Burtscheider Kursplitter XXVII – Illegales Betreten

Die Kurklinik erstreckt sich über mehrere Bauten. Zwei davon, Haus A und E, befinden sich jenseits der Gasse Adlerberg mit ihrem üblem Kopfsteinpflaster. Haus A ist mit Haus B durch eine rundum geschlossene Brücke verbunden. Geht man nun hinüber in Haus A und fährt mit dem Aufzug hinab auf die Ebene 0, kann man das Gebäude durch den Ausgang eines Corona-Testzentrums verlassen und steht direkt im bequem zu begehenden unteren Teil der Burtscheider Fußgängerzone. Über diesem Ausgang steht groß „Ausgang.“ Es ist der Ausgang des Testzentrums, weil Eingang und Ausgang bekanntlich nicht identisch sein dürfen, damit Getestete und zu Testende sich nicht begegnen.

Bei der Rückkehr steht man als Deutscher folglich vor dem Problem, das Gebäude durch den Ausgang zu betreten. Ich habe es mehrmals getan und fühlte mich so lange unbehaglich, bis ich am Aufzugbereich angelangt war. Das gab mir einen Eindruck, was Wladimir Iljitsch Lenin meinte mit seinem resignativen Ausspruch:

    „Wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich erst eine Bahnsteigkarte!

Inzwischen sind Bahnsteigkarten abgeschafft, aber nicht, um Deutschen das Erstürmen der Bahnhöfe nahezulegen. Im Gegenteil macht die fehlende Möglichkeit, sich zu legitimieren, das Erstürmen von Bahnhöfen erst recht unmöglich.

Zurück zum zweckentfremdeten Ausgang. Kurt Schwitters beschrieb 1925 in „Wie man gratis und in erlaubter Weise in den Kinosaal gelangt“, man solle den Ausgang rückwärts betreten und mit negativer Geschwindigkeit hinaus gehen.

Bitte! Ich bin mit Unterarmgehstützen unterwegs. Da kann man nicht verlangen, dass ich mit negativer Geschwindigkeit rückwärts gehe. Ich gehe also aus Sicherheitsgründen mit positiver Energie vorwärts durch den Ausgang hinein und fahre mit dem Aufzug hoch. Aufzug fahre ich ja auch manchmal abwärts. Korrekterweise müsste der Aufzug bei der Abwärtsfahrt „Abzug“ heißen. Das hat noch nie jemand moniert.

Falls hier Kinder mitlesen: Bei aller illegalen Benutzung des Ausgangs ist mir nie jemand entgegengekommen.

Musiktipp
Leningrad Cowboys

Burtscheider Kursplitter XXVI – paradiesisch leicht

Die Leichtigkeit ist mir abhanden gekommen, kein Wunder, wenn einer an Krücken geht. Dass meinen Texten die Leichtigkeit fehlt, wurde mir klar, als ich zufällig einen 15 Jahre alten Text fand. Weil ich heute kaum Zeit hatte zu Schnaufen, gibt es diese Konserve aus einer Zeit, in der ich Muße hatte, noch rauchte und viel Fahrrad fuhr. Was ist? Im Fernsehen laufen auch dauernd Wiederholungen. Manches wiederholen sie so oft, ich könnt‘ es singen. Zumindest kennt diesen Text so gut wie keiner …

Am Paradies entlang
Nach langen Mühen, Irrungen und Wirrungen langte ich am Paradies an. Zuvor hatte ich befürchtet, auch dieser Weg könnte zulaufen, in sich selbst zurückkehren und mich der schrecklichsten Ödnis anheim fallen lassen, einem immerwährenden Kreislauf durch eine unerquickliche Schleife.

Was ist übrigens im Menschen, das ihn verschlungene Pfade lieben lässt? Liegt der Weg ausgebreitet vor dir, ist er gar eine breite Straße, bist du nicht wirklich froh. Da haben sich Ingenieure über Pläne gebeugt, sich den Rücken für dich krumm gemacht, haben fleißige Arbeiter angewiesen, und sie wiederum haben Hacken geschwungen und Planierraupen gefahren, mal unter einem schweißtreibenden Gestirn, mal bei Nacht im Schein greller Scheinwerfer. Doch du guckst die frisch geteerte Straße hoch und sagst: Ach, wie langweilig. Ich kann ja fast bis zum Ende gucken, und da, wo sich die fluchtenden Linien der Straße küssen, ahne ich schon das Paradies. Bitte, wer will denn einen schnurgeraden Lebensweg, so bar jeder Überraschung? Da müsste ich mir die Schwierigkeiten ja selber machen.

Gibt’s keinen freundlichen Fußweg zum Paradies? Er darf sich ruhig ein bisschen schlängeln, damit mich die Neugier darauf kitzelt, was hinter der nächsten Biegung wartet. Und ein bisschen wellig sollte der Weg sein, meine Herren Ingenieure. An manchen Stellen dürfte er Waldboden haben, der meine Fußsohlen schmeichelt. Statt der Straßenlaternen wünsche ich immerzu Sonne, genauer, es soll ein Lichterspiel sein, ein Haschmisch zwischen Sonne und Schäfchenwolken. Und wenn mir dann auch noch der Proviant hinterher getragen wird, dann will ich mich gern zum Paradies aufmachen.

Welche Erwartungen darf man an das Leben haben? Wieviel heiteres Wechselspiel und Bequemlichkeit ist angebracht? An einer deutschen Schule wird neuerdings gelehrt, wie man sein Glück findet. Glück als Schulfach, das passt in unsere Zeit wie Arsch auf Eimer.

Also, ich langte nach beschwerlicher Reise am Paradiestor an. Und was musste ich lesen? „Heute geschlossene Veranstaltung“. Es hat mich jetzt nicht wirklich geschmerzt. Gut, es gibt im Paradies augenscheinlich zwei Sonnenschirme, und unter dem prächtig gestalteten Eingang beginnt ein hölzerner Steg mit Buchsbaumhecken links und rechts. Doch was ist, wenn man im Paradiesvereinsheim rund um die Uhr jubilieren und frohlocken muss? Macht das nicht blöd?

Ehrlich gesagt, bin ich heute nicht am geschlossenen Paradiestor gewesen, sondern habe mich aufs Rad gesetzt und rollte unter anderem durch das niederländische Simpelveld. Der Ort nennt sich “De poort van het Mergelland” (Das Tor zum Mergelland) und “Het balkon van het Heuvelland” (Der Balkon des Hüggelandes). Im verschwiegenen Park von Simpelveld lag ein junger Mann rücklings auf der Wiese, und eine junge Frau lag bäuchlings auf ihm. Ich saß unweit von diesem Glück auf einer Bank. Von rechts schob ein alter Mann ganz langsam mit einem Rollator heran. Eine alte Frau hielt achtsam seinen Arm. Ich drehte mir eine Zigarette, schaute auf den Ententeich und rauchte. Als ich die Kippe austrat waren die beiden endlich heran, fragten, ob auf der Bank noch Platz sei und waren glücklich, als sie endlich saßen.

Bald fuhr ich weiter. Unter blauem Himmel und milder Sonne blies ein warmer Wind. Radeln, schauen, ein wenig denken und erinnern – welch eine wunderbare Erfindung ist doch ein Fahrrad.

Damit alle wieder wach werden, rockt jetzt Miles Kane das Profil von den Schuhsohlen im Teestübchens-Musiktipp:
Miles Kane
Don’t Forget Who You Are

Burtscheider Kursplitter XXV – Rollatorcity

Wie es scheint, sind alle Großsprecher abgereist. Statt ihrer lärmen einige alte Frauen am anderen Ende des Speisesaals. Beim sonntäglichen Frühstück fühle ich mich durch ihr lautes Lachen gestört. „Lass sie doch lachen“, sagt mein besseres Ich. Wer Alltags beständig mit seinen Gebrechen konfrontiert ist, wem bei gymnastischen Übungen dauernd die eigene Unbeholfenheit vor Augen geführt wird, wer seinen eigenen Körper nicht mehr erkennt, weil er dauernd schmerzt und plötzlich Muskeln benötigt werden, die im Alltag nie gebraucht wurden, muss sich auch mal aufrichten dürfen. Nicht jeder hat zum Ausgleich eine digitale Existenz namens Jules van der Ley, die sich ohne erkennbare Gebrechen dem mühseligen Patientenalltag entheben kann. Als mich letztens mein Kindheits- und Jugendfreund F. besuchte, klagte ich ihm, dass meine Themen sich so verengt hätten auf meine derzeitige Behinderung.
„Derlei Bewältigung ist doch die Aufgabe von Literatur“, sagte der kluge Mann. Trotzdem wünschte ich, den derzeitigen Zwängen mal zu entkommen.

*
Wenn ich mich mit Krücken am Kopfsteinpflaster der Burtscheider Fußgängerzone abmühe, muss ich an Jeremias Coster denken. Als meine literarische Kunstfigur war er Professor für Pataphysik an der RWTH Aachen, im realen Leben Zeichner, Lebenskünstler, Architekt und Stadtplaner. Der Stadtplaner in ihm war stolz auf jedes Stück Kopfsteinpflaster, das erhalten oder neu angelegt werden konnte. Oft habe ich ihm gesagt, dass eine alternde Gesellschaft sich fußläufig zunehmend mit Rollatoren fortbewegen wird und entsprechende Wegverhältnisse braucht. Ich habe sogar ein Fotoprojekt gestartet und Leute mit Rollatoren fotografiert. (Gif-Animation: JvdL)

Coster, der bis dahin vornehmlich Plattgefahrenes und abgelegte Bananenschalen fotografiert hatte, beteiligte sich an meinem Projekt „Rollatorcity“ und schickte mir bald eine Sammlung Rollatorenfotos. Bevor er selbst in die Zwangslage kam, sich mit Gehhilfen über das geliebte Kopfsteinpflaster zu quälen, hat er sich lieber erschossen. Altwerden ist nichts für Feiglinge.

*
In einem quasi visionären Abendbummeltext vom September 2007 im Teppichhaus ( nicht Teestübchen) Trithemius auf der versunkenen Plattform Blog.de habe ich schon über das Problem geschrieben. Der Abendbummel war ein frühes Format im Teppichhaus Trithemius und erschien täglich. Formale Besonderheit der Abendbummeltexte: Leserinnen Und Leser werden im Text angesprochen [literarisches Du] (nur damit du dich nicht wunderst gleich 😉

    Kopfsteinpflastermusik
    Ja, gibt’s, denn heute keinen Abendbummel? Die Frage ist ein fünfhebiger Jambus, erste Silbe unbetont, zweite Silbe betont, und das fünfmal im Vers. Der Jambus ist beschwingter als sein Bruder Trochäus, der sogleich mit einer betonten Silbe beginnt, als würde einer bei dir zu Hause die Tür eintreten und: „Komm jetzt mit!“ rufen.
    Nein, Trochäus woll’n wir nicht. Wir bummeln jetzt in Jamben. Den ganzen Bummel in Jamben zu schreiben, das wäre mir aber zu mühselig. Denn immer wenn ich einen Jambus zu schreiben versuche, fällt mir ein Satz ein, der partout ein Trochäus sein will. Und umgekehrt. Übrigens, wir gehen inzwischen über den belebten Münsterplatz. Hier liegt Kopfsteinplaster, da empfiehlt es sich nicht, über Schrittfolgen nachzudenken. Guck, da klackert wieder eine Frau in Pumps heran. Wie Frauen auf hohen Absätzen über Kopfsteinpflaster gehen, das nötigt mir stets Bewunderung ab. Es ist eine Akrobatenleistung, die allein der Schönheit oder der Eitelkeit gewidmet, also im hohen Maße kulturell ist.

    Übrigens, ist dir das eigentlich schon einmal aufgefallen? Das Wort „Trochäus“ ist selbst ein Jambus, während das Wort „Jambus“ ein Trochäus ist. Ich gebe zu, das ist eher nutzloses Wissen. Doch wer sich mit nutzlosem Wissen beschäftigt, verhält sich ebenso kulturell wie die Frauen mit hochhackigen Schuhen auf Kopfsteinpflaster. „Kultur ist Reichtum an Problemen“, sagt Egon Friedell.

    Komm, wir lassen mal den Mann mit dem Rollwagen vorbei. In letzter Zeit denke ich oft darüber nach, wie denn wohl in 10 bis 15 Jahren die Bürgersteige und Plätze gestaltet sein werden. Im Jahre 2020 steht nicht nur ein Mann mit Rollwagen, – wie heißen die Dinger noch mal, doch nicht Petstroller? Rollator? Na, egal, wir waren im Jahr 2020, dann heißen die vielleicht ganz anders. Also, dann steht nicht nur einer mit seinem Schiebekärrchen hinter dir und kann nicht weiter, dann stehen in der Stadt Hunderte herum. In jedem Fall brauchen wir dann breitere Bürgersteige und Rampen an allen Eingängen. Selbstverständlich werden die Kopfsteinpflasterpassagen dann mit Rollbahnen durchzogen sein oder gar ganz weichen müssen. Weißt du, und darum sitze ich zur Zeit so gerne am Münsterplatz. Solange noch die akrobatischen Hochhackigen über das Kopfsteinpflaster klackern.

    Guten Abend
    (Das ist ein Trochäus)

Musiktipp
elbow – ‚Lippy Kids‘

Burtscheider Kursplitter XXIV – Beruf Patient

In der Therapiewartezone erzählt eine Frau der anderen ihren Leidensweg. Nach der letzten Operation habe sie den Chirurgen gefragt, wieso er denn die 20 Jahre alte Prothese noch belassen habe. Die sei ja noch gut, habe der gesagt, was bedeute, dass irgendwann eine weitere OP nötig sein werde. Ein Physiotherapeut hat alles gehört und sagt mitfühlend: „Ja, der Beruf Patient ist nicht für jeden was.“

*
Samstagabend. Die Großsprecher-Ecke ist verwaist. Am Ecktisch hat sich eine dicke schweigsame Frau niedergelassen, ich setze mich an den runden Dreiertisch daneben und habe die Fotowand vor Augen, die den Speisesaal schmückt. Zeit zu schauen, Schwarzweißfotos von Landschaften, Makro-Aufnahmen von Blumen, einer Distel, das Porträt eines Kindes, ein Paar auf einer Bank, gestapelte Steine, Wolken, das historische Aachener Rathaus, alles ganz hübsch fotografiert, doch in gewisser Weise belanglos. Karl Valentins Bonmot:

    „Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen“,

ließe sich abwandeln: „Es ist schon alles fotografiert, nur noch nicht von allen. Ab dem Jahr 2010 kam das Smartphone auf und hat mit seiner Verbreitung eine unüberschaubare Flut von Bildern hervorgebracht. Was ist, wenn auch der hundertzehntausendste Sonnenuntergang, die 50 Millionste Rose, wenn dereinst alles von allen geknippst ist? Hat sich dann der Sinn des Daseins erfüllt und es kann enden?

*
Anfang der 1950-er Jahre erschien eine seltsame Kurzgeschichte des Amerikaners Arthur C. Clarke, „Die neun Milliarden Namen Gottes.“ Ein tibetanischer Lama sucht eine US-amerikanische Computerfirma auf und bestellt einen Großrechner. Das Kloster des Lamas verfolgt seit 300 Jahren eine wichtige Aufgabe. Die Mönche glauben, es sei ihr Auftrag, die neun Milliarden Namen Gottes aufzuschreiben. Der Name Gottes besteht aus neun Buchstaben eines von ihnen entworfenen Zeichensystems. Seit drei Jahrhunderten tragen sie nun schon von Generation zu Generation die möglichen Buchstabenkombinationen in Bücher ein. Sie rechnen damit, dass dieser Auftrag in fünfzehntausend Jahren erledigt ist. Dann jedoch sei der Sinn des Lebens erfüllt, und die Welt würde aufhören zu bestehen.

Der Lama kauft also einen Großrechner; die Firma lässt ihn einfliegen und vom Flughafen Lhasa auf Eseln in die Berge des Himalajas transportieren. Zwei Techniker sollen den Rechner im Kloster installieren und die Mönche in die Bedienung einweisen. Man hat den Rechner zuvor so programmiert, dass er die Permutationen der neun Schriftzeichen ausdruckt. Die Mönche schneiden die Endlosausdrucke in Streifen und kleben sie in ihre Bücher. Während die beiden Techniker sich durch die nächtlichen Berge auf die Heimreise machen, spuckt der Computer oben im Kloster unentwegt die Namen Gottes aus. Die Techniker ahnen, dass er bald fertig sein wird und treiben ihre Esel an, denn sie fürchten den Zorn der Mönche, wenn sich die Prophezeiung nicht erfüllt. Sie werden gewiss auch ihr Geld zurückverlangen, wenn die neun Milliarden Namen Gottes aufgeschrieben sind, und die Welt besteht trotzdem weiter. Mit Angst im Nacken reiten die Männer zu Tal. Plötzlich schweigt der hintere Techniker. Der andere schaut sich um. Sein Kollege starrt zum Himmel, und wie der andere ebenso hoch in den Nachthimmel schaut, verlöschen die Sterne.

*

Foto: JvdL – Größer: Bitte klicken!


An mehreren Tagen hintereinander hat man fotografieren können, wie die aufgehende Sonne genau durch den Glockenturm der katholischen Pfarrkirche St. Michael zu Burtscheid scheint. Das wäre also auch schon geknippst. Soll ich noch rasch katholisch werden?

Musiktipp
Intervention Cover

Burtscheider Kursplitter XXIII – Spooky

Ich habe mir vorgenommen, nichts mehr über Hautfarben zu sagen, wenn’s nicht erforderlich ist. Doch augenfällig hier und in den Einrichtungen und Kliniken Hannovers ist, dass das Reinigungspersonal aus Schwarzafrika stammt. Einst haben die Europäer Afrikaner versklavt und ihre Bodenschätze gestohlen, jetzt kommen die Urenkel aus den abgewirtschafteten und nach wie vor ausgebeuteten Ländern her und putzen bei uns die Toiletten. Das ist rundum beschämend. Sie putzen unsere Klos, und wir beruhigen das schlechte Gewissen mit Augenwischerei, haben schon die Mohrenköpfe umbenannt und diskutieren über Mohrenapotheken und den Zwarte Piet,

*
Eine Frau von der Organisation trifft einen Mann mit Rollator, begrüßt ihn freundlich und fragt:
„Geht’s Ihnen gut?“
„Danke, mir geht es gut. Wenn es noch besser ging, könnte ich es nicht aushalten.“

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Spooky
Beim Pflegestützpunkt wurde ich Zeuge einer Vorahnung. Die Krankenpflegerin fragte mich: „Wie war nochmal ihre Zimmernummer, 732?“
„Nein 632.“
Als ich ging, stand eine weitere Patientin vor der Tür. Die Pflegerin fragte: „Wie ist Ihre Zimmernummer?“
„732“, sagte die Frau.
„Es gibt keine Zufälle“, sagt Kurt Schwitters, „eine Tür kann zufallen, aber es gibt keine Zufälle.“

*
Gerade hat mir eine Frau ihre Leidensgeschichte erzählt. Sie hat sich am heißen Tee verbrüht, sieben Wochen auf der Intensivstation gelegen, derweil ist ihr Enkel verstorben, und jetzt ist sie so schwach, dass sie gestützt werden muss. Nachdem der Arzt sie abgeholt hat, sagt ein ebenfalls wartender Patient, sein Rheuma sei schlimmer, denn es gebe keine Heilung, höchstens Linderung. Ich bezweifele, dass sich Leid gegeneinander aufwiegen lässt. Seneca zitiert den antiken Philosophen Bion. Der sage: „Gleich lästig ist es für solche mit Glatze wie für solche mit vollem Schopf, wenn ihnen Haare ausgerissen werden.“ Es hat ja jeder nur das eine kleine Leben.

*
Eine schier unendliche Geschichte
Grundsätzlich finde ich, dass das Streikrecht ein hohes Gut ist. Im niederländischen Limburg erlebte ich einst beim Busverkehr einen Streik gegen das Transportunternehmen Venovia. Ich wollte von Aachen nach Maastricht fahren, legte im Bus einen Zehn-Euro-Schein auf den Teller, um einen Fahrschein zu kaufen. Der Busfahrer schob das Geld zurück und sagte: „Behalten Sie Ihr Geld, Mijnheer, wir Busfahrer streiken. Das hat mich so beeindruckt, dass ich diese Szene später eingebaut habe in die hier verlinkte Erzählung. Den Busfahrer lasse ich freilich französisch sprechen.

Lokführer können so fahrgastfreundlich nicht streiken. Wenn sie streiken, gibt es eine Menge Kollateralschäden. Ein Geschädigter bin ich, denn eigentlich sollte ich am 6. mit dem Zug nach Hause fahren. Mein Sohn wollte Sonntag von Leipzig anreisen, bei meiner Tochter, seiner Schwester, übernachten und mich Montag bei der Heimfahrt begleiten. Diese Konstruktion funktioniert nur am Wochenende. Folglich musste ich eine Woche Verlängerung für meine Reha beantragen. Medizinisch zu rechtfertigen ist’s allemal. Denn ich wurde erst letzte Woche erneut operiert. Vielleicht ist es sogar besser, wenn ich noch eine Woche länger auf meine Alltagstauglichkeit hinarbeite. Mit Dank an Herrn Dr. Weselsky. Denn er hat es mir abverlangt.

*
Musiktipp
Arcade Fire – Ready to Start

Burtscheid Kursplitter XXII – Bunter Hund

Ob es ein gutes Zeichen ist, dass Physiotherapeutinnen mich kennen, mit denen ich zuvor nichts zu tun gehabt hatte? Man weiß offenbar über meinen Fall Bescheid und nimmt Anteil. In der Cafeteria stehen zwei Frauen zusammen, von denen die eine die Exkollegin meines Kollegen ist, der zuvor an der selben Schule wie sie gewesen war. Sie hat ihr Gepäck bei sich. Ich sage:
„Sie können sich wohl gar nicht von hier trennen?“
„Doch, ich warte, dass mein Mann mich abholt.“
„Dann alles Gute und schönen Urlaub!“, verabschiede ich mich und höre noch, wie die andere Frau fragt: „Ist das der Mann mit der zweiten OP?“

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Als Kurgast der Schwertbadklinik verbringt man viel Zeit in Aufzügen und hat jedesmal den Schriftzug OTIS vor Augen. Die Otis Elevator Company ist der weltweit größte Produzent von Aufzuganlagen. Sie wurde im Jahr 1853 von Elisha Graves Otis in New York gegründet. Otis hatte eine Aufzugbremse erfunden, die verhinderte, dass Aufzüge bei Riss des Zugseils abstürzten. Die kleine mechanische Einrichtung revolutionierte das Bauen auf der ganzen Welt. Erst jetzt baute man Häuser mit mehr als fünf Stockwerken. Bis dahin waren Wohnhäuser auf vier bis fünf Etagen beschränkt gewesen. Die fünfte Etage mit Muskelkraft zu ersteigen, mutete man nur den Dienstboten zu. Zwischen 1880 und 1890 entstanden in Chicago die ersten Wolkenkratzer, Häuser mit mehr als 150 Metern Höhe. Das weltweit höchste Hochhaus, das Burj Khalifa ist 828 Meter hoch und hat 163 benutzbare Stockwerke, dank Elisha Graves Otis, dem Mechanikermeister aus Halifax. Mit seiner kleinen Erfindung hat er der Welt einen gigantischen Stempel aufgedrückt.

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Kunst ist, einen Aushang mit wenigen Pünktchen so zu verbessern, dass ich lachen muss. Mit Dank an den unbekannten Korrektor. Dass von einem Orthographie-Anarchisten vergebene Umlautpünktchen meinen Trübsinn vertreiben können, darf man als Beweis für die Schlichtheit meines Gemüts sehen. (Auf der Herrentoilette der Kurklinik geknippst von JvdL)

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Auch rudimentäres Deutsch kann ausdrucksstark sein. Ein Mann in der Turnhalle wird ermahnt, dass er seine Maske vergessen hat. Er eilt auf sein Zimmer und kommt maskiert zurück. Anschließend entschuldigt er sich wortreich. Ein anderer Mann sagt: „Nicht schlimm. Wenn tot, nichts mehr vergessen.“

Musiktipp
Postmodern Jukebox – All About That Bass

Burtscheider Kursplitter XXI – Vom Trübsinn

Eine Raucherin vor der unteren Schwertbadtür sagt, sie habe gestern ein emotionales Tief gehabt, einen richtigen schwarzen Tag, dabei hatte sie mir am Vortag noch frohgemut zugerufen, ich sähe schon viel besser aus als direkt nach der OP und „Weiter so!“ Jetzt also Trübsinn. Ich hatte eben nach einem treffenden Synonym für emotionales Tief gesucht, und es fiel mir Trübsinn ein. Den habe ich mir offenbar eingefangen. Sie hat ihn weitergegeben wie einen Staffelstab. Bei „emotionales Tief“ wäre ich zurückgeschreckt und hätte „Uiuiui! Nein, danke“ gesagt. Aber das schöne Wort Trübsinn nahm ich an. Mal sehen, wo ich es loswerde.

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Geträumt: Eine kapriziöse Exschülerin, die ich 20 Jahre nicht gesehen habe, taucht auf und umwickelte mein gesundes Bein mit Backpapier. Danach fuhren wir Fahrrad durch hintereinander liegende Räume eines Hauses, weil die Straßen gesperrt waren. Die Tour endete, weil im letzten Raum eine Treppe abgerissen wurde.

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Physiotherapeuten-Weisheit: „Fußballspiel Verlängerung. Die Mannschaft, die miteinander spricht, verliert.“

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Mittwoch vor einer Woche
Um 9 Uhr hatte ich in der Klinik sein müssen, Coronatest und Formalitäten waren rasch erledigt, und dann heißt es warten, warten, warten. Eine Frau in weinroter Steppjacke geht den Gang auf und ab. Unmittelbar vor mir dreht sie um und geht zurück. Ich bin bald genervt und geneigt zu fragen: „Vergeht die Zeit schneller, wenn Sie auf und ab gehen?“ Zum Glück sage ich nichts, denn später ist sie vor mir dran und wird mir wünschen, nicht mehr lange warten zu müssen. Ich bin sowieso abgelenkt. Ein athletischer blonder, junger Mann kommt geschwind auf Krücken den Gang herauf, hat einen verbundenen Fuß in der Luft und setzt die Krücken raumgreifend nach vorn, wodurch er hohes Tempo aufnimmt. Er donnert vorbei. Ich schaue aus dem Fenster, habe den Blick auf eine gepflasterte Straße, die zur Rückfront der Klinik und zur Notaufnahme führt. Auf der Straße geschieht kaum etwas. Ein hellblaues Auto parkt ein, die Fahrerin und eine Frau auf dem Bürgersteig umarmen sich. Plötzlich taucht der Krückenmann auf und stürmt davon, um fünf Minuten später zurückzukehren. Jetzt hat er einen Zettel in der Hand, ist aber kaum langsamer als zuvor.
Später sitze ich mit ihm in einer Wartezone. “Ich habe Sie eben gesehen, wie Sie mit ihren Krücken davongeeilt sind.“
„Ja, ich musste einen neuen Parkschein ziehen,“
Ihm ist die Achillessehne gerissen, erzählt er. Und er habe schon mal Schrauben in einer Platte in der Schulter gehabt. Die hätten sich auch herausgedreht.
Und ich hatte vermutet, ich hätte meinen Bolzen durch Fußdrehübungen herausgedreht. Der menschliche Körper kann so etwas selbsttätig.

Musiktipp
The Thrills – Whatever Happened To Corey Haim?

Burtscheider Kursplitter XX – Pommes Schranke

Während der Kurzzeitpflege und in der Reha plagte und plagt mich ein Hunger nach Pommes. Gestern besuchte ich mit meiner Tochter und dem siebenjährigen Enkel einen Imbiss in der Fußgängerzone. Der Kleine und ich aßen Pommes. Ich sagte ihm, dass die Pommes in seiner Schale „Pommes Schranke“ heißen, wegen der Kombination Rot (Ketchup) und Weiß (Majonäse). Nach kurzer Überlegung gab er ein schönes Beispiel von Lerntransfer: „Wie heißen nochmal die Verkehrshütchen?“
„Die Kegel zum Absperren? Pylonen.“
„Also geht auch ‚Pommes Pylone‘ – oder ‚Pommes Flatterband‘.“

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Ein Jugendfreund erzählte mir, das Schützenfest in seinem Wohnort sei abgesagt gewesen. Es gab nur eine Veranstaltung des Schützenvereins auf dem Friedhof. Dahin habe kommen dürfen, wer eine Einladung hatte. Und ich dachte, auf dem Friedhof lägen nur Menschen ohne Einladung.

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Ein Krankenpfleger der Kurklinik sieht mich mit Unterarm-Gehstützen auf dem Flur. „So kurz nach der OP laufen Sie schon wieder? Sie sind wohl hart im Nehmen.“
Gut, dass es mal einer sagt, freue ich mich. Aber wie alle, die hier umher humpeln, hatte ich keine Wahl. Man muss nehmen, was kommt. Es gibt Momente, da möchte man Urlaub von sich und seinen Problemen, kurz vor und nach einer OP beispielsweise. „Einmal ein anderer sein“, lautet das neue Thema unserer Schreibgruppe. Eine gefährliche Sache, denn welchen Packen der oder die andere zu tragen hat, weiß niemand zuvor. Ich sandte unten stehenden Text aus dem Jahr 2017 ein.

*
Einmal ein anderer sein
Jeden Morgen beim Aufwachen staune ich, dass ich noch da bin. Und ich staune auch, dass ich mich exakt in dem Leben wiederfinde, aus dem ich mich am Abend verabschiedet habe, als ich in den Schlaf sank. Nie wird man morgens wach und ist mal ein anderer. Für einen Tag wenigstens könnte man doch aufwachen und zum Beispiel ein Seehund sein, der einen bunten Ball auf der Nase balanciert. Und hätte ich meine Sache gut gemacht, würfe man mir vom Beckenrand köstlichen Fisch zu. Freilich wüsste man nicht, was das Seehund-Ich inzwischen mit dem menschlichen Körper anstellen würde.

Man wird wieder wach im eigenen Körper und hat den Wanst voll Fisch, dass man sich kaum noch bewegen kann. Das wäre übel, denn ich bin Vegetarier. Dann müsste ich einen ganzen Schwall Fisch in die Biotonne würgen. Was sollen die Nachbarn denken? Woher die Schlammkruste an meiner Hose käme, wüsste ich auch nicht. Am Ende würde ich noch ins Polizeipräsidium geladen, weil man mich beschuldigt, im Fluss geangelt zu haben. Ohne Angelschein! Vorsorglich stelle ich mich dumm: „Wer sagt das?“
„Angler haben Sie gesehen, wie Sie am Flussufer gekniet und mit bloßen Händen Fische gefangen haben.“
„Moment! Das ist kein Angeln. Zum Angeln braucht man eine Angelrute.“
„Ach. Wie nennen Sie denn Ihre Methode?“
„Äh, Fischen?“
„Dann haben Sie eben gegen das Fischereirecht verstoßen. Zu ihrem Glück ist das nur eine Ordnungswidrigkeit. Mit 80 Euro sind Sie dabei.“
„80 Euro?! Dieser verfluchte Seehund!“
„Welcher Seehund?“
„Ach, nichts.“
Und ich habe mich so angestrengt mit dem Ball.
[Veröffentlicht auch in Die schönsten Augen nördlich der Alpen]

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Musiktipp
The Mighty Mighty Bosstones – The Impression That I Get

Burtscheider Kursplitter XIX – Zu wenig Fleisch

Eine Ärztin kommt vorbei und grüßt mich mit Namen. Gegenüber sitzt Herr H., ein Physiotherapeut, der mich gerade im Gehen unterwiesen hat, und macht ein Päuschen. Ich sage: „ Wissen Sie, was ein schlechtes Zeichen ist, Herr H.?“
„Nein.“
„Wenn Ärzte und die Mitarbeiter in der Apotheke Sie mit Namen begrüßen.“
„Warum?“
„Weil es zeigt, dass Sie nicht gesund sind.“
Da bricht Herr H. in schallendes Gelächter aus. „Das muss ich mir merken.“

*
Wie die Dinge in einer Institution, in einem Unternehmen oder in einer sozialen Gruppe gehandhabt werden, ist ein heimlich bestehender Plan, der unabhängig von den Mitgliedern wirksam ist und auch bei deren sukzessivem Austausch fortbesteht. Dieser Geist existiert als Struktur unabhängig von den handelnden Personen. Wer neu hinzukommt, muss sich anpassen und wird fast nichts an der vorgefundenen Struktur ändern können. Demgemäß ist die Struktur mächtiger als alle Beteiligten, und da wir sie nicht wirklich sehen können, existiert sie über unseren Köpfen. Die Auswirkung einer solchen Struktur beobachte ich auch im Mikrokosmos Speisesaal. Dort gibt es eine Ecke der Großsprecher mit zwei Tischen. Inzwischen sind die alten Platzhalter längst abgereist, aber ihre Nachfolger zeigen das gleiche Verhalten, gebärden sich laut und großspurig. Wer sich freilich nicht über Bayern München, Fußballergagen und Ähnliches unterhalten will oder kann, setzt sich dort nicht hin.

*
Gehört, wie eine ältere Frau eine der umhereilenden dienstbaren Geister “Frollein!“ rief. Wie aber sollte sie besser rufen? Früher war manches einfacher.

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Diesen Schriftzug mit einem typografischen Fehler habe ich täglich vor Augen. Er gehört zum Logo der Kurklinik und ist auf allen Schriftstücken und Aushängen zu sehen. Der stört mich ungemein, denn er zeigt, dass der Gestalter des Logos ein Stümper war. Kürzlich war ich froh, dass meine Tochter, eine diplomierte Grafik-Designerin, den Fehler auch auf Anhieb sah. Es geht um den viel zu geringen Abstand zwischen I und F. Wie kam es dazu?

Original-Logo

Der Abstand zwischen allen Buchstaben des Logos ist rechnerisch gleich. Beim Zusammentreffen der Buchstaben V I A L IF E entstehen ungewollte optische Lücken. Das tritt auch auf bei Kombinationen von A V, A O, T A. Dieser Eindruck entsteht durch den Leerraum seitlich der Buchstaben, in der Typographie „Fleisch“ genannt. Buchstaben mit wenig Fleisch scheinen näher zusammen zu stehen. Beim Logo bilden I und F eine ungewollte Einheit. Im Computersatz lässt sich das ganz einfach ausgleichen. Man muss freilich den Sachverhalt kennen.

Von mir korrigierte, optisch ausgewogene Zeile


Wer mehr über das Thema wissen will: Teppichhaus Trithemius, Typopgraphischer Lehrbrief: Vom Fleisch der Buchstaben.

Musiktipp
Royal Blood – Figure It Out

Bequem über die Eselsbrücke – Merksätze

Besuch von einem jungen Paar. Die junge Frau wollte ein Foto von uns in einem Burtscheider Lokal machen. „Vordergrund macht Bild gesund!“, sagte ich und bat sie die auf dem Tisch vor uns stehende Vase inklusiv einer rosafarbenen Nelke mit ins Bild zu nehmen. Diesen Merkspruch hörte ich von meinem Schwiegersohn, einem professionellen Kameramann. Natürlich ist der Spruch metaphorisch zu verstehen. Merksprüche dürfen nicht wörtlich genommen werden. Einfachheit und Kuriosität garantieren, dass sie sich einprägen.

Ein Merkspruch aus meinem Text von gestern:
– Der Gute [Fuß] geht zum Himmel, der Böse in die Hölle.
(Pflegliches Treppensteigen nach Verletzung);

– Vordergrund macht Bild gesund (Gute Bildkomposition);

– Trenne nie st, denn es tut ihm weh. (Überkommene Orthographie-Trennregel);

– Wer nämlich mit „h“ schreibt ist dämlich. (Orthographie, Nachweis Mijonisreise)

– Schau links, schau rechts, schau gradeaus: dann kommst du sicher gut nach Haus. (Merksatz für Kinder, bevor sie eine Straße überqueren. Nachweis noemix)

– Rot und Blau schmückt die Sau (Primärfarben, die gut zusammen passen, gehört von einem Kunstdozenten);

– Gar nicht schreibst du gar nicht zusammen; (Orthographieregel, Nachweis Karfunkelfee);

– Wer brauchen nicht mit „zu“ gebraucht, braucht brauchen gar nicht zu gebrauchen; (Stilregel, Nachweis Karfunkelfee);

– Wein auf Bier, das rat‘ ich dir, Bier auf Wein, das lasse sein. (sozialer Aufstieg, sozialer Abstieg, Nachweis Myriade / freiedenkerin);

– Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen (Bei Gewitter, nicht befolgen, weil falsch! Nachweis frauhemingunterwegs);

– Der Bauch von Rex der ist konvex (und der Bauch vom Schaf der ist konkav (Unterscheidung von Wölbungen bei räumlichen Flächen. Nachweis Feldlilie);

– 333 bei Issos Keilerei;
– 123 Rom schlüpft aus dem Ei (Geschichtliche Jahresdaten, Nachweise Feldlilie);

– Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten. (Anfangsbuchstaben sind die der PLaneten Merkur Venus Erde Mars Jupiter Saturn Uranus Neptun Pluto, Nachweis Feldlilie);

– Erst das Wasser, dann die Säure, sonst geschieht das Ungeheure (Chemie, Gefahrenvermeidung bei der Verdünnung, Nachweis socopuk);

– Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht und wenn er auch die Wahrheit spricht.(moralisierender Merkvers, der zur Wahrheit verplichten soll. Nachweis tindernes)

– …
Wer kennt vergleichbare Merksätze? (Bitte mit Anwendungsbereich)