen zeigt sich mir, indem manche Dinge sich vor mir verstecken. Irgendwann nach ihrem eigenen Gutdünken tauchen sie wieder auf, entlocken mir ein „Ach-da-bist-du-ja!“ und geben meinem Leben einen unerwarteten Drall. Wie oft habe ich das Haus nicht verlassen können, weil ich meinen Schlüssel nicht fand. Zuletzt ist mir das am 1. Weihnachtstag geschehen. Ich hatte den Heiligabend bei meinem ältesten Sohn in Hamburg verbracht, wollte mittags zurückfahren, weil mich mein mittlerer Sohn aus Leipzig besuchen wollte. Wir standen schon gut im Aufzug, als ich in der Jacke meinen Hausschlüssel nicht fand. Wir suchten sie zu Dritt ab, bis mein Sohn mich aufforderte, sie wieder auszuziehen. Inzwischen waren wir wieder in der Wohnung. Da endlich entdeckte er den Schlüssel in einer Tasche im Ärmel, wo ich schon mehrmals nachgefühlt hatte. Es folgte eine halsbrecherische Fahrt zum Bahnhof, denn ich durfte den Zug nicht verpassen, weil mein mittlerer Sohn aus Prinzip kein Handy hat und über eine Verspätung nicht hätte benachrichtigt werden können. Im letzten Moment bestieg ich den ICE und brauchte bis Lüneburg, um mich wieder zu entspannen.

Inwieweit sich der Weltenlauf durch den sich versteckenden Schlüssel änderte, kann ich nur bedingt sagen. Jedenfalls schreibe ich deshalb diese Zeilen und deshalb sitzt du vor dem Rechner und liest das, derweil draußen so ein seltsam helles Licht blinkt, eine kalte, man nennt es „Sonne.“ Möglicherweise gibt sie aber nur ein Intermezzo und zeigt sich danach wieder tagelang nicht. Da müssen wir uns den Sonnenschein selbst machen nach dem Motto: „So wärmt man sich an den eigenen Kohlen.“

Heute suchte ich in sieben Schachteln nach einem Dokument, tröstete mich beim Blättern der Unterlagen, dass die Wahrscheinlichkeit des Auffindens mit jeder vergeblich durchsuchten Schachtel stieg, fand viele passende Schriftstücke, aber das Gesuchte dann doch ganz woanders. Ziel meiner Suche war, Material für ein Teestübchen-Handschriftseminar zusammenzutragen.

Weil das Projekt „Schreiben wie im Mittelalter“ so erfolgreich war, sich dabei einige Fragen ergeben haben, würde ich gerne mit einem Handschriftseminar anknüpfen. Obwohl schon im Juni 2012 von Bild siech gebrüllt, von anderen schon gänzlich totgesagt und als überkommene Kulturtechnik bezeichnet, die man ebensowenig beherrschen muss wie Feuermachen, spielt Handschrift im Leben vieler Menschen noch eine Rolle und lässt sich prima in unser digitales Medium überführen, ja, kann sogar ein wichtiges Gestaltungselement sein, wie Kollegin Mitzi Irsaj in ihrem Blog zeigt. Auch Kalligraphie findet sich in Blogs wie etwa bei Sabine Lieschenmeier Pangritz. Lange Vorrede, kurzer Sinn: Ich suche Interessenten am Seminar Theorie und Praxis der Handschrift und bitte um Mitteilung bzw. Einschreibung. Wir werden beginnen mit dem Konzept der Ausgangsschrift und dem Schreiben und Üben verschiedener Ausgangsschriften. Am Ende des Seminars soll eine Briefaktion stehen.

Schreiben wie im Mittelalter – „Von der schuldigen Ehrfurcht bei der Pflege der Bücher“ 14 Bloggerinnen und Blogger haben das 17. Kapitel des Philobiblon abgeschrieben

Das Ergebnis unseres Schreibprojektes ist hier zu betrachten. Ich danken allen Beteiligten herzlich für die termingerechte Einsendung. Es gehört Mut und Überwindung dazu, sich derart zu exponieren, weil wir daran gewöhnt sind, unsere Worte in die anonymen Formen technischer Schrift zu kleiden. Einige völlig wertfreie Bemerkungen zum Ergebnis: Die Vielfalt der Handschriften ist beeindruckend. Ihre generationenübergreifende Gesamtschau hat eine eigene Ästhetik und ist eine einmalige Dokumentation des Zustands heutiger Handschriften.

Die Eckpunkte dieser Dokumentation bilden eine Handschrift in Kurrent und einige moderne Druckschriften. Deutlich zeigt sich, wie sich die Didaktik der Erstschriften über die Zeiten verändert hat. Handschriften, denen die Lateinische Ausgangsschrift (LA) zugrunde liegt, lassen die Ausgangsformen noch gut erkennen, weil sie in der Schule noch nach dem Gesichtspunkt der Formtreue benotet worden sind. Die Kurrent wurde grundsätzlich formgetreu geschrieben. Einer Handschrift liegt vermutlich Vereinfachte Ausgangsschrift (VA) zugrunde. Sie wird seit den 1980-er Jahren gelehrt. Einige Handschriften haben sich völlig vom Formenballast der LA oder VA getrennt und sind im landläufigen Verständnis Druckschriften, wie sie nach dem Willen des bundesweiten Grundschulverbands zukünftig nur noch gelehrt und gelernt werden sollen.

Ich würde mich freuen, eure Meinung zum Projekt zu lesen. Wie war das Abschreiben, fühltet ihr euch in die Rolle eines mittelalterlichen Kopisten versetzt? Wie seid ihr mit der Fraktur zurechtgekommen? Wie beurteilt ihr euren Textabschnitt sowie den ganzen Text? Hättet ihr Lust auf ein weiteres Projekt und wie sollte es aussehen?

Zum Anschauen bitte anklicken!


Mitgemacht haben (in der Reihenfolge der Abschriften):
Feldlilie
Cornelia
Daniel
Marana
Peter
Christa
Mitzi
Anna
Emil
Sabine
Jaelle Katz
Trithemius
Stefanie
Wortmischer
Cristina

[Edit: inhaltlich fehlte ein Anschluss, weil der vorletzte Abschnitt zweimal vorliegt. Ich habe den fehlenden Abschnitt ergänzt und mich beim Schreiben diszipliniert, um ein besseres Ergebnis zu bekommen.]

Schreiben wie im Mittelalter – Zu kopierende Textabschnitte

Feldlilie

Cornelia

Daniel

Marana

Peter

Christa

Mitzi

Anna

Emil

Sabine

Jaelle

stefanie

Wortmischer

Cristina


Liebe Kopistinnen und Kopisten,

ich habe die zu schreibenden Abschnitte nach Reihenfolge der Anmeldung vergeben. In der linken Spalte finden sich die Abschnitte, namentlich zugeordnet (zum Vergrößern bitte anklicken.) Ich empfehle, den Abschnitt in Originalgröße auszudrucken und als Vorlage zu nutzen. Hilfreich ist es, vor dem endgültigen Abschreiben einige Zeilen vorzuschreiben, um in den Schreibfluss zu gelangen. Schreibfehler passieren. Bitte nicht verzagen (im Mittelalter sah man das nicht so eng. Richard de Bury klagt über viele Unarten beim Umgang mit Büchern. Fehler spricht er nicht an.) Bitte nur durchstreichen und hinter dem Fehler neu schreiben. Auch Tintenkleckse einfach trocknen lassen.

Maranas Abschnitt liegt schon aus dem vergangenen Projekt vor. Marana hat sechs bis sieben Wörter je Zeile geschrieben. Selbst bei unterschiedlicher Schriftgröße sollte das als Maßstab dienen, wodurch wir den formalen Zusammenhang der unterschiedlichen Handschriften herstellen. Ich bitte, Blau oder Schwarz zu schreiben und auf sonstige Farben zu verzichten.

Die Handschrift bitte scannen. Nötig ist eine Datei mit 72 dpi. Wer über entsprechende Bildbearbeitungssoftware und Kenntnisse verfügt, kann den weißen Rand wegschneiden und die Datei auf Breite 660 Pixel verkleinern und mir entweder zuschicken, im eigenen Blog veröffentlichen (verlinkt zum Teestübchen, damit ich davon erfahre) oder sie in einen Kommentar platzieren. Wer seine eingescannte Datei nicht bearbeiten kann, möge sie mir per E-Mail schicken. Ich bringe sie dann auf Format. Abgabetermin ist Dienstagabend 24:00 Uhr, damit ich das Ergebnis unserer Gemeinschaftsarbeit am Mittwoch publizieren kann.

Und nun: Viel Vergnügen beim Schreiben!

Daten in Kürze
Zeile: sechs bis sieben Wörter
Farbe: Blau oder Schwarz
Papier: Weiß

Nach dem Scannen
Beschnitt: möglichst eng
Endformat: 660 Pixel Breite, Höhe variabel
Auflösung: 72 dpi
Dateiformat *.jpg oder *.gif
Abgabe: Dienstag, 30.Januar, 24:00 Uhr

Projekt „Schreiben wie im Mittelalter“ – Einiges über Handschrift und – Teilnehmerliste (Update)

Kloster Sankt Georgen in Stein am Rhein 0085
Unser imaginäres Skriptorium bevölkert sich, als würden aus allen Landesteilen die Kopisten anreisen. Dabei freut mich besonders, dass dieses Projekt generationenübergreifend ist. Auffallend auch, dass sich bislang überwiegend Frauen angemeldet haben, ein Sieg der Emanzipation. Vom Mittelalter bis Ende des 19. Jahrhunderts war Schreiben Männersache. Noch ein Unterschied: Mittelalterliche Kopisten schrieben eine überindividuelle Schrift, ab einer Schriftreform im 8. Jahrhundert die karolingische Minuskel. Persönliche Elemente waren nur in den verzierten Initialen geduldet. Denn nachfolgende Generationen mussten noch einwandfrei lesen können, was da geschrieben stand. Darum veränderte sich die Form der Buchstaben nur langsam. Unsere Kleinbuchstaben entsprechen noch heute weitgehend der karolingischen Minuskel (neu sind nur der I-Punkt und die Andeutung der Oberlänge beim kleinen T). Die Großbuchstaben sind noch älter, wurden in der Renaissance von der römischen Inschriftenschrift, der Capitalis monumentalis, übernommen. Bis zum Aufkommen der Schreibmaschine waren individuelle Elemente in der Handschrift unerwünscht. Man musste schreiben, wie es in den Lehrbüchern vorgeschrieben war. Seit dem Barock waren die Lehrbücher der Schreibmeister im Kupferstichverfahren gedruckt. Wer deren Alphabete genau nachvollziehen konnte, schrieb „wie gestochen.“

Solange die Handschrift das Speicher- und Kommunikationsmedium der Verwaltungen war, brauchte man Schreiber, die einen überindividuellen Duktus schrieben. Mit dem Vordringen der Schreibmaschine nach der Jahrhundertwende wird die Schreibhand von dieser Pflicht entbunden, die Handschrift wird Privatsache. Das neue Konzept der „Ausgangsschrift“, angeregt durch den Kalligraphen Rudolf von Larisch und theoretisch begleitet von dem Pionier der Graphologie Ludwig Klages, erlaubte dem Schreiber eine expressive, persönliche Ausformung der erlernten Grundform. Gelehrt wurden nun Ausgangsschriften, deren Formen vom Schüler später individuell abgewandelt werden sollen.

Wir alle haben das Schreiben einer Ausgangsschrift gelernt, mit der Maßgabe, sie individuell ausformen zu dürfen. Daher schreibt in unserem Schreibprojekt jede/jeder ihre/seine charakteristische persönliche Handschrift. Sie ist unverwechselbar und einmalig in der Welt der Schrift. Das begründet auch ihren Wert. Daher möchte ich alle Bedenken hinsichtlich der Form der eigenen Handschrift zerstreuen. Sie ist gut wie sie ist.

Teilnehmerliste
Feldlilie
Cornelia Schwarze (CD)
Daniel Schmidt (CD)
marana
Peter Zanner (CD)
christa hartwig
Mitzi Irsaj
socupuk
Der Emil
sabinelieschenmeierzenart
Karfunkelfee
Wortmischer
Jaellekatz
auchwasmitmedien
Trithemius

Am Samstag werde ich die Abschnitte aus dem Philobilon verteilen und noch einige schreibtechnische Hinweise geben.
Update 27. 01. um 00:00 Uhr: Der Kreis der Kopisten steht fest. Wir sind 14 Personen. Jede/jeder bekommt am Samstag etwa 10 Zeilen zur Abschrift.

Schreiben wie im Mittelalter – Wir kopieren ein Kapitel aus dem Philobiblon

Zeitreise ins Mittelalter. Heute vor 674 Jahren, am 24. Januar 1344, an seinem 58. Geburtstag beendete Richard de Bury, Bischof von Durham, sein Buch von der Bücherliebe, das Philobiblon. Gedruckt wurde die in Latein verfasste Handschrift erstmals 129 Jahre später, nämlich 1473 in Köln. Mir liegt eine deutsche Übersetzung von Max Frensdorf vor, gedruckt 1932 in Eisenach, auf Wunsch des Übersetzers gesetzt in der klerikal wirkenden Alemania Fraktur. Damals wurden 300 Exemplare gedruckt. Mein Büchlein ist ein von mir selbst gebundener Raubdruck, Fotokopien des Exemplars der Zentralbibliothek der RWTH Aachen. In den 1980-er und 1990-er Jahren habe ich zur Schriftforschung viel Zeit in Aachens Bibliotheken verbracht und hatte gelegentlich Hinweise auf das Philobiblon als „das berühmte Buch von der Bücherliebe“ gefunden. Sein Ruhm war aber nach über 600 Jahren schon ein bisschen verblasst. Während man es heute über Amazon für 0,98 Euro erwerben kann, war es damals nicht so leicht aufzutreiben. Ich suchte sogar in der Diozösan-Bibliothek, die man nur nutzen durfte, wenn man einen Bürgen benennen konnte, fand es aber im Bestand der TH-Bibliothek.

Richard de Bury besaß im Jahr 1344 mehr Bücher als alle anderen englischen Bischöfe zusammen. Berichten zufolge soll sein Schlafzimmer voll davon gelegen haben, so dass man sich kaum bewegen konnte, ohne auf eines zu treten. Als Bischof von Durham sammelte er fast manisch Bücher und schreckte auch nicht vor einem Diebstahl zurück. Trotzdem wird seine Bibliothek nicht mehr als 400 Bücher umfasst haben, allerdings zu Zeiten vor dem Buchdruck ein stattlicher Besitz. Ein handgeschriebenes Buch hatte im Mittelalter großen Wert. Wer damals ein derartiges Buch ausleihen wollte, musste „gewaltige Pfänder“, ganze Schafherden oder Ländereien, hinterlegen, schreibt der Paläograph Wilhelm Wattenbach. Die Büchersammlung war jedoch nicht Selbstzweck, sondern sollte Studenten zu Gute kommen. Demgemäß vermachte Richard de Bury sie 1345 der Universität Oxford.

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Ein Hoch auf praktisches Handgeschick

Heute Morgen, als ich die Tasse aus der Küche ins Wohnzimmer trug, habe ich ein wenig verschüttet und mir den Mittelfinger an heißem Tee verbrüht. Jetzt habe ich eine Brandblase genau auf dem oberen Fingerglied. Den wehen Finger könnte ich nicht mal hoch halten, um ihn Mitleid heischend rumzuzeigen, ohne Missfallen zu erregen. So’n Pech aber auch! Einen Schreibstift kann ich jedenfalls nicht halten. Dabei ist heute Tag der Handschrift, wie mir ein in Hannover ansässiger Stifthersteller in einer Rundmail mitteilte.

Das passt, denn für morgen habe ich einen Beitrag zum Thema Handschrift vorbereitet, auch aus aktuellem Anlass mit einem Aufruf zum Mitmachen, aber ob ich selbst mitmachen kann, steht in den Sternen. Das erinnert mich an einen Aufenthalt mit einer Lehrergruppe in einem Berliner Hotel, ich glaube, es hieß Hotel Berlin. Ich nahm an einem Einführungsseminar für ein Projekt mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung teil. Am 2. Tag wurden wir für eine Rechercheübung in Gruppen eingeteilt. Meine Gruppe sollte in der Hotelküche recherchieren. Zum Auftakt ließ der Küchenchef alle Kartoffeln schälen. Ich konnte leiderleider nicht mitmachen, denn ich hatte mir beim Frühstück in den Finger geschnitten. Es war ein Versehen, meine lieben Damen und Herren, wie ich ja auch den Tee nicht absichtlich verschüttet habe, auch wenn man beide Fälle für eine glückliche Fügung halten könnte. Dabei gebe ich zu bedenken, dass ich viel lieber mit der Hand schreibe als Kartoffeln schäle.

Näheres morgen ab 8:00 Uhr