Der menschliche Stuhl – Die Lesung der Wirtin – oder Die Ortlosigkeit der Katze

„Ich dachte bislang, ich beschäftige mich mit seltsamen Themen, aber das…“, meint Soziologe Dr. Stefan Erd, der seit einiger Zeit assoziiertes Mitglied unserer HaCK-Treffen ist. „das …“, meint eine Frage, die mich immer wieder neu beschäftigt. Quantenphysiker Filipe d’Accord fehlt an diesem Abend, so dass ich das Thema anschneiden kann, obwohl er mir schon beschieden hatte, dass an meiner Idee, durch bloßes Herumsitzen Energie zu erzeugen, nichts dran ist. Ich versuche es anders: Filipe hat gesagt, es müsse Arbeit verrichtet werden, um Energie zu erzeugen. Wenn ich mich beispielsweise auf meinen Drehstuhl setzte und seine Öldruckfeder gibt nach, dann könnte in diesem Augenblick Energie gewonnen werden. Wenn ich einmal sitze, wird keine Arbeit mehr verrichtet (typisch für mich, hehe!) Doch weil ich denke, dass bei jeder bahnbrechenden Idee einem zunächst die Fachleute erklären, dass und warum sie nicht funktionieren kann, versuche ich es zuerst mit einer nicht ganz sauberen Argumentation beziehungsweise einem unsauberen Beispiel, was nicht sexuell gemeint ist: „Wenn du, Doktor Erd, ein menschlicher Stuhl wärst, und ich würde mich auf deine Oberschenkel setzen, müsstest Du doch Arbeit verrichten oder nicht?
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