Nachtfahrt

In der Titanic-Rubrik Humorkritik hat sich das Sammelpseudonym Hans Mentz über bellende Hunde in der Literatur ausgelassen und schreibt:
„Als typischer Anfängerfehler, den minderqualifizierte Autorinnen und Autoren durchaus bis ins Spätwerk mitzuschleppen nicht vermeiden können, gilt die Verwendung des auf eine Stimmung quasi existenzieller Verlorenheit abzielenden Satzes »Irgendwo bellte ein Hund«. Ja, dieser Satz ist geradezu zur Chiffre für handwerkliche (und freilich auch gedankliche) Autoren-Unfähigkeit geworden.“

Man kann leichthin so urteilen, wenn man mit einem Glas Wein an der Tastatur sitzt, quasi am Besserwissertisch, der aber eigentlich die Katzenbank ist, auf der ein Ahnungsloser hockt, der vom nächtlichen Durchqueren einer Einöde nur gelesen, sich folglich noch nie im Leben „existenziell verloren“ gefühlt hat. Weiterlesen