Von der Jugend zum Alter ist’s nur ein Katzensprung

Franz, Karl-Heinz, Theo und ich saßen bei Franz zu Hause im Wohnzimmer über dem Jugendherbergsverzeichnis, einer Deutschlandkarte und einem Notizblock und planten unsere Radtour aus dem Rheinland nahe Köln zum Bodensee. Auf dem Plattenspieler drehte sich Nancy Sinatras Single: „These Boots Are Made For Walkin.“ Ich erinnere mich daran, als wäre es gestern gewesen, aber dieses Gestern umfasst doch ein halbes Jahrhundert und ist nur geschrumpft, damits noch in meinen Kopf passt. Heute weiß ich, wie lustvoll ist es, eigene Jugenderinnerungen auszurollen, wenn man alt ist. Und selbst wenn man spürt, dass junge Menschen derlei Erzählungen nicht hören wollen, man will sie dem unwilligen Auditorium zum Trotz doch noch loswerden, denn Erzählen ist nicht nur das Entfalten einer geschrumpften und eingetrockneten Erinnerung, sondern ein wenig ist es Wiedererleben, als würde die geschrumpelte Erinnerung von neuem Lebenssaft getränkt, wieder geschmeidig und gleichsam rieseln Glückshormone durch die Adern und man möchte glauben, die Zeit wäre zurückzudrehen.

Vom Jungsein zum Altsein ist’s nur ein Katzensprung, was aber nur erkennt, wer den Hupfer schon gemacht hat. Als der isländische Skalde Egil [1] alt und fast blind war, ging er mit einem Freund über den Markt und stolperte, worauf ihn die Marktweiber auslachten. Da sagte Egil: „Minder verhöhnten uns die Weiber, als wir noch jung waren.“ Man bedenke: Die damals jungen Marktfrauen sind bald ebenfalls alt und hinfällig geworden und seit über tausend Jahren schon tot. Von Egil wissen wir noch aus der Egils-Saga [2], von den unbekannten Marktweibern tönt nur über das Jahrtausend hinweg ihr Lachen. Zu Egils Lebzeiten im 10. Jahrhundert stand das gut gegebene Wort hoch im Kurs. Seine Taten und Worte wurden lange Zeit mündlich tradiert, dann im 12. Jahrhundert aufgeschrieben und überliefert. Dass in unserer Zeit die Erfahrungen der Alten nichts gelten, ist ein Effekt der Schrift. In schriftlosen Kulturen sind die Alten die Bibliothek, was deutlich wird im oft zitierten Bonmot des malischen Ethnologen Amadou Hampaté Bâ:
„Mit jedem Greis, der in Afrika stirbt, verbrennt eine ganze Bibliothek.“
Schriftgebrauch geht einher mit der Abwertung der Alten, sie werden jetzt nicht mehr als kollektives Gedächtnis gebraucht. Schriftliche Aufzeichnungen bieten ein vergleichendes System, das den Schwächen der menschlichen Erinnerung nicht zu unterliegen scheint. Zwar warnt schon Platon, dass die Schrift nur „Scheinweise“ hervorbringe, aber das macht nichts in einer Zeit, die Scheinweisheit nicht hinterfragt.

Eine übers Bloggen entstandene Beziehung zu einer wesentlich jüngeren Frau hat mich aus dem Rheinland nach Hannover verschlagen. Nachdem diese Beziehung zerbrach, kannte ich in Hannover niemanden. Ebenfalls übers Bloggen lernte ich in Hannover einen Literaturstudenten kennen und geriet durch ihn in einen Freundeskreis von jungen Männern, die meine Söhne sein könnten. Ein ganzes Jahrzehnt traf sich die altersmäßig ungleiche Gruppe. Doch zum Schluss passte es nicht mehr, denn ich spürte, dass mein einziges Plus, das Mehr an Erfahrungen, Wissen und Lebensleistung nicht in dem Maße zählte, als dass es die leise Überheblichkeit der Jugend hätte kompensieren können.

Natürlich hat Altsein seine Vorteile und seine eigenen Glücksmomente. An seinem 80. Geburtstag wurde Salvador Dalí von Reportern gefragt, wie es wäre, 80 zu sein. Dalí sagte: „Morgens ohne eine Erektion aufzuwachen – ha! Köstlich!“

Was soll daran köstlich sein, werden sich die jungen Reporter gefragt haben. Sie haben noch keine Vorstellung von der wunderbaren Gelassenheit, von den Epikureern [3] Ataraxie (Unerschütterlichkeit) genannt, der Seelenruhe, die vielleicht durch Askese und Meditation zu erreichen ist, aber sich zuverlässig einstellt, wenn der Geschlechtstrieb nachgelassen hat.
Ein schwacher Trost.

Derzeit warte ich darauf, dass mein Beinbruch verheilt. „Die Zeit heilt alle Wunden, aber macht auch alt“, hatte der Chirurg gesagt, nachdem er mir schreckliche sechs bis acht Wochen für den Heilungsprozess offeriert hatte. Jetzt bin ich in der unglücklichen Lage, auf das rasche Verinnen der Zeit zu hoffen, obwohl ich daran altern werde. Immerhin kann ich ein wenig der verplemperten Zeit sinnvoll nutzen und bloggen.

1) Skalde – (altnordisch skáld oder skæld „Dichter“) waren höfische Dichter im mittelalterlichen Skandinavien, vorwiegend in Norwegen und Island;

2) Die Egils-Saga – ist eine der wichtigsten Isländersagas, vermutlich verfasst zwischen den Jahren 1220 und 1240;

3) Epikureer – Anhänger einer philosophischen Denkrichtung, die auf den Lehren des antiken griechischen Philosophen Epikur basiert.

Mein Gewürzschrank und Joseph Beuys sein Mantel

Da ich nicht gut kochen kann, habe ich mehr Gewürze als ich benutze. Wenn ich in den Schrank schaue, in dem ich Gewürze und anderes Zeug aufbewahre, dann gehört er wie all die anderen Dinge in meiner Wohnung zu meiner Gegenwart. Doch eigentlich ist mein Gewürzschrank ein gut Teil Vergangenheit. Die Dinge weiter hinten, die irgendwann angeschafft, eingeräumt und dann vergessen wurden, von dem Mann, der ich einmal war, diese Gewürzdosen und –tüten werden jedes Mal, wenn ich hineinschaue, wieder gegenwärtig. Ich nehme den Pfeffer heraus, stelle ihn wieder zurück, schließe den Schrank, und schon ist alles gemeinsam wieder Vergangenheit.

So lagert sich Vergangenheitsschicht auf Vergangenheitsschicht. Pfeffer: Jüngere Vergangenheit; Wacholderbeeren: ältere Vergangenheit. Die Gegenwart besteht zu einem großen Teil aus vergegenwärtigten Vergangenheitsschichten unterschiedlicher Vergangenheitstiefe. So viele Dinge ragen aus der Vergangenheit hinauf in die Gegenwart. Daher findet man das Leben morgens genauso vor, wie man es am Abend verlassen hat. Im Kopf des Menschen ist es wie in meinem Gewürzschrank. Das eigene Ich besteht fast ausschließlich aus Vergangenheit. Oft kann man an einem Tag, in einer Woche, im Monat oder sogar in mehreren Jahren nichts hinzufügen, was die Macht der Vergangenheit in Kopf und Leben bricht.

Hat man zum Beispiel irgendwann eine Unterschrift geleistet, bindet sie einen vielleicht für ein halbes Leben. Welch ein mächtiges Instrument der Vergangenheit ist eine solche Unterschrift. In keinem Wort der Welt steckt soviel Kraft wie in der eigenen Unterschrift. Früher war es der Handschlag, der einen auf gleiche Weise band. Handschlag und Unterschrift, beides sind kleine Handlungen mit großen Folgen.

Es gibt also im Leben Handlungen mit schwerwiegenden Folgen und solche, die fast nichts bewirken, ganz unabhängig vom jeweiligen Aufwand. Das ziellose Herumlaufen in der Wohnung, das ich lange Zeit bei mir beobachtete, das ist eine Handlung ohne Folgen, zumindest sind mögliche Folgen nicht spezifizierbar.

aus: Joseph Beuys, Mysterien für alle, Kleinste Aufzeichnungen, Herausgegeben von Steffen Popp, Berlin 2015

„Zeit Konverter Mein Mantel Mantel“ hat Joseph Beuys notiert. Ich möchte gern glauben, dass er damit Ähnliches gemeint hat. So ein Mantel ragt durch die Zeit. Er wird angeschafft in einer Gegenwart. Eine Weile schützt er die Person gegen Kälte, Wind und Regen. Dann wird es wärmer. Der Mantel wird in den Schrank gehängt und bleibt lange Zeit unbeachtet, wird sogar vergessen. Die kalte Jahreszeit naht, man entdeckt ihn wieder „Ach, den habe ich ja auch noch!´“ So geht es Jahr um Jahr. Mit jedem abgelaufenen Zyklus hat sich der Mantel nur unwesentlich verändert, während sein Besitzer gealtert ist. Ein in der Vergangenheit angeschaffter Mantel konserviert den Zeitpunkt seiner Anschaffung. Mit seiner Nutzung wird er gegenwärtig. Da der Mensch von Dingen umgeben ist, die irgendwann einmal angeschafft worden sind, lebt er in diversen Vergangenheitsstufen. Wer ein fabrikneues Auto fährt, lebt in der technologischen Gegenwart. Gebrauchte Autos konservieren die Vergangenheit und zwingen die Nutzer in jene Zeit.

Derweil ich diese Worte schreibe, entstehen sie in meiner Gegenwart. Die zeitliche Distanz zur Veröffentlichung und bis zu dem Zeitpunkt, in dem er gelesen wird, bannt jeden in eine Gegenwart, die nun Vergangenheit ist. Es ist ja alles Illusion, vor allem die Gegenwart.

Mein Baum, dein Baum – Über Sprache und Verstehen

Ein Mangel unserer Sprache ist die fehlende Eindeutigkeit. Wir brauchen Gestik und Mimik des Sprechers als sprachbegleitendes Zeichensystem. Diese so genannten nonverbalen Zeichen lesen wir beim Sprecher intuitiv ab, verstehen sie ohne dass uns das bewusst würde. Das weist darauf, dass die nonverbalen Zeichen noch viel älter sind als unsere Lautsprache. Sobald sich die Sprache vom Sprecher entfernt, räumlich oder zeitlich, verliert sie ihre Eindeutigkeit, wird mehrdeutig und somit interpretierbar. Abstand erlaubt Urteile.

Besonders die Schrift bringt ja eine Entfernung vom Sprecher mit sich. Schon beim Aufschreiben entfernt sie sich vom Schreiber selbst. Denn was er zuvor gedacht oder gesagt hat, wird jetzt in ein Zeichensystem übertragen, steht ihm dann in Sätzen vor Augen und wirkt auf sein Denken zurück. Während ich das hier schreibe, halte ich immer wieder inne, lese, was da steht und beurteile es hinsichtlich der Klarheit und Verständlichkeit. Das wiederum wirkt auf mich zurück. Es ordnet meinen Gedankenfluss und regt neue Gedanken an. Zugleich ist ein Adressat immer mitgedacht.

Wenn wir beispielsweise einen Brief schreiben, dann berücksichtigen wir Zeitfaktoren. Wann hatten wir zuletzt Kontakt, was ist seither geschehen und was ist wichtig genug mitgeteilt zu werden? Gleichzeitig reflektieren wir das Verhältnis zum Briefpartner. Wie stehen wir zueinander, wie reden wir miteinander, wie ist der Verständnishorizont. Das alles ist fast unmöglich zu bedenken, wenn wir für unbekannte Adressaten schreiben. Dann löst sich die geschriebene Sprache völlig von uns ab und ist der willkürlichen Lesart von völlig Unbekannten ausgesetzt. Die Kommentare im Blog sind so ein Fall. Angeregt durch einen Text, der in einem Blog zu lesen ist, kommentiert man.

Manchmal kommentiere ich bei Leuten, die ich kaum kenne. Dabei ist mir aufgefallen, dass nicht alle Äußerungen so verstanden wurden wie ich sie gemeint hatte. In solchen Fällen sind Wörter und Worte wie Törchen zwischen Dir und mir. Diese Törchen ermöglichen die Teleportation von Kommunikation durch Raum und Zeit. Doch die Worte kommen möglicherweise anders aus dem Tor heraus als sie hineingegangen sind.

Ein konstruiertes Beispiel: Du lebst in einer Kultur, in der Bäume als etwas beinah Heiliges angesehen werden. Manche von euch suchen regelmäßig einen mächtigen Baum auf und umarmen ihn. Ich dagegen bin in einem Sägewerk aufgewachsen. Da habe ich täglich gesehen, wie aus Bäumen Bretter gesägt werden. Wenn ich dir jetzt das Wort „Baum“ schreibe, ist die lexikalische Bedeutung uns beiden klar, aber wir verbinden völlig unterschiedliche Gefühlswerte mit Bäumen. Also schicke ich das Wort Baum mit dem Gefühlsgehalt Balken und Bretter und du liest heiliger Baum.

Sprachwissenschaftlich heißt die lexikalische Bedeutung Denotation, die Gefühlswerte heißen Konnotation. Auch wenn die Denotation uns völlig klar ist, können die Konnotationen stark voneinander abweichen. Wir haben das zugegeben nicht sehr differenzierte nonverbale Zeichensystem der Emoticons, um unseren Worten Gefühlswerte mitzugeben. Trotzdem können die Konnotationen von Wörtern auch innerhalb einer Sprachgemeinschaft regional und unter den Angehörigen personal so stark variieren, so dass es ein Wunder ist, dass die Welt nicht von Missverständnissen brummt. Dass wir trotzdem überwiegend erfolgreich kommunizieren, verdanken wir der zunehmende Verfeinerung unserer Intuition.

Die Sprache des Menschen und warum ihm nicht zu helfen ist (aus den Papieren des PentAgrion)

Jedes Wort der Menschensprache ist seinem Wesen nach neutral. Deshalb ist die Menschensprache grundsätzlich ein perfektes Kommunikationsmedium. Jede Schriftsprache verfügt über Millionen Wörter. Ein Teil davon ist in Wörterbüchern verzeichnet und steht theoretisch jedem Sprecher zur Verfügung. Darüber hinaus kennt jedes Mitglied der Sprachgemeinschaft eine Fülle weiterer Wörter, die aus unterschiedlichen Gründen nicht lexikontauglich sind. In der Praxis ist der Sprachschatz dem Sprecher aber nur in Teilen zugänglich. Wollte jemand etwa zwei Millionen Wörter seiner Sprache sprechen und nehmen wir für jedes Wort die Zeit von drei irdischen Sekunden, dann wäre er (3 * 2 000 000) / 60 = 100 000 Stunden damit beschäftigt, was (((3 * 2 000 000) / 60) / 24) / 365 = 11.4155251 Erdjahren entspricht.

In diesen 11 Jahren hätte er nicht kommuniziert, sondern nur Wörter geleiert. Im Regelfall geht der Umfang des Wortschatzes aber weit über zwei Millionen Wörter hinaus. Hinzu kommen Wörter aus den Dialekten, aus unzähligen Fachgebieten, aus Sonder- und Gruppensprachen, Augenblicksbildungen sowie private, idiomatische Ausdrücke. Diesen gewaltigen sprachlichen Ozean zu durchmessen, ist in einem Menschenleben praktisch unmöglich, auch wenn einer den Mund noch so voll nimmt.

Ein durchschnittlicher Sprecher beschränkt sich etwa auf 10.000 Wörter. Sie sind sein aktiver und passiver Wortschatz. Den letzteren benutzt er nicht, aber versteht die darin enthaltenen Wörter. Man sollte annehmen, dass der Mensch danach trachtet, seinen aktiven Wortschatz ständig zu erweitern, denn es brächte eine Verfeinerung der Denkgewohnheiten mit sich, würde mithin sein Denken und Handeln verändern, sein Urteilsvermögen schärfen, ihm ein tieferes Verständnis seiner Welt und seiner Mitmenschen bescheren und seine soziale Kompetenz erhöhen. Tatsächlich aber herrscht in allen Kulturen die Bestrebung, den Wortschatz einzuschränken. Bestimmte Wörter sind aus religiösen, moralischen oder politischen Gründen tabuisiert, bestimmte Wörter und Sätze nur besonderen Gelegenheiten, sozialen Situationen und sprachlichen Kontexten vorbehalten. Manche Wörter tauchen nicht in Fachliteratur auf, andere nicht in erzählenden Texten. Diese Gebrauchsweisen werden angestoßen von den Massenmedien und geraten meist ungefragt in die Alltagssprache. Nach der Herkunft der Sprachmoden wird selten gefragt, denn der Mensch lebt in einer Welt der Konventionen, kann sich kaum vorstellen, dass die Dinge anders betrachtet werden könnten, als er es üblicherweise tut, wie es alle tun.

Der Erweiterung des Wortschatzes steht eine Streitmacht von Verhinderern entgegen. Die geistige Trägheit hat viele Schutzheilige in Schulen, Hochschulen, in den Medien. All diese Sprachverhinderer setzten Normen, schlagen Pflöcke ein, wo nicht weiter gegangen und gedacht werden darf, weit vor den Grenzen des Denk- und Sagbaren. Diese geistige Unterdrückung geschieht nicht aus Bosheit, sie ist nicht das Werk einer weltweiten Verschwörung, sondern entspricht einem systeminhärenten Problem der menschlichen Sprache. Allen Sprachen ist zueigen, dass sie nur für die Kommunikation in kleinen Gruppen taugen, nur taugen, den unmittelbar überschaubaren Bereich zu bewältigen. In kleinen sozialen Gruppen sind die menschlichen Sprachen entstanden, und wie seine Sprache, so der Mensch. Er ist ein Gruppenwesen, versteht nur, was er in seinem unmittelbaren Bereich sehen, riechen, schmecken und hören kann. Seine Weltwahrnehmung formt sich danach, was er mit seinen Sinnen erfasst. Größere Zusammenhänge kann er demnach nicht gut begreifen, will sie auch nicht begreifen, weil sie ihn bei der Bewältigung seiner täglichen Pflichten stören.

Das Gruppenwesen Mensch aber findet sich in einem Staatswesen vor, von dem er nur über Fremdzeugnisse erfährt, also mittelbar über die Fernkommunikation durch die diversen sekundären Medien. Was er davon begreift, ist von Zufällen bestimmt und wird in der Regel nicht kontrolliert durch den Abgleich mit den Fakten. Denn viele der Informationen aus den Massenmedien werden erzeugt in sozialen Zirkeln, zu denen nur Medienvertretern eingeschränkten Zugang haben. Der mediale Einfluss auf den Einzelnen ist enorm. Die irdischen Massenmedien sind gigantische Manipulationsmaschinen, deren Macht täglich wächst. Sie sind die Denkfabriken, in denen der Inhalt der Köpfe erzeugt wird. Sie begründen die Ohnmacht des Menschen, denn wichtig und wirklich, das ist in seinen Augen nur, was den medialen Segen der Denkfabriken erfahren hat. Selten ist es sein eigenes Leben, wo er doch so gerne teil hätte und aufgenommen würde in die Sozialgemeinschaft des globalen, für ihn viel zu großen Dorfes. Seine Tiernatur treibt ihn dahin, wo die Musik spielt. Aber die Musik lockt ihn weg vom eigenen Herd, wo seine Aufmerksamkeit gefordert ist. Aus diesem Dilemma ist dem Menschen nicht zu helfen.

Von hier…