Aus dem Netz gefischt – Das Gurkenkondom

In meiner linksrheinischen Heimat heißt die Schlangengurke „Komkommer“, genau wie im Niederländischen. Entsprechend stark alliteriert die niederländische Neubildung: „Komkommercondoom“, womit die Plastikhülle gemeint ist, in die in Supermärkten der EU die „Biogurke“ eingeschweißt ist, quasi DAS Symbol für den Plastikwahnsinn. Das Wort „Gurkenkondom“ ist mir im Videoblog der flämischen Radiomoderatorin Linde Merckpoel begegnet, worin sie mit dem Fernsehmacher Dieter Coppens einkauft, anschließend allen Plastikmüll in den Supermarkt zurückbringt und den Filialleiter darauf verpflichtet, ins Management der Supermarktkette zu melden, dass die Kunden den Plastikmüll nicht mehr wollen. Zur Nachahmung empfohlen. Das Video ist natürlich Flämisch, aber trotz Sprachbarriere sehenswert, weil es zeigt, wie sich der Plastikwahn in den Supermärkten kreativ anprangern lässt. Zusätzlich steht das Video exemplarisch für die stilistische Machart heutiger YouTube-Videos, geprägt durch schnelle Schnitte, rasch wechselnde Perspektiven und virtuose Schrifteinblendungen.

Gif-Montage aus Standfotos vom Video: JvdL

Supermarkt aangevallen met Dieter … [Supermarkt überfallen mit Dieter …]

Hartelijk dank. Goed gedaan, Linde & Dieter!

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16 Kommentare zu “Aus dem Netz gefischt – Das Gurkenkondom

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