Digital Detox – Ein Selbstversuch

Der Begründer der Waldorfpädagogik und Anthroposoph, Rudolf Steiner, hat während seiner Vorträge häufig Tafelbilder erstellt. Um die flüchtigen Kreidezeichnungen zu sichern, bespannten seine Anhänger die Tafel zuvor mit schwarzem Papier. Heute wirken derartige Verfahren eigenartig und umständlich. Irgendwo, gerade unauffindbar, habe ich die Fotografie eines solchen Tafelbildes. Aber ich würde ein reales Tafelbild, das unhandlich ist und zu verwischen droht, wenn es nicht nicht konserviert wird (hier hülfe Haarspray) jederzeit einer Fotografie der Tafel vorziehen, einem Digitalfoto erst recht. Das Materielle in der Kommunikation schlägt das Digitale um Längen. Ab heute für gut vier Wochen werde ich mich aus der digitalen Welt zurückziehen und neu orientieren. Das Teestübchen bleibt offen, ist dann mehr Bibliothek. Warum nicht mal im Frühling 2016 oder im Mai 2017 stöbern? Natürlich werde ich ab und zu nach dem Rechten sehen, aber erst einmal schweigen. Nach meiner Intenernetpause gelingt mir sicher wieder der eine oder andere lesbare Text. „Digital Detox“ ist ein großes Wort. Doch ich versuche es.
Bis bald, Ihr und euer

Gif-Animation: JvdL – Zum Wikipedia-Eintrag „Digital Detox“ klicke Animation