Große Kunst mit Maklern und sonstiger Quatsch

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Es ist große Kunst, ganze 25 Immobilienmakler mitsamt Schreibtisch so auf die Fläche zu verteilen, dass jeder zum anderen exakt die gleiche Entfernung hat. Diese schwierige Aufgabe zu bewältigen unternahm ich über Nacht, so dass ich das hübsche Bild am Morgen vor mir hatte. Auch die Makler waren zufrieden, was mich mit Genugtuung erfüllte. Das gesamte Projekt wurde mir durch die erfreuliche Tatsache erleichtert, dass die fragliche Fläche topfeben war, was ich dem Arbeitseinsatz und dem Fleiß eifriger Dampfwalzenfahrer verdanke. Außerdem freue ich mich, Wissenswertes über die Stadt Celle mitteilen zu können. Die vielerorts geäußerte Vermutung, dass Celle nur aus zu den Straßen hin offenen Schuppen bestünde, die überdies leer sind, hat sich bestätigt. Das zu diskutieren, sollte aber aus medizinischer Sicht besser unterlassen und aus philosophischer Sicht gänzlich verboten werden. Schon eine Erörterung stößt rasch an ihre Grenzen, und zwar vorne, hinten und auch an beiden Seiten.

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7 Kommentare zu “Große Kunst mit Maklern und sonstiger Quatsch

  1. Nach dem Lesen Deines Blogeintrages überkam es mich plötzlich, herauszufinden, warum Celle Celle heißt. Dabei erfuhr ich spannende Details über diesen Ort – und erschreckende. Zum Beispiel, dass der Monat mit den meisten Niederschlägen in Celle der August ist. Der Gedanke, den August in Celle mit einem Regenschirm verbringen zu müssen, hält mich davon ab, dorthin zu ziehen. Der – und der andere Gedanke, dass ich in Celle keinen Menschen kenne, noch nie da war und sowieso nicht vorhatte, dorthin zu ziehen…

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    • Im vergangenen Dezember bin ich mit dem Zug durch Celle gefahren und war dankbar, dass er dort nicht gehalten hat. Unter dem Einfluss von etwas Restalkohol hatte ich die Vision der offenen Schuppen, was mich angesichts der Außentemperaturen schaudern ließ. Die Vision hatte ich aufgeschrieben und sie kürzlich erst wieder gefunden,Dein Kommentar ließ mich ebenfalls nachschauen, was es mit Celle auf sich hat. Ich war erstaunt, statt offener Schuppen prächtigen Bauten zu sehen. Ich vermute, es handelt sich um eine Sorte potemkinscher Theaterkulissen, mit denen man die gaffenden, klaffenden Mäuler der offenen Schuppen versteckt. Kein Wunder, dass du nicht hinziehen willst.

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      • Ich frage mich… wenn man vier von den schönen „potemkinschen Theaterkulissen“ zu einem Viereck aufstellt… dann kommt man so ohne Weiteres nicht darauf, dass da was nicht stimmt, oder? Könnte es sein, dass es das ist, was die in Celle getan haben?
        Ich habe gerade „In Celle regnet es durchs Dach“ gegoogelt, weil man die Dächer in einem solchen Fall natürlich vernachlässigen könnte, habe aber keinen eindeutigen Beweis für meine Theorie gefunden. Gibt es auch potemkinsche Dächer? Ich kenne mich da nicht so aus…

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  2. Wunderschöner Text! Die Zeitschrift kannte ich nicht, ich wusste auch nicht, dass es diese Blüte der Zeitschriftenkultur gab, aber sie passt natürlich in genau die Zeit, also die Übergangszeit zwischen zwei Kriegen.

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