Weh! Unser gutes Vogelfrei hat zu!

Unsere Stammkneipe, das Vogelfrei, ist seit Wochen geschlossen. Zuerst hing ein Urlaubsschild da, dann wurde der Termin der Wiedereröffnung hinausgeschoben, und jetzt hört man, dass ein anderer Pächter das Vogelfrei übernehmen wolle. Derzeit trifft sich das Hannover Cünstler Kollektiv ( HaCK ) notgedrungen im Glüxkind, das leider auch schon nicht mehr so heißt, sondern Leinau 3. Über fünf Jahre haben wir uns im Vogelfrei getroffen, waren vertraut mit den Wirten, besonders mit der liebenswürdigen Janine, die unsere Präferenzen kannte und mir immer ein Bier zu wenig berechnet hat.
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Beobachtung auf Höhe der Hasenpfote

Zuerst sei er nur überrascht gewesen von der Ähnlichkeit der Frau im Publikum der Kabarettsendung mit seiner verflossenen Geliebten. So ein Gesicht gäbe es vermutlich nicht zweimal. Ihr Gesicht sei „zierlich“, hatte der Optiker vor mehr als vier Jahren im Schwabinger Brillenstudio gesagt, als er ihr von einem zu mächtigen Brillengestell abriet. „Ein zierliches Gesicht“, das habe er damals gedacht, sei ein zutreffendes Attribut. Vier Jahre habe er sie nicht mehr gesehen. Jetzt habe da eine im Publikum gesessen, halb verdeckt hinter den auftretenden Kabarettisten mit eben so einem zierlichen Gesicht, aber mit langen blonden Haaren. Er habe sie als Brünette gekannt. Und kurz vor ihrer Trennung habe sie sich einen Bob schneiden lassen, ich wisse schon, die Haarspitzen bis zum Kinn. Ob ich wüsste, wie lang die Haare des Menschen im Jahr wachsen könnten? 15 Zentimeter? Das wären ja 60 Zentimeter in vier Jahren! Die Länge könnte hinkommen, und aus einer Brünetten könne mit Hilfe der Friseurhandwerkskunst leicht eine Blonde werden.

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Gekritzelt – Peinliche Marketingpanne

Der Name der Jecken steht an allen Ecken
Till Eulenspiegel hinterließ an den Orten seiner Streiche ein Rebus, eine Eule mit Spiegel, und schrieb dazu: »Hic fuit«. (Hier ist Eulenspiegel gewesen). Der Wiener Hofbeamte und Alpinist Joseph Kyselak wollte im ganzen Kaiserreich bekannt werden, indem er an vielen Orten, auch an schwierig zu erreichenden Stellen im Hochgebirge, den Spruch „Kyselak war hier“ hinterließ. Mein Name wird in einem Jahr auf dem Mars landen, wie hier bei Freund Merzmensch zu lesen, von dem ich mich habe anstiften lassen.

Bekannt auch in der Schweiz und in Österreich

Nachdem der Schweizer Graphologenverband sich schon positiv über „Buchkultur im Abend(b)rot“ geäußert hat, ist jetzt auch eine Rezension in Österreich erschienen, und zwar auf der Wiener Seite abi-Lehre (Infos zur Lehre Archiv-, Bibliotheks- und InformationsassistentIn) Wer also noch ein gutes Weihnachtsgeschenk sucht …

Wo war Gott?
Beim pompösen Event zum Reformationstag „Projekt der 1000 Stimmen“ mit 4000 Sängerinnen und Sängern in der Mercedes-Benz-Arena, übertragen vom ZDF, erbrachte ein feixend moderierender Dr. Eckart von Hirschhausen den negativen Gottesbeweis mit Sätzen wie: „Martin Luther war wirklich eine coole Socke.“ Gäbe es einen Gott, hätte der doch mindestens den Moderator beim Scheißen erschlagen.

gesehen in Hannover-Linden – Foto: JvdL

Aus der Abteilung:
Peinliche Marketingpannen

Gleich viermal „88“ ließ Pernod Ricard Deutschland auf einen Werbeaufsteller für ein Mixgetränk drucken. Wie man weiß, steht 88 für den zweimaligen 8. Buchstaben in der Alphabetreihe, das H, und bedeutet unter Neonazis „Heil Hitler!“ Ich habe Pernod Ricard angeschrieben und gefragt, obs Absicht war oder ein Versehen, aber noch keine Antwort. Der Aufsteller war jedoch schon am nächsten Tag verschwunden. Vermutlich wird man sich herausreden, dass der jeweilig anbietende Einzelhändler in der 7-Segmentschrift die überflüssigen Segmente hätte schwärzen sollen, um seinen Einzelhandelspreis anzugeben. Das aber hat man im REWE-Markt Hannover-Linden wohl nicht verstanden und weiter unten den eigenen Preis aufgeklebt (nicht im Bild).

Einladung zum Sprachspiel:
Acht beleibte Cellisten drohen England.
Fünf große Heilige irritieren jetzt Kanada.
Laute Metzger näseln ohne Pathos.
Querulanten rufen schön tiefgründigen Unsinn.
Verzehren welke Xanthippen Yamswurzeln zuhauf?

Alle beleibten Chemiker dürfen einwandern.

Alle berufenen Chorteilnehmer diskutieren enorm.

Flitscht Gunilla Hosengummis in jugendliche Knallchargen?
Lass mich nicht ohne Phrase.
Quasseln ruiniert sinnige Thesen unterirdisch.
Vielleicht will Xenia Yoghurt zaubern?

(Karfunkelfee)

Alle beleibten Chemiker dürfen einwandern.
F… G… H… I… J… K…
L… M… N… O… P…
Q… R… S… T… U…
V… W… X… Y… Z…

(Mach mit. Ich sammle die Ergebnisse vorerst auf einer eigens eingerichteten Seite)

Bundesstraße 1 – Von ihrem Anfang und vom Ende

Die Maastrichter Laan wird beim Grenzübertritt zur Vaalser Straße. Mit ihr beginnt die Bundesstraße 1. Einst führte diese 2000 Jahre alte Handelsstraße von Aachen bis Königsberg. Unterwegs macht die B1 einiges mit. Hinter Jülich verschwindet sie in einer Braunkohlegrube. Als junger Mann bin ich noch über die B1 durch das Dorf Lich-Steinstrass gefahren. Da wankten nur alte Mütterchen vor den zugenagelten Fenstern über den Gehsteig. Denn kurz danach sollte Lich-Steinstrass mitsamt der Bundesstraße 1 weggebaggert werden.
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Puzzlen im Teestübchen Trithemius (2)

Hier nun die nächsten 12 Zeichnungen der Bildfolge zum Puzzlen. Es gilt das gleiche Verfahren wie in Teil 1. Der Klick auf das gewünschte Bild öffnet die Seite mit dem Puzzle. Die saubere Aufreihung der Bilder verdanke ich übrigens dem geschätzten Kollegen noemix, der mir mit seinen html-Kenntnissen half.
Viel Vergnügen, wünscht
Teestübchen Trithemius.

Trend Infografik – Das Teestübchen-Tortendiagramm

Informationsgrafiken sind der ganz heiße Scheiß, war letztens in einem Beitrag auf arte zu sehen und zu hören. Mit der journalistischen Darstellungsform Infografik lassen sich komplexe Informationen anschaulich machen. Auf Infografik setzt die Teestübchenredaktion seit den Anfängen im August 2015, hier zu sehen in einer Jahresübersicht des ablaufenden Kalenderjahres. Mit der Teestübchen-Kuchenfee durchs Jahr – das monatliche wachsende Tortendiagramm, je Monat eine Kuchenschicht und im Dezember die maßlose Völlerei:

Fotomontage: JvdL – Größer: Bitte klicken

Welche Probleme die monatlich wechselnde Header-Grafik anfangs machte, war im Oktober 2015 nachzulesen. Aus aktuellem Anlass und für alle neue hinzu gekommenden Leserinnen und Leser hier in Wiederholung:

Herr Trittenheim beschimpft die Teestübchen-Redaktion

Du liebe Zeit, welch ein Theater wieder in der Teestübchen-Redaktion. Es kam sogar zu Szenen. Chefredakteur Trittenheim stand wutschnaubend in der Tür, brüllte: „Schlamperei!“ und fragte gleich hinterher: „Was ist das hier für ein Saftladen?!“
Redaktionschefsekretärin Andrea Kirchheim-Unterstadt ließ bedröppelt den Kopf hängen, nagte schuldbewusst an ihrer Unterlippe und gab keine Antwort. Was hätte sie auch sagen sollen? Etwa: „Das ist Ihr Saftladen, Herr Trittenheim“?
„Wozu habe ich der Redaktion den Kalender gestiftet, wenn keiner draufschaut?“, fuhr Trittenheim fort. „Von Ihnen, Frau Kirchheim-Unterstadt hätte ich eine derartige Säumigkeit am allerwenigsten erwartet. Wieso steht auf unserem Header noch die Ausgabe Oktober? “
„Wir sind halt von der Entwicklung überrascht worden“, wagte sie zu erklären.
„Überrascht?! ÜBERRASCHT?!“ Wie kann man denn von einem Datum überrascht werden, das in jedem Kalender steht und das jedem hergelaufenen Ladenschwengel geläufig ist?“ Und wurde gleich wieder charmant. „Ich sehe ja ein, Frau Kirchheim-Unterstadt, sie sind noch piepjung, quasi nicht lang ist’s her, dass …“
„Sie geboren wurden?“, mischte Frau Erlenberg sich ein, die an Echolalie litt, oder wie heißt die Sucht, immer anderer Leute Sätze zu beenden und grundsätzlich falsch?“
„nicht lang ist’s her, dass Sie von hinterm Mond eingewandert sind“, haute Trittenheim wieder einen seiner hundsgemeinen Sätze raus. „Aber dass nach dem 31. Oktober zwingend der 1. November folgt, dürften Sie auch in der Zwergschule gelernt haben, die Sie besucht haben, Frau Kirchheim-Unterstadt.“ Boah, was kann der Mann gemein sein. Da fasste sich Andrea Kirchheim- Unterstadt und gab eine Erklärung ab. Also das war so:

Gif-Animation und Text: JvdL