Buchstabenfraß (2) Übermut tut selten gut

Fast noch Nacht, gerade dämmerte ein prächtiger Maientag herauf, fügten sich Bilder zu Ideen, wurden Wörter, eine ganze Geschichte sogar, von einem Hotel Astor, das in zwei Zeitzonen sich befand, und einem unfassbar lahmen Hoteliersehepaar, von gstohlenen Bildern aus einer Akte, von im Mund zerfallendem Kaugummi, aber bevor ich aufstehen konnte, erneut Buchstabenkannibalism

Grafik und Animation: JvdL

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13 Kommentare zu “Buchstabenfraß (2) Übermut tut selten gut

      • Weil Sie die Traumfetzen und das Diktaphon erwähnen:

        Da gibts auch diese Geschichte von dem Autor, dem nachts beim Einschlafen immer die originellsten Story-Ideen einfallen, aber wenn er morgens aufwacht, hat er sie stets vergessen. Eines Abends legt er Notizblock und Bleistift nebens Bett, um seine Idee aufzuschreiben, bevor er einschläft und sie wieder vergisst. Tatsächlich hat er in der Nacht wieder einen Einfall für die mitreißendste & einzigartigste Story aller Zeiten, wie er meint, und schreibt ihn auf.
        Als er am nächsten Morgen nachliest, was er nachts aufgeschrieben hat, steht da:
        »Junge trifft Mädchen

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        • Danke für die Geschichte. Eine Ähnliche kenne ich vom Mescalinrausch:
          Ein Mann hatte im Mescalinrausch stets die Weltformel vor Augen, einen Satz, in dem alle Weisheit der Welt enthalten schien. Doch wenn er aus dem Rausch erwachte, war die Antwort verflogen. Deshalb legte er sich Bleistift und Papier zurecht, um die Weltformel festzuhalten. Und tatsächlich gelang es ihm, den Satz aufzuschreiben. Beim Erwachen langte er nach dem Zettel und las die Weltformel. Da stand in krakeligen Buchstaben: „Die Banane ist gelb.“

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  1. Meine Güte… das E wurde auch gefressen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob Du dankbar sein solltest, weil bei Dir „nur“ die Buchstaben gefressen werden, oder ob es, wenn die Buchstaben weg sind, sowieso keine Wörter geben kann. Bei mir verschwinden zur Zeit jedenfalls ganze Wörter, Sätze und logische Zusammenhänge. Was bleibt, sind meistens irgendwelche sinnentleerten Satzzeichen. Ich könnte schwören, ich habe vorhin ein Semikolon auf dem Teppich gesehen. Vielleicht sollte ich staubsaugen.
    Ich wünschte, jemand würde mir ein bisschen MUT rüberpusten, aber seien wir ehrlich – die Menschen, die über diese drei Buchstaben verfügen, wollen die nicht abgeben…

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  2. Jules, wer rettet Dich vor Wortfraß, Buchstabenkannibalismus, Silbenschwund und Verlust von Satzzeichen…? : das sind ernstzunehmende Symptome….
    Wo steckt der Rest der Teestübchen-Redaktion überhaupt schon wieder…?
    Umschauende und aufrufend ermunternde Grüße von der Fee

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  3. Als passionierter Krimileser und nach der genauen Analyse diese Falls gebe ich Dir folgenden Rat: Du pfeifst ein bißchen vor Dich hin, dann greifst Du zu einem Lappen und tust so, als wolltest Du Deine Tastatur reinigen. Du wischt hier, Du wischt da – und dann, den Überrasschungsmoment ausnutzend, entferntst Du mit einem vorher heimlich hinterlegten Schraubendreher das ‚N‘. Ich will jetzt nicht zuviel verraten, warum, nachher schöpft es noch Verdacht. Ja – und dann mußt Du Dir Geschichten ausdenken, die ohne diesen Buchstaben auskommen – ich bim gespammt umd freu mich darauf.

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