Die volle Wahrheit über Teestübchen-Chefredakteur Julius Trittenheim

Dienstagmorgen kurz vor der Teestübchen-Redaktionskonfernenz. „Wo hat der Chef seinen ersten Text veröffentlicht?“, fragt Redaktionsasisstentin Marion Erlenberg ungläubig und vergisst glatt, den Mund zu schließen. „Im Stadtmagazin von Würselen!“, grinst Volontär Schmock. „Von wegen Titanic oder Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Kartoffeldruck! Hier, ich habe es schwarz auf weiß!“ Er knallt ihr ein aufgeschlagenes, schon etwas zerfleddertes Heft auf den Tisch und wispert: „Eine Reportage über die Realschule Würselen, Sie wissen schon, Frau Erlenberg, wo die berühmte Krankenschwester und der legendäre Feuerwehrmann von Martin Schulz zur Schule gegangen sind, genauer über deren Fahrradkeller; hihi! Tippen Sie den mal ab, dann mogele ich ihn ins Teestübchen, wenn der Chef zum Mittagstisch ist!“
Gesagt, getan:

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Unterstadt (2) – ein erzähl experiment

die leute sagen: geh nicht in der unterstadt! wer hingeht, kommt nie mehr rauf. aber wir vom VIWO, das ist „velocipèdeclub immer weiter oberstadt“ kümmern uns nicht drum. wir gehen ja nicht, wir fahren. wir fahren mit unsere rennmaschinen überall hin, je nach windrichtung. wenn der wind vom süden weht, fahren wir nach süden zu los, damit er uns beim rückweg schiebt. und natürlich ist jeder von uns schon mal am alter kinosaal vorbei gefahren.

hallo? die unterstadt liegt im süden. also fahren wir da auch vorbei und runter. die einzige regel ist, niemals absteigen. wenn wir vom verein einmal losgefahren sind, setzen wir nirgends den fus an den grund. ehrensache! wer mitmachen will in unser verein, muss zuerst eine prüfung machen. muss zeigen, dass er mit eine übersetzung von 42:28 eine steigung von 26 prozent hochfahren kann, ohne vom rad zu fallen. zum ersten mal haben mich die alten kämpen mit in die unterstadt genommen. wir fahren immer in eine grose gruppe zu 15 mann. sind manchmal auch frauen dabei, aber heist ja „allemannhoch“ und nicht „allemannundfrauhoch.“ einer ist immer der wegkapitän. der fährt vorne und bestimmt fahrstrecke und tempo.

als ich zum ersten mal nach unterstadt gefahren bin, war der dicke franz unser wegkapitän. wir fuhren hoch zum kinosaal, ich schön bei hans-günter am hinterrad. aber kurz vor oben konnte ich nicht mehr langsam fahren und habe mich frech an die spitze gesetzt. da kam der dicke franz rechts neben mich, hatte einen ganz rotem kopf und schreit: fahr! fahr! ich hab mich total erschreckt und verstanden, ist gefahr und bin wie wild am kinosaal vorbeigefahren. ich flog über die kuppe und bekam den riesenschreck. ich habe mal ein bild gesehen. oben auf eine skisprungschanze steht einer mit sein motorrad und ein hämisch lachender verbrecher hält ihm den colt am kopf, dass er mit dem moped die schanze runter rasen muss. von dem bild ist mir glatt schwindelig geworden und ich musste weggucken, aber hab nicht aufhören können, das bild anzusehen. immer wenn sich der grusel gelegt hat, musste ich wieder hingucken und dachte, gleich rast er runter, kann sein lenker kaum noch halten, aber mus in die spur bleiben bis zur absprungkante, oje, oje oje!

genauso fühlte sich an, als ich am alter kinosaal vorbei über die kuppe geflogen war. GOTT, geht es da steil runter! ich wollte bremsen, aber der dicke franz neben mich schreit mich ins ohr „fahr! fahr!“ wie der verbrecher vom bild mit sein colt. und ich kann nicht sehen wohin. grad als ich dachte, gleich hebst du ab und segelst ins tal, macht die straße ein knick nach links und weiter eine schnurgrade rampe runter. der dicke franz gibt mir ein quackje mit seine linke schulter, dass ich die kurve kriege. puh, geht es steil runter! vernünftige leute bauen da lieber eine treppe, aber nicht die leute von unterstadt. an die rampe wohnt niemand. zu steil für ein haus. aber unten die häuser in unterstadt. schrecklich!

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unterstadt (1) – ein erzähl experiment

dass die leuten anderswo anders sprechen als wie wir, glaube ich nicht. ich finde auch nichts dabei, dass wir eine ober- und unterstadt haben. und finde gerecht und richtig, dass wir aus der oberstadt auf den leuten in unterstadt immer schon runtergesehen haben. soll man denn auf diesen leuten hinaufschauen? hallo? sie leben doch in unterstadt! aber der weg in die unterstadt ist schon komisch. zuerst führt nämlich die strase steil bergauf.

bergauf in die unterstadt, das kommt mir vor, als hat die oberstadt noch einen schutzwall, dass alle guten leuten sofort sehen pass auf, warnung. gleich geht es runter und zwar tief. geh da nicht weiter! genau an der stelle, wo die straße steil zur unterstadt fällt, liegt rechts den alten kinosaal. seine schaufenstern sind ganz staubig und die tür ist mit bretter zugenagelt. seit er leer steht, habe ich vor den kinosaal noch mehr angst. aber eigentlich kommt die angst noch vom kindergarten her. einmal ist fräulein altenberg mit uns kinder in dem kino gegangen. wir durften einen märchenfilm von die gebrüder grimm sehen. der war ein bisschen gruselig. es ging um einen jungen. der hat immer widerworten gegeben. davon ist er ganz krank geworden und musste sterben. da haben sie dem jungen begraben. aber nach kurzer zeit hat der sein händchen durch die erde gewühlt und hat mit das fingerchen ein widerwort aufgezeigt. die leute im dorf haben die mutter gesagt, sie muss an das grab wache stehen und dem händchen peitschen, bis es aufhört, widerworte zu geben.

bei uns im kino war der karl-heinz grosch. der hat immer quatsch gemacht und laut gelacht, als die mutter dem händchen gepeitscht hat. fräulein altenberg hat gesagt, karl-heinz soll still sein. aber der hat immer weiter gelacht. da ist plötzlich der film ausgegangen und licht ging an. erst hat es laut gestampft, da kam eine gestalt ganz in lumpen auf der bühne. auch das gesicht war lumpen und der mund hat uns angeschreit. wir haben auch geschreit und sind aus der kinosaal rausgelaufen, fräulein altenberg auch. drausen hat sie gesagt, der karl-heinz war schuld, weil er unartig gewesen ist. ich hab gesehen, dass der lumpenmann rote einmachgummis um den beinen hatte, solche gummis hat meine oma auch. das habe ich fräulein altenberg gesagt, und sie ist sehr böse geworden.

(Foto und Grafik: JvdL) Wird fortgesetzt

In der Schreibstube – Ein Vexierbild

Wenn ich gar nicht mehr weiter weiß, schaue ich bei meinen Kollegen nach. Schaue einem von ihnen über die Schulter und lese, was er mit spitzer Feder in das leere Buch schreibt, in seiner kleinen krakeligen Schrift da. Nach einer Weile hält seine Feder im Kratzen inne.
„Ich kann nicht schreiben, wenn mir einer zuliest“, murrt er. Unter meiner Hand ruckelt die knochige Schulter unwillig.

„Ihr seid so mager, Väterchen“, entfährt es mir, „dürft das Essen nicht vergessen!“
„Essen vergessen!“, kichert er, „Soll’s von ungefähr kommen, dass es sich reimt?“
„Ihr vermutet Logik in den Wörtern, die nicht in ihnen selbst steckt?“
„Auf höherer Ebene, in der Tat“, nickt der Alte. „Wenn man so vertraut ist mit ihnen, weil man sie täglich zu bändigen hat, dann geben sie um Gnade winselnd ihre Geheimnisse preis.“
„Ihr phantasiert bereits“, sage ich, „Ihr müsst jetzt essen!“
„Was denn?“, sagt der Alte widerborstig, „wir haben hier keinen Kanten Brot. Wörter zu bändigen, ist brotlose Kunst.“ Die vier anderen Schreiber nicken stumm. Es wirkt absurd, wie ihre Köpfe auf und niedergehen. Welch eine alberne Geste ist doch das Nicken! Ich wollte, ich hätte niemals mitansehen müssen, wie jemand nickt. Und jetzt nicken gleich vier Köpfe, als würde ihnen im Gleichtakt am Bart gezupft.
„Hort auf damit!“, herrsche ich sie an.
„Wir kommen nicht aus, weils wahr ist. Wahr, so wahr!“, klingt es dumpf.
Die Feder kratzt wieder. Sowie ich abgelenkt bin, schreibt er weiter. Wie kann er wissen, dass ich nicht mehr mitlese? Ich stehe doch hinter ihm. Vielleicht kann ich ihn überlisten. Spreche mit den anderen und schiele heimlich ins Buch.
„Ihr nickt wie Blöde“, sage ich zu den Vieren hinüber, und es gelingt mir, sie nicht anzusehen, sondern ins Buch zu schielen. Aber nein, ich kanns nicht lesen. Er ist Linkshänder.

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Aus dem Off – Die schönsten Augen nördlich der Alpen

Hallo?! Wie peinlich ist das denn?! Unter dem Gejohle der Punker, die immer vor dem Edeka-Supermarkt lagern, werde ich in Handschellen über die Limmerstraße abgeführt. Und just, als die beiden Polizisten mit mir warten, um eine Straßenbahn vorbeizulassen, just in diesem peinlichen Augenblick kommt Frau Schewardnadse mit dem Fahrrad angefahren. Rundet im erstaunten Wiedererkennen ihre schönen Augen, und gerade kann ich noch stammeln: „Es ist nicht das, wonach es aussieht!“, da zerren mich die Bullen auch schon zum Polizeiwagen hin.

Jetzt sitze ich auf dem Polizeirevier in der Ausnüchterungszelle für Akademiker und andere Strolche und warte auf den Polizeipsychologen.

Es hat alles ganz harmlos begonnen. Monatelang war ich nur zu Edeka gegangen in der Hoffnung, Frau Schewardnadse säße an der Kasse. Eigentlich sieht sie aus wie eine ganz gewöhnliche Frau Anfang 40, mit blonden Strähnchen in den braunen halblangen Haaren. Aber wenn sie mich anschaut und lächelt, falle ich aus den Schuhen. Sie hat mindestens die schönsten Augen nördlich der Alpen. Und wenn sie mir das Wechselgeld zurückgibt, streicht sie jedes Mal wie unabsichtlich meine Hand. Da dachte ich schon: Man muss sich vorsehen bei den slawischen Weibern. Sie haben allerlei kokette Tricks in petto.

Leider war Frau Schewardnadse schon wieder nicht da. Vielleicht hat sie ja eine andere Stelle gefunden, denn eigentlich ist Frau Schewardnadse nicht einfach eine Frau an der Supermarktkasse, sondern war in Georgien eine Astrophysikerin gewesen. Sagt jedenfalls mein Freund Konrad Fischer. Alle Frauen, die aus dem tiefen Osten kämen und bei uns im Westen an den Supermarktkassen sitzen, wären in ihrer Heimat arbeitslose Astrophysikerinnen mit einem Doktortitel in Quantenphysik oder mindestens Lehrerin gewesen.

Statt Frau Schewardnadse sitzt ein junges Kassenfräulein da, zieht meine Waren über den Scanner, lächelt und sagt:
„Neun Euro 50 hätte ich gerne!“
Ich bin bitter enttäuscht und sage fest: „Wir haben nicht vereinbart, dass ich Ihnen für diese Dienstleistung ein Honorar bezahle.“
„Wie jetzt…?“
„Fast zehn Euro für ein Lächeln, nö! Ja, und dann haben Sie natürlich ein paar Waren über den Scanner gezogen. Das ist doch keine Leistung!“
„Hallo…? Geht’s noch? Sitzen Sie hier mal acht Stunden und fertigen jeden Idioten ab.“
„Sind Sie grad ein bisschen ausfallend geworden? Erst lächeln, dann schimpfen, und alles für neun Euro 50.“
„Sie bezahlen doch mich nicht für irgendwelche Höflichkeitsgesten.“
„Das nennen Sie also ‘Höflichkeitsgeste’. Ganz umsonst werden Sie die Idioten aber auch nicht abfertigen.“
„Mein Lohn ist in den Waren enthalten.“
„In meinem Kartoffelsalat? Ja, ist denn das erlaubt?“
„In den Preisen Ihres Einkaufs.“
„Meines Einkaufs?“
„Ja, Sie stehen hier nämlich an der Supermarktkasse. Ich habe Ihre Waren über den Scanner gezogen, die Computerkasse hat die Preise registriert, zusammengezählt und die Kaufsumme von neun Euro 50 ausgegeben, und jetzt ist es üblich, dass der Kunde bezahlt. Sagt ja schon das Wort: ’Einkaufen’ mit Betonung auf Kaufen.“
„Üblich? Ich komme aus dem Rheinland. Da kaufen wir nicht ein, sondern holen uns alles.“
„Aber in Hannover ist es üblich, dass der Kunde kauft, also zahlt.“
„Ja, wo ist er denn?“
„Wer jetzt?“
„Der Kunde, der meine Waren bezahlt?“
„Jetzt rück schon die Kohle raus, Alta“, brummt mein zotteliger Hintermann, der nur eine Flasche Wodka aufs Band gelegt hatte, „ich hab nicht ewig Zeit.“
„Ach, eilt es bei dir so mit dem Saufen? Zahl du doch!”
“Herr Huschke, Kasse bitte!”, sagt das Kassenfräulein ins Mikrophon. Und wie aus dem Nichts steht Herr Huschke neben mir, erkennbar an dem Namensschild an seinem Kittel.
Ich sage: „Hallo, Herr Huschke, sind Sie nicht so ein kleiner Dicker mit Brille?
„Nein, das ist die Frau Haubentreter. Was gibt’s?“
„Der Herr hinter mir hat nicht ewig Zeit, sagt er.“
„Wer hat das schon. Sehen Sie, ich bin schon 58, und noch ist völlig unklar, ob ich es bis zur Rente schaffe…“

Das wird traurig, weiß ich sofort und sage: „Einen Moment, bitte, Herr Huschke“, greife mir die Wodkaflasche, schraube sie auf und setze sie an den Hals. Ah, das Zeug läuft runter wie Wasser. Ich hab Riesendurst. Derweil wird mein Hintermann renitent und will mir die Flasche entwinden. Im allgemeinen Gerangel fängt das Kassenfräulein an zu schreien, und Herr Huschke geht zu Boden. Muss man da gleich die Polizei rufen?

Jetzt bin ich schon fünf Stunden in der Ausnüchterungszelle. Seit meiner Einlieferung habe ich keine Menschenseele mehr gesehen. In der Ferne höre ich den Straßenverkehr rauschen. Wo mag nur Frau Schewardnadse jetzt sein?

Upcycelt: Erstveröffentlichung am 27. August 2015 im Teestübchen

Die Besucherin

Kategorie KopfkinoDer See war in Aufruhr. Der Wind trieb unaufhörlich wie lebendig zuckende Wellen vor sich her, bis sie gegen das befestigte Nordufer klatschten. Ich stellte mir vor, dass die fetten Maschseekarpfen sich dicht an den Grund des flachen Gewässers drücken müssten, um nicht von der Strömung mitgerissen und an die Kaimauer geschmettert zu werden.
„Sei mal nicht so dramatisch, Trithemius“, sagte Coster. „Natürlich haben die Karpfen weit draußen eine ruhige Bucht, wo sie sich tief in den Schlamm buddeln können. Im Schlick fühlen sie sich geborgen, weshalb man Maschseekarpfen vor Schlachtung und Verzehr mindestens eine Woche in der Badewanne halten sollte, damit sie den Schlammgeschmack loswerden.“
„Was Sie wieder zu wissen glauben, Coster!“
Eigentlich war es kein Wetter, um noch draußen zu sitzen, obwohl die Terrasse des Museumscafés durch eine brusthohe gläserne Einfassung gegen Wind geschützt war. Mich fröstelte trotzdem, denn es hatte leicht zu regnen begonnen.
„Wir wollen etwas anderes reden“, sagte Coster und sah unentwegt an mir vorbei zum Kurt-Schwitters-Platz hin. Du erinnerst dich gewiss noch an meine Metapher von der aufstrebenden Stadt, Trithemius.“ Weiterlesen

SF-Kurzgeschichte – Auf ewig ohne Halt

Fotomontage und Gif-Animation: JvdL

Fotomontage und Gif-Animation: JvdL

Es wäre ja wohl klar, wem das absolute Halteverbot gelte, sagte Botschafter Brockhaus. Nur die Erdbewohner des westlichen Kulturkreises könnten seine Bedeutung überhaupt verstehen. In geringer entwickelten menschlichen Kulturen betreibe man weder Automobile noch Raumfahrt, werde mithin auch nicht mit dem Verkehrsschild konfrontiert.

Er könne darin keine Diskriminierung irdischer Lebewesen aus der westlichen Hemisphäre erkennen, sagte der für die Beschwerde zuständige Beamte der Unteren Galaktischen Verkehrsbehörde. Sein Name wurde von den gängigen Übersetzungsprogrammen als Hono Kono transkribiert, was sie fälschlich übersetzten mit „Sardonisches Grinsen.“ Wenn keine Notwendigkeit bestünde, das absolute Halteverbot auszuweisen, wäre es nicht am Rande des solaren Planetensystems platziert worden.

Botschafter Brockhaus hob zweifelnd die rechte Braue und senkte die linke, und hoffte, man würde daraus auf seinen Unmut schließen. Aus der Tatsache, dass das Schild platziert wurde, erschließe sich nicht der Sinn der Maßnahme, wandte er ein. Seine Regierung betrachte ein absolutes Halteverbot just dort als reine Willkür. Schließlich gäbe es keinerlei Belege dafür, dass in der Randzone des solaren Planetensystems überhaupt jemand von der Erde halten wollen würde.

Das Schild sei nun mal da, entgegnete Hono Kono. Seine Sinnhaftigkeit infrage zu stellen, wäre gleichbedeutend mit einem Zweifel am Galaktischen Betriebssystem überhaupt und würde ihn zutiefst kränken.

Auf der Erde habe man schon von Schweren Ausnahmefehlern im Galaktischen Betriebssystem gehört. Vertrauenswürdige Gewährsleute hätten davon berichtet. Sogleich bereute Botschafter Brockhaus, dass er sich zu dieser Bemerkung hatte hinreißen lassen. Wie vertrauenswürdig der Blogger Trithemius wirklich war, wusste er nicht. Aber das absolute Halteverbot war ein Ärgernis. Ein Stachel im Fleisch der Menschheit. Es verhöhnte alle Anstrengungen zur Entwicklung der Raumfahrt.

Hono Kono räusperte sich. Niemand habe behauptet, dass irdische Raumfahrer am Rand des solaren Systems anhalten wollten. Aber irgendwo weiter draußen würden sie doch halten wollen, beispielsweise um ferne Welten zu erkunden. Darum gehe es. Die Galaktische Gemeinschaft intelligenter Wesen lege von hier bis unendlich keinen Wert darauf, von irdischen Bewohnern erkundet zu werden. „Durchreisen ja, aber niemals anhalten. Beachten Sie den Pfeil!