Jüngling der Schwarzen Kunst – Liebe und Status

Sie warteten alle fünf auf dem Hof der Jugendherberge. Der hatte nach dem anhaltenden Starkregen einen halben Meter unter Wasser gestanden. Das Absaufen der Keller war gerade noch mit eilends herbeigeschafften Sandsäcken verhindert worden. Karl-Heinz ging ungeduldig auf und ab. Endlich rollte ein dunkelgrüner Renault auf den Hof. Seine Eltern und Schorschi, der jüngere Bruder, stiegen aus. Unfassbar, dass die Familie in einem Tag zum Bodensee gefahren war, wofür die Freunde eine Woche gebraucht hatten.

Sie hatten für Hannes eine Jeans mitgebracht, die eigentlich Karl-Heinz gehörte. Sie war Hannes viel zu kurz und zu weit.
„Eine richtige Hochwasserhose. Passt doch, wenns nochmal so regnet“, sagte Frau Grefrath lachend.
In den letzten Monaten war Hannes ziemlich aufgeschossen, konnte in der Setzerei endlich auch an die Fächer mit den Großbuchstaben langen. Die Freunde genossen, wieder trockene Kleidung zu haben, wenn auch klar war, dass dies ein vorübergehender Zustand sein sollte. Am Bodensee schien manchmal die Sonne, aber jeden Morgen war er regenverhangen. Ein Mix von Sonne und Regen blieb während ihrer gesamten Rückfahrt.
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