statt gedanken

ich habe unvollständige sätze geschrieben. in den letzten tagen habe ich viele sätze nur angefangen. mein schreibimpuls krepierte, bevor der punkt in sicht war. faireweise muss gesagt werden, dass hinter dem schreibproblem ein verebben der gedanken steckt. gerade ist so ein mauskleiner gedanke ans licht gekrochen, kommt der innere zensor und gibt ihm eins mit dem schlappen drüber. kein wunder dass die gedanken sich nicht mehr hervortrauen. vermutlich hocken sie irgendwo beisammen und sind beleidigt, sagen „puh! ich muss ja nicht…“ „ich kann auch woanders denken, wenn das so ist.“ oder fluchen über den zensor und seinen schlappen. die verhuschten dinger. wären sie nicht so rachitisch, wäre mal einer kräftig genug aufzustehen, zu sagen: „hier stehe ich und kann nicht anders!“, dann könnte er sogar für den schwächlichsten aller gedanken eine bresche schlagen, so dass sich alle schwachmaten hervorwagen könnten, ohne den zensorschlappen befürchten zu müssen. aber weils nicht so ist, gibt es ersatzweise mal was ohne gedanken, nur zum anschauen (rechte seite. links ist ein alternatives alphabet zu sehen, so’n quatsch.)

bitteschön, von mir selbst gemacht aus obigen bleistiftskizzen sinnloser Symbole. sinnlose symbole zu entwerfen ist übrigens gar nicht so einfach. auch wenn mans gar nicht will, schon schleicht sich an eine form eine bedeutung ran, springt ihr in den nacken wie ein hockauf und dirigiert das symbol frech bei den ohren.

Grafik: JvdL (größer: bitte klicken!)

Werbeanzeigen

Große Kunst mit Maklern und sonstiger Quatsch

Klicke Bild

Es ist große Kunst, ganze 25 Immobilienmakler mitsamt Schreibtisch so auf die Fläche zu verteilen, dass jeder zum anderen exakt die gleiche Entfernung hat. Diese schwierige Aufgabe zu bewältigen unternahm ich über Nacht, so dass ich das hübsche Bild am Morgen vor mir hatte. Auch die Makler waren zufrieden, was mich mit Genugtuung erfüllte. Das gesamte Projekt wurde mir durch die erfreuliche Tatsache erleichtert, dass die fragliche Fläche topfeben war, was ich dem Arbeitseinsatz und dem Fleiß eifriger Dampfwalzenfahrer verdanke. Außerdem freue ich mich, Wissenswertes über die Stadt Celle mitteilen zu können. Die vielerorts geäußerte Vermutung, dass Celle nur aus zu den Straßen hin offenen Schuppen bestünde, die überdies leer sind, hat sich bestätigt. Das zu diskutieren, sollte aber aus medizinischer Sicht besser unterlassen und aus philosophischer Sicht gänzlich verboten werden. Schon eine Erörterung stößt rasch an ihre Grenzen, und zwar vorne, hinten und auch an beiden Seiten.