Jüngling der Schwarzen Kunst – Leutebetrug

Hannes war gerade in der Metteursgasse angekommen, da betrat ein Mann im rostroten Overall die Setzerei und rief mit erhobener Stimme: „Ich suche Herrn Siegfried Hof!“
„Wilhelm, ich bin hier!“, rief Hof, reckte den Arm und wedelte mit der Hand.
Der Mann rief: „Ah!“, zeigte auf Hof, eilte mit ausgestreckter Hand durch die Mittelgasse, vorbei an den staunenden Setzern in Hofs Gasse und schüttelte ihm überschwänglich die Hand. „Hier wirkst du also, alter Knabe! Gut, dass ich dich antreffe.“
Er zog mit großer Geste ein flaches Päckchen aus seinem Overall und verkündete: „Hier ist das Faksimile meiner Unterschrift, frisch aus der Klischeeanstalt! Hat mich ein Schweinegeld gekostet. Das Klischee druckt ihr in Tintenblau unter den Serienbrief. Tintenblau, hörst du?“
„Schon klar, besprich die Farbe am besten nochmal mit den Druckern“, sagte Hof.
„Bist du mein Gewährsmann oder bist du mein Gewährsmann, Siegfried?“
„Aber ich bin Setzer, kein Drucker, Wilhelm.“
„Ist für mich eins. Für deine Provision kann ich doch eine ordentliche Drucküberwachung erwarten?“
„Natürlich.“
„Dann sind wir uns einig. Ich muss los. Im Atelier warten wunderschöne Mädels auf mich.“
„Ich bringe dich noch zu Tür“, sagte Hof. Weiterlesen