Die nie erzählte Geschichte vom großen Butterbrot

Eine Geschichte, die ich hätte schreiben wollen, aber nie geschrieben habe, wie einer ein großes Sandwich bestellt, in einem griechischen Lokal, der Wirt ein langes Brot bringt und sich zeigen lässt, wie lang das Sandwich sein soll, dann in die Küche geht, zurückkommt, sich nochmals vergewissert. Der Gast wartet. Dann geht die Tür zur Küche auf, und er sieht den Wirt sich mit seiner Frau beraten, ihm Blicke zuwerfend. Der Gast wartet weiter. Sein Sandwich kommt nicht. Andere werden bedient. Die Zeit vergeht. Der Wirt hat inzwischen eine alte Frau geholt. Die beiden tuscheln erregt. Sie zeigen auf ihn, streiten. Der Gast stellt den Wirt zur Rede. Der erklärt in gebrochenem Englisch, es gehe die Sage, dass da einer käme. Der werde die Insel von der Fremdherrschaft der christlichen Religion befreien und der sei zu erkennen daran, dass er ein riesiges Brot verzehren wolle. „Alles Unsinn!“, ruft der Gast. Das meine er auch, sagt der Wirt. Darum bekomme der Gast dieses unmäßige Sandwich auch nicht. Und weil der Mann das große Butterbrot nicht bekam, habe ich die Geschichte nie geschrieben.

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17 Kommentare zu “Die nie erzählte Geschichte vom großen Butterbrot

  1. Lieber Jules,
    Diese Geschichte war es wirklich wert nie geschrieben zu werden. Allerdings schreit sie geradezu nach keiner Fortsetzung. Nicht, dass ich frecherweise nicht annehmen wollte ob es nicht endete vor dem Anfang. Doch nie geschriebene Geschichten sind erstaunlich unterhaltsam…und ich will wissen wie es auf gar keinen Fall weitergeht. Einen alternativen Anfang hätten wir ja schon mal. Er könnte sich weiternihilieren bis zu einer unmöglichen Fortsetzung. wurde das Brot eigentlich ein Weltherrscher? Konnte der Gast vor dem Punsch entkommen? Sah jemand irgendwie aus….? Wo war der Hund oder kam der doch?
    Ach, ich weiß es doch auch nicht, herrje…
    Liebe Grüße von der Fee

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    • Liebe Fee,

      möglicherweise und ganz eventuell würden alle Beteiligten irgendwie aussehen. Beispielsweise hätten sie vor einem großen Spiegel vorbeischreiten können und einen prüfenden Blick hineinwerfen und ich hätte sie im Spiegel abfotografiert, kurz bevor jemand den Raum betreten hätte, um mit einem Schrotgewehr den Spiegel zu zerschießen oder vielmehr nicht zu zerschießen, sondern den unschuldigen Hund. Aber theoretisch hätte er natürlich auch den Spiegel in seiner Gänze nicht treffen können und den Hund auch nicht.
      Vielen Dank übrigens für deinen inspirierenden, witzigen Kommentar,
      Und beste Grüße,
      von Jules

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